Archiv der Kategorie: Food

Cheesecake für Schokoholics

Leckerer Cheesecake für Chocoholics

Es gibt einige Kuchen aus der Kategorie American Bakery, die es bei mir regelmäßig auf die Backliste schaffen. Dazu zählt neben den hier geposteten Cinnamon Rolls der Carrot Cake – das dazugehörige Rezept werde ich sicher noch rechtzeitig vor Ostern posten – sowie dieser Schokoladen Cheesecake. Der ist nämlich super-schokoladig, ohne jedoch zu süß zu sein. Ein Problem, das ich zum Beispiel mit Brownies habe, von denen ich selten ein ganzes Stück schaffe.

Es ist außerdem ein Kuchen, den ich möglichst unmittelbar nach dem Einkaufen backen sollte. Warum, das hat sich heute morgen wieder gezeigt, als ich panisch nach der Schokolade gesucht habe, die in diesen Cheesecake gehört. Schokolade hat in diesem Haushalt generell ein sehr kurzes Haltbarkeitsdatum. Das liegt am Mann, der ein erklärter Schokoholic ist. Meine einzige Chance ist es also, die Schokolade, die für den Kuchen gedacht ist, vor ihm zu verstecken. Und manchmal bin ich im Finden neuer Verstecke einfach zu gut.

Egal, ich hab sie ja wieder gefunden. Ich backe diesen Cheesecake in einer Quicheform, denn ich habe leider keine Tarteform mit einem heraushebbaren Boden – hat bislang aber immer gut funktioniert. Was bei mir dagegen nie funktioniert, ist das Ausrollen von Mürbteig. Ich bin daher dazu übergegangen, es gar nicht mehr zu versuchen, sondern drücke den Teig gleich von vorneherein mit den Händen gleichmäßig in die Form. Das schont meine Nerven.

Für den Kuchen braucht Ihr:

  • 125 Gramm kalte Butter plus etwas Butter zum Ausfetten der Form
  • 175 Gramm Mehl
  • 60 Gramm Puderzucker
  • 200 Gramm Zartbitter-Schokolade
  • 2 mittelgroße Eier
  • 1 Prise Salz
  • 600 Gramm Doppelrahmfrischkäse
  • 3 Esslöffel Schmand
  • Saft von einer Zitrone
  • 125 Gramm Zucker
  • 1 Pack Vanillezucker
  • 2 gestrichene Esslöffel Mehl
  • Kakao zum Bestäuben

Die Kuchenform einfetten. Die kalte Butter in Stückchen mit Mehl, Puderzucker und 2 Esslöffeln kaltem Wasser verkneten, am besten kurz mit der Maschine und dann mit kalten (!) Händen. Den Teig in die Form drücken, oder, wenn Ihr geschickter seid als ich, ausrollen und in die Form legen. Wichtig ist ein Rand, der fest an die Form gedrückt wird. Dann kommt die Form mit dem Teig für 30 Minuten in den Kühlschrank.

Im vorgeheiztem Ofen wird der Boden anschließend bei 175 Grad auf unterster Schiene vorgebacken. Während dessen die Schokolade hacken und im Wasserbad schmelzen. Abkühlen lassen.

Eier trennen, Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen. Eischnee zur Seite stellen. Frischkäse, Schmand, Zitronensaft, Zucker und Vanillezucker verrühren. Erst die Eigelb, dann die beiden Esslöffel Mehl zugeben und unterrühren. Dann ist die Schokolade dran. Ganz zum Schluss den Eischnee unterheben.

Die Käsemasse kommt auf den vorgebackenen Boden. Der Kuchen wandert dann für eine weitere Stunde bei 175 Grad in den Backofen. Auskühlen lassen und mit Kakao bestäuben. Fertig!

Lasst es Euch schmecken, Ihr Lieben!

Wunderbare Chaosgrüße

Eure Conny

Schoko-Cheesecake

Zimtschnecken zum Kaffee

Schnecke2

Zimt ist eines meiner allerliebsten Gewürze. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Es gibt für mich nichts Schöneres als den Geruch nach Zimtgebäck, der sich vom Ofen aus in der ganzen Wohnung ausbreitet. Sehr gerne mache ich diese Zimtschnecken. Das Rezept stammt von Cynthia Barcomi und ist sehr einfach zu machen. Allerdings braucht es ein bisschen Zeit, weil der Hefeteig zwischendurch immer mal wieder ruht.

Für 12 Zimtschnecken brauche ich:

  • 650 Gramm Mehl
  • 35 Gramm plus 4 Esslöffel Zucker
  • knapper Teelöffel Salz
  • 40 Gramm Rosinen (können auch weggelassen werden, falls man keine mag)
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 125 Gramm Kartoffeln
  • 120 Gramm weiche Butter
  • 1 großes Ei
  • 125 Milliliter plus 2 Esslöffel Milch
  • 125 Milliliter Buttermilch
  • 2 Esslöffel Grafschafter Goldsaft Rübensirup
  • 1 Esslöffel Zimt
  • 70 Gramm Puderzucker

Zuerst stellt man ein Kartoffepüree her: Die Kartoffeln schälen, weich kochen und mit der Gabel zu einem glatten Brei zerdrücken. Solange der Brei noch warm ist 60 Gramm von der Butter unterheben. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Ei, 125 Milliliter Milch und die Buttermilch (alles Zimmertemperatur) mit der Hefe und dem Kartoffelbrei vermengen.

