Dem perfekten Pizzateig auf der Spur - Mein wunderbares Chaos

Dem perfekten Pizzateig auf der Spur

Ich bin schon lange auf der Suche nach dem perfekten Pizzateig. Früher habe ich irgendeine Art belegten und mit Käse überbackenen Hefekuchen gemacht. Auch ganz okay soweit, aber sehr weit weg von einer echten Pizza.

Wie soll er denn sein, der perfekte Pizzateig? Luftig, locker und leicht natürlich. Und für mich muss er außerdem sehr dünn sein. Der Teig ist zwar für das Gelingen einer Pizza außerordentlich wichtig, trotzdem hat er nur die Nebenrolle. Der Star ist der Belag – und da natürlich vor allem der Käse.

Dem perfekten Pizzateig auf der Spur - Mein wunderbares Chaos

Auch mit dem Jamie Oliver-Pizzateig bin ich nie so richtig warm geworden. Die Ergebnisse waren eher so: naja. Also habe ich jetzt mal einen kalt geführten Pizzateig ausprobiert und muss sagen: schon mal gar nicht so schlecht. Einziges Problem: Man braucht dafür echt viel Geduld. Spontan Pizza backen? So schon mal eher nicht.

Ich habe über kalt geführten Pizzateig auf diversen Internetseiten nachgelesen, mich dann aber im Wesentlichen an die Vorgehensweise von Das Mädel vom Land gehalten. Nur die Zeiten habe ich nicht ganz einhalten können. Jetzt weiß ich, ich sollte mindestens zwei Tage im Voraus wissen, dass ich Lust auf Pizza haben werde.

Dem perfekten Pizzateig auf der Spur - Mein wunderbares Chaos

Mindestens genauso wichtig wie das richtige Pizzateig-Rezept und ganz viel Zeit: ein Pizzastein. Ich finde, nur dann wird das Ergebnis richtig gut, der Boden von unten richtig knusprig. Keine Ahnung, ob es da große Qualitätsunterschiede gibt, es gibt auf jeden Fall große Preisunterschiede. Mein Stein ist von Aldi, hat knapp 10 Euro gekostet und ich mag, was er mit meiner Pizza macht.

Auch zum Thema perfektes Pizzamehl gibt es viele unterschiedliche Ansichten. Da ich mich dieses Mal ganz auf die kalte Teigführung konzentrieren wollte, habe ich stinknormales Mehl Type 405 genommen. Und Trockenhefe. Mit dem Ergebnis bin ich durchaus zufrieden.

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Spargelpizza mit Ziegenkäse, Oliven und getrockneten Tomaten

Bitte beachten: Die Gehzeit ist nicht in die Arbeitszeit mit eingerechnet. Der Teig geht über Nacht im Kühlschrank und vor dem Backen noch einmal 2 Stunden. Ich habe mit dem Teig 2 Pizzen gebacken, die vielleicht bei weniger guten Essern auch für 1 oder 2 Personen mehr gereicht hätten. 

Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Arbeitszeit 35 Minuten
Portionen 3 Personen

Zutaten

  • 300 Gramm Mehl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Trockenhefe
  • 2 EL Olivenöl
  • 200 Milliliter kaltes Wasser
  • etwas zusätzliches Olivenöl
  • etwas Maismehl zum Bestäuben

Für den Belag

  • 150 Gramm Mascarpone
  • 1 Zitrone, genauer: den Abrieb
  • 75 Gramm Grana Padano, gerieben
  • 350 Gramm Spargel, grün und weiß gemischt
  • 2 Rosmarinzweige
  • 150 Gramm Ziegenfrischkäse
  • 25 Gramm getrocknete Tomaten
  • 12 schwarze Oliven
  • Salz und Olivenöl

Anleitungen

  1. Alle Zutaten für den Teig in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und in gut fünf Minuten zu einem elastischen Teig verkneten. Der Teig soll sich vom Schüsselrand lösen, aber noch am Boden haften. Tut er das nicht, entweder noch etwas Mehl oder teelöffelweise kaltes Wasser hinzufügen.

  2. Maismehl auf die Arbeitsfläche streuen und den Teig darauf geben. Kurz durchkneten und mit der Teigkarte in 2 Teile teilen. Zu Kugeln formen und auf ein Blech oder Tablett geben, das in den Kühlschrank passt. Den Teig rundum mit Olivenöl einpinseln.

  3. Das Blech in einen großen Plastiksack geben und Luft hineinpusten, so dass das Plastik nicht am Teig klebt. So über Nach in den Kühlschrank geben.

  4. Am nächsten Tag 2 Stunden vor dem Backen aus der Kühlung nehmen. Arbeitsfläche mit Maismehl bestreuen, Kugeln darauf geben und ebenfalls mit Maismehl bestreuen. Teig vorsichtig mit den Händen flach drücken. Mit Olivenöl einpinseln, abdecken und 2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.

  5. Anschließend den Teig mit dem Nudelholz oder den Händen zu Fladen mit etwa 25 Zentimetern Durchmesser formen. Am besten ein flaches Blech als Unterlage nutzen, mit dessen Hilfe Ihr die Pizza dann auch beherzt auf den Pizzastein bugsieren könnt.

  6. Pizza will größtmögliche Hitze. Die italienischen Pizzaöfen bringen 300 Grad und mehr. Das schafft der gemeine Haushaltsbackofen eher nicht, aber den Ofen und mit ihm den Pizzastein auf die maximal mögliche Temperatur bringen. Gerne schon 30 Minuten im Voraus, damit der Pizzastein ordentlich heiß wird.

  7. Mascarpone, Zitronenschale, Grana padano und Salz mischen und auf dem Pizzaboden verstreichen. Den weißen Spargel schälen, holzige Enden abschneiden. Grünen und weißen Spargel längs in feine Streifen hobeln. Ziegenkäse in Scheiben schneiden. Tomaten würfeln. Rosmarin zerzupfen.
  8. Die Pizza mit Spargel und Oliven belegen, leicht salzen. Im Ofen auf der untersten Schiene backen. Auf dem Pizzastein braucht die Pizza insgesamt nicht länger als 10 bis 15 Minuten. 5 Minuten vor Ende der Backzeit Tomaten, Ziegenkäse und Rosmarin darauf verteilen. Vor dem Servieren mit Olivenöl beträufeln.

Wie mögt Ihre Eure Pizza am liebsten?  Dünner Teig oder eher dicker Boden? Was muss drauf sein? Selber machen oder lieber doch zum Italiener? Wie immer freue ich mich sehr auf Eure Kommentare.

Tanti saluti
Conny

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