Archiv der Kategorie: DIY

Punkte und Streifen

Weißgeräte in neuem Design

In der neuen Wohnung stehen Waschmaschine und Trockner im Bad. Nachdem ich jahrelang an eine Waschküche im Keller gewöhnt war, war ich darüber zuerst nicht so richtig glücklich. Auf der anderen Seite: Wir wohnen jetzt unterm Dach. Und der Keller könnte genauso gut in einem anderen Universum liegen.

Nun finde ich es nicht so SPA-mäßig entspannend, wenn ich mit einem Glas Wein und bei Kerzenlicht in der Wanne liege und schaue auf Weißgeräte. Die flüstern einem doch ständig zu: Mach die Wäsche! Und, falls der Wäschekorb tatsächlich mal leer sein sollte, erinnern sie Dich an den Bügelkorb nebenan. Und der wird nie leer.

Nun ja, mit Gegebenheiten muss man sich abfinden, aber ich wollte mir meine „Weißgeräte“ wenigstens ein bisschen hübscher machen und habe sie beklebt. Mit Washi-Tape und mit selbstklebenden Punkten aus dem Schreibwarenladen, die bestimmt mal für große organisatorische Aufgaben gedacht waren und jetzt die Waschmaschine schmücken.

Geht schnell. Sieht zwar immer noch nicht nach SPA aus, dafür aber mit einem kleinen Augenzwinkern freundlicher. Und, mal ehrlich, keiner kann einen vollen Korb Bügelwäsche so gut verdrängen wie ich. Die Idee stammt nicht von mir, ich hab sie bei Pinterest, meinem Lieblings-Inspirations-Netzwerk, gefunden. Und selbst-nachgemacht. Vielleicht gefällt’s Euch ja!

Chaos-Grüße

Eure Conny

Mini-Garten im Glas

 

Mini-Garten im GlasLust auf Frühling? Auf den Garten, die Terrasse, auf neue Pflanzen? Ich schon. Aber das Wetter macht mir derzeit noch ganz schön einen Strich durch die Rechnung. Regen. Immer dann, wenn ich Zeit hätte, mal etwas draußen zu werkeln. Also hab ich einen Abstecher zum Gartenmarkt gemacht und mir den Garten nach drinnen geholt.

Das Glas habe ich am Osterwochenende endlich mal mit zu mir nach Hause genommen. Das gehörte meiner Oma, die darin in den Siebzigern, vielleicht auch in den frühen Achtzigern schon Pflanzen sitzen hatte. Das war schon mal so ein Trend, kam dann aber wieder völlig aus der Mode. Und der zu groß geratene Cognacschwenker landete im elterlichen Keller.

Der Fuß war blau. Blaues Glas – ist jetzt auch seit 1989 nicht mehr so meins. Also habe ich da kurzerhand schwarz drüber gestrichen. Dauerte keine 2 Minuten, „Nasen“ inklusive. Im Gartenmarkt habe ich mich mit Sukkulenten versorgt. Ich bin jetzt nicht so der Pflanzenspezialist, aber ich denke, es wird nicht falsch gewesen sein, darauf zu achten, dass die Pflanzen ähnliche Ansprüche an die Bewässerung stellen.

Wenn das Glas einen Deckel hat, dann hat man ein geschlossenes System und muss überhaupt nur am Anfang gießen. Ich gehe mal davon aus, dass ich durch meine schmale Öffnung auch nur sehr selten gießen muss, Sukkulenten speichern ja freundlicherweise und brauchen dann nicht mehr so viel.

Ich habe schwarze Erde besorgt (das klingt doch jetzt viel besser als Graberde, oder?), die Pflanzen eingesetzt, die Erde mit Moos und Kieselsteinen zugedeckt und noch Baumrinde mit Moos mit reingegeben. Ob der Wenig-Gießen-Plan und das Moos sich gut vertragen, bleibt noch abzuwarten.

Ich wollte unbedingt noch eine Figur mit ins Glas geben und bin um die Bonsai rumgeschlichen, weil ich ursprünglich eher etwas asiatisch Angehauchtes im Auge hatte. Die Figuren waren allerdings alle zu groß. Und dann hab ich den Verkaufsständer mit den Schleich-Tieren gefunden. Was soll ich sagen? Es war Liebe auf den ersten Blick. Da zahlt man gerne auch mal schlappe fünf Euro für einen klitzekleinen Flamingo aus Plastik…

Ich finde, er ist das i-Tüpfelchen auf meinem Mini-Garten im Glas. Außerdem finde ich es schön, dass das Glas meiner Oma via Upcycling noch mal zu neuen Ehren gelangt. Ich glaube, sie würde sich freuen. Auch wenn sie bestimmt Efeu reingesetzt hätte…

Übrigens: Für jemanden mit meiner fotografischen Vorbildung war es selbstverständlich ein Leichtes, das sich spiegelnde Glas zu fotografieren. (Seien Sie froh, dass Sie nicht dabei sein mussten!) All jenen, die vielleicht doch eine Spiegelung von mir im Bademantel im Glas entdecken können: Sind Sie sicher, dass Sie nicht vielleicht ein bisschen überarbeitet sind? Da gaukeln einem die Augen ja so einiges vor…

Mini-Garten1

Ach Du schwarzes Ei!

Osterdeko in Schwarz

War ja klar: Jetzt, da Ostern nur noch wenige Tage entfernt ist, krieg ich plötzlich Lust auf Osterdeko… Zum Glück gibt’s immer noch ein paar Sachen, die sich ratzfatz umsetzen lassen. Vor allem wenn man, so wie ich, auf Upcycling steht. Also: Einfach mal schauen, was sich im Keller, auf dem Dachboden oder in sonstwo verwahrten Kisten noch so alles findet und dann die Phantasie bemühen.

Ach Du schwarzes Ei! - auf Mein wunderbares Chaos

Diese Ton-Eier zum Beispiel, die haben sicher rund 20 Jahre in unserem Keller gelagert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie mir irgendwann mal gefallen haben, auch wenn ich heute nicht mehr so genau sagen kann, warum. Ich hab vor einiger Zeit angefangen, einfach alles, was an Dekosachen so rumstand und nicht mehr hundertprozentig gefiel, schwarz anzumalen. Und hab die Erfahrung gemacht, dass Vieles dadurch richtig cool wirkt. Und noch ein bisschen bleiben darf.

DIY-Osterdeko in Schwarz

Mit den Ton-Eiern habe ich es genauso gemacht. Und man sieht sogar die Struktur noch gut, die die Eier ursprünglich hatten. Die über Nacht durchgetrockneten Eier habe ich mit Federn und Kordel verziert und auf ein Dekoboard  drapiert, das ansonsten das ganze Jahr über Kieselsteine und Windlichter beherbergt. Und fertig ist die Deko. Mir gefällt’s. Obwohl ich inzwischen ernsthaft überlege, ob es im kommenden Jahr nicht auch mal wieder Osterdeko mit etwas deutlich mehr Farbe sein darf.

Osterdeko in Schwarz