Archiv der Kategorie: Salate

Gut vorbereitet: Salate im Glas

Einen Salat wollte ich machen für die Blogparade der lieben Saskia von Makeitsweet.de – leider ist die Sache ein bisschen eskaliert. Aber der Reihe nach. Ich wollte schon immer mal Salate im Glas ausprobieren, ist nichts furchtbar Neues mehr, aber weil ich mir immer wieder vornehme, Mahlzeiten fürs Büro vorzubereiten, stehen Salate im Glas schon lange auf der „Muss-ich-unbedingt-demnächst-ausprobieren“-Liste.

Wie das dann so ist: Demnächst kommt nie und es gibt ja noch tausend andere Dinge zu entdecken. Dann der Post von Saskia und ihr Blogparaden-Vorhaben. Ein Fingerzeig des Schicksals: Ran an den Salat! Bis 26. Februar ist Zeit. Erstmal schön prokrastiniert. Ist ja noch laaange hin. In aaaaller Ruhe überlegt, welcher Salat es denn sein darf. Welcher der Salate, die ich gerne mag, eignet sich wohl am besten für ein meal prep und den Transport im Glas? Am Ende dann die Erkenntnis: Einer wird niemals genug sein! Und natürlich werde ich auf den letzten Drücker an dieser Blogparade teilnehmen. Alles wie immer.

Blattsalate mit Gorgonzola, Birne und Walnüssen

Bitte seid mir nicht böse, wenn ich heute keine exakten Rezepte für Euch habe, aber es kommt alles auch ein bisschen auf die Größe des Glases an, in das Ihr schichtet. Und auf Euren persönlichen Geschmack. Grundsätzlich lässt sich jeder Salat in ein Glas packen. Die Idee ist so einfach, wie genial. Wichtig ist die Reihenfolge, in der man die verschiedenen Komponenten schichtet.

Ganz nach unten kommt das Dressing. Die restliche Reihenfolge richtet sich nach dem Gewicht der Zutaten: Zuerst kommen  Nudeln, Kartoffeln, Reis, Couscous oder Bulgur sowie grob geschnittene Zutaten wie Käse, Tofu, Thunfisch oder Hähnchen. Als nächstes dann gehackte Nüsse, geröstete Samen oder frische Beeren. Auch anderes Obst passt super! Damit die Optik noch hübscher wird, kann man auch einzelne Schichten aus Salatblättern einbauen, um die restliche Zutaten voneinander zu trennen. Oben drauf kommen dann die restlichen Blattsalate sowie leckere frische Kräuter. Dann Deckel zu und bis zur Verwendung kühl stellen.

Nudelsalat mit Kichererbsen und Thunfisch im Glas

Salat mit Gorgonzola, Birne und Walnüssen

Diesen Salat habe ich vor vielen, vor sehr vielen Jahren mit meinem Mann in einem Restaurant in Paris gegessen. Seitdem gibt es den bei uns regelmäßig – und das, obwohl ich kein großer Gorgonzola-Fan bin. Der schmeckt mir eigentlich zu streng, aber in der Kombination mit Blattsalaten und der fruchtigen Birne mag ich das sehr gerne. Und ich übertreibe bei der Gorgonzola-Menge nie.

Als erstes kommt das Dressing ins Glas. Ich habe mein Standarddressing aus Essig, Olivenöl, Salz, Pfeffer und Senf zusammengerührt. Dann komme in Würfel geschnittener Gorgonzola, geviertelte Cocktailtomaten, Birnenwürfel, gehackte Walnüsse und Blattsalate ins Glas. Zuschrauben, kalt stellen und  mit zur Arbeit nehmen. So simpel, so lecker.

Leckere Salate im Glas: Nudelsalat mit Kichererbsen und Thunfisch

Kichererbsen-Nudelsalat mit Thunfisch

Trockene Kichererbsen über Nacht einweichen, dann zirka 35 Minuten kochen und abkühlen lassen. Nudeln abkochen, abschrecken, abkühlen lassen. Ein Dressing anrühren aus Mayonnaise, Essig, Salz, Curry und Cayennepfeffer. Das Dressing zuerst ins Glas geben, Dann Nudeln, Thunfisch, Cocktailtomaten, Kichererbsen und Kresse aufschichten. Gekochte Eier wären noch schön gewesen, aber das ist mir erst beim Essen aufgefallen. Lässt sich super am Abend vorbereiten, dann wandert der Salat in den Kühlschrank, mittags kräftig durchschütteln und schon ist das Essen fertig.

Spinatsalat mit Hähnchen und Mango

Hähnchen-Spinat-Mango-Salat

Hähnchenbrust oder Hähnchenfilets in Würfel schneiden und abbraten. Abwürzen und abkühlen lassen. Fürs Dressing nehme ich als Basis ein Mango-Smoothie. Den nach eigenem Geschmack mit Essig, Salz und Pfeffer würzen. Das Dressing ins Glas geben, dann die Hähnchenwürfel darauf geben. Mango in Würfel schneiden und aufschichten. Geröstete Pistazien schälen und dazu geben. Zuletzt kommen der Spinat und Granatapfelkerne dazu. Bisschen Kresse drauf und ab in den Kühlschrank damit!