Mehl, 35 Gramm Zucker, Salz und Rosinen in einer großen Rührschüssel vermischen und die Hefemischung unterkneten bis ein glatter, elastischer Teig entsteht. Der Teig muss etwa eine Stunde gehen und sollte sich dann etwa verdoppelt haben.

Rübensirup und restliche Butter miteinander schmelzen. Zimt und 4 Esslöffel Zucker in einem Teller vermischen. Boden und Seiten einer Springform mit einem Durchmesser von 26 Zentimetern einfetten.

Den Teig nach dem Gehen etwa zwei Zentimeter dick zum Rechteck ausrollen. Mit dem Buttersirup einpinseln, rundum einen kleinen Rand freilassen. Dann den Zimtzucker verteilen.

Den Teig von der langen Seite her straff aufrollen. Die Rolle mit einem scharfen Messer in 12 Scheiben von 3 bis 4 Zentimetern Dicke schneiden. Die Scheiben nebeneinander in die Springform setzen. Nicht zu viel Platz dazwischen lassen.

Die Schnecken nochmal 30 Minuten gehen lassen. Den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Die Schnecken backen zirka 30 Minuten und sind fertig, wenn sie goldbraun sind. Zehn Minuten in der Form ruhen lassen und dann aus der Form nehmen. Aus den 2 Esslöffeln Milch und dem Puderzucker eine Glasur glattrühren und das noch warme Gebäck damit bestreichen.

 

Sooooo gut!

Cinnamon Roll

 

Dampfnudeln wie von Oma Guschte

Dampfnudeln wie von Oma Guschte

Meine Oma Guschte hat die besten Dampfnudeln der Welt gemacht. Mit einer schönen salzigen Kruste – kein Vergleich zu dem, was es so in Bäckereien zu kaufen gibt. Mir Rezepten allerdings war das so eine Sache bei meiner Oma: Sie hatte einfach keine.

Sie machte alles aus dem Handgelenk. Infolgedessen hab ich, solange ich noch in der Pfalz gewohnt habe, zwar sehr gut bei ihr gegessen, aber nicht ein einziges nachkochbares Rezept mit genommen. Ich hab mich – nach einem Fehlversuch – lange von Dampfnudelexperimenten fern gehalten. Jetzt allerdings habe ich ein Rezept gefunden und erprobt, bei dem die Hefeteile genau wie bei meiner Oma schmecken. Sogar mein Mann, dem Pfälzer Kombinationen wie „Grumbeersupp und Zwetschekuche“ eher suspekt sind, hat ordentlich zugelangt.

Für 18 Dampfnudeln brauche ich:

  • 1 Würfel Hefe
  • 3 Esslöffel Zucker
  • 500 Gramm Mehl plus etwas Mehl
  • 100 Gramm Butter
  • 1/4 Liter Milch
  • 1 Ei
  • Salz
  • 8 Esslöffel Rapsöl

Die Hefe in eine Tasse bröckeln und mit einem Esslöffel Zucker verrühren, bis die Hefe flüssig ist. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen, vom Feuer nehmen und die Milch zugießen.

Mehl in eine Schüssel geben, den restlichen Zucker, eine Prise Salz und Ei dazugeben, dann die Milch-Butter-Mischung und die Hefe mit dazu geben und mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verrühren. Zugedeckt an einem warmen Ort etwa 45 Minuten ruhen lassen.

Dann den Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. In 18 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Diese zugedeckt nochmal 25 Minuten gehen lassen.

Für das Gelingen der Dampfnudeln ist die richtige Pfanne wichtig. Am besten funktioniert es mit einer beschichteten Pfanne mit Glasdeckel. In der Pfanne 175 Milliliter Wasser zusammen mit 4 Esslöffeln Öl erhitzen. Etwa 2 Teelöffel Salz gleichmäßig in die Pfanne streuen. 9 Dampfnudeln mit etwas Abstand hineinsetzen.

Jetzt kommt der Deckel drauf. Zugedeckt garen die Dampfnudeln bei schwacher Hitze etwa 15 Minuten. In den letzten 5 Minuten kann man mit der Temperatur nach oben gehen. Die Dampfnudeln sind fertig, wenn alle Flüssigkeit verdampft ist. Der Deckel bleibt während des gesamten Garprozesses geschlossen. Die übrigen Dampfnudeln genauso zubereiten.

Wenn man den Deckel zu früh weg nimmt und es tropft Wasser auf die Dampfnudeln, werden sie unansehnlich. Oma hat das früher nach Gefühl gemacht – und hatte ein Geschirrtuch um den Deckel gewickelt. Ich bin froh, dass es Glasdeckel gibt.

Dazu passt hervorragend eine Pfälzer „Grumbeersupp“ (Kartoffelsuppe), aber auch mit Vanille- oder Weinsauce sind die Dampfnudeln sehr lecker.