Frische Früchtchen im Glas

Regenbogen-Obstsalat im Glas

Für den Nachtisch habe ich mich an einer fruchtigen Variante des Salates im Glas versucht. Simpler geht es wirklich nicht. Man nimmt einfach seine liebsten Früchte und schichtet sie in dekorativem Farbverlauf übereinander. Wer Joghurt oder Quark dazu möchte: Diese Zutaten kommen zuerst ins Glas. Erdbeeren, Heidelbeeren, Kiwis, Apfel, Orange, Banane, Mango, Granatapfelkerne, Ananas –  eignen sich alle für den fruchtigen Salat im Glas. Den werde ich im Sommer sicher mit an den See nehmen. Apropos Sommer: Dauert’s noch lange? 😉

Habt ein schönes Wochenende! Ich komme hoffentlich voller Inspiration vom Foodbloggercamp in Reutlingen zurück.

Liebe Grüße, Eure Conny

Obstsalat zum Mitnehmen

Rhabarber-Desaster

Rhabarber-Eistee

Erst war Bärlauch, diese Woche ist Rhabarber und wer für nächste Woche auf Spargel tippt, liegt vielleicht gar nicht mal so weit daneben. 🙂 Die fruchtig-sauren Rhabarberstangen gab’s früher direkt aus dem elterlichen Garten. Zubereitungsarten: Kuchen (mit Baiserhaube) oder Kompott. Also immer süß.

Mir war das zu langweilig, ich wollte Rhabarber gerne mal in einer anderen Kombination genießen. Und hab mich für einen Spargelsalat mit Rhabarber-Vinaigrette entschieden. Ich sag’s mal so: Das hat meiner Experimentierfreude einen argen Dämpfer verpasst.

Es gibt möglicherweise gute Gründe dafür, dass Rhabarber überwiegend in Getränken und Süßspeisen vorkommt. Besonders Leid tut mir das, weil ich den schönen (und derzeit auch noch sackteuren) Spargel damit verhunzt habe. Es war zwar nicht so, dass man’s nicht hätte essen können, aber lecker geht anders. Ich zeig Euch mal ein Bild, aber das Rezept erspare ich Euch. Zu Eurem eigenen Schutz!

Spargelsalat mit Rhabarber-Vinaigrette

Der Rhaperol Spritz gestern hat mich wieder ein bisschen versöhnt. Mit Getränken scheint’s besser zu laufen. Also habe ich mich an einem Rhabarber-Eistee versucht. Mir trommelt der Regen hier gerade zwar ein ordentliches Staccato aufs Dachfenster und es ist eigentlich kein Wetter für einen Refreshing Ice Cold Drink (die Aufschrift auf meinen neuen Limonadengläsern), aber es ist April. Vielleicht scheint gleich wieder die Sonne.

Den Eistee hab ich folgendermaßen gemacht:

  • 500 Gramm Rhabarber
  • 500 Milliliter Wasser
  • ein Stück Ingwer
  • Zucker oder Honig zum Süßen
  • 2 Beutel Hibiskustee
  • Eiswürfel
  • eine Bio-Zitrone
  • Minze

Den Rhabarber ungeschält in Stücke schneiden und mit dem Wasser zum Kochen bringen. Zirka 30 Minuten köcheln lassen bis der Rhabarber zerfällt. Von der Flamme nehmen und klein geschnittenen Ingwer und die Teebeutel zirka zehn Minuten darin ziehen lassen. Durch ein Haarsieb streichen und den Rhabarbersaft abkühlen lassen. Süßen nach Wunsch und dann mit Eiswürfeln, Zitronenscheiben und Minze in ein Glas geben. An einem warmen Tag – und jetzt ist viel Phantasie gefordert – sicher sehr erfrischend.

Um mir hier entrüstete Kommentare guter Freunde zu ersparen: Natürlich gibt’s auch eine Möglichkeit, dem Rhabarber-Eistee ein paar Umdrehungen zu verpassen. Einfach Wodka-Eiswürfel benutzen. Wichtig: Um den Wodka zum Gefrieren zu bringen, muss man ihn mit Wasser mischen. Sonst wird das nichts. Cheers!

Sehr lecker finde ich auch einen Rhabarber-Crumble. Die Kombination aus süß und fruchtig-sauer passt halt immer noch am besten. Den Crumble habe ich so gemacht:

  • 1 Kilo Rhabarber
  • 1 Esslöffel plus 100 Gramm Zucker
  • 100 Gramm Butter plus Fett zum Ausbuttern der Auflaufform
  • 150 Gramm Mehl
  • 1 Teelöffel Zimt

Den Rhabarber habe ich dieses Mal geschält, in Stücke geschnitten und mit einem Esslöffel Zucker zehn Minuten lang in einem Topf gedünstet. Dann kommt er in die gefettete Auflaufform. Aus den restlichen Zutaten die Streusel herstellen und auf den Rhabarber geben. Alles kommt bei 180 Grad 30 Minuten in den Ofen; die Streusel sollten goldbraun sein. Schmeckt besonders lecker mit Vanilleeis. Haut rein!

Rhabarber-Crumble