Archiv der Kategorie: Sweets

Make Galgant great again

Foodbloggercamp in Reutlingen im Februar. Es gibt eine Goodie Bag. Natürlich. Und was ist unter anderem drin? Ein Tütchen Galgant. In Bioqualität von Sponsor Lebensbaum zur Verfügung gestellt. Äh, toll? Danke.

Aber was zum Teufel macht man mit Galgant? Die kleine Schwester des Ingwer gehört eigentlich in die thailändische Küche. Nicht gerade meine Kernkompetenz. Aber was man mit Ingwer machen kann, müsste doch auch mit Galgant funktionieren. Einen Versuch war mir das Wert. Ganz im Sinne der Herausforderung, die Verena hier ausgesprochen hat: Make Galgant great again.

Leckerer Schokoflan mit Galgant; das Rezept jetzt auf Mein wunderbares Chaos

Galgant war nämlich schon mal ein Star in der europäischen Küche , hat aber seit Ende des Mittelalters immer mehr an Bedeutung verloren. Für Hildegard von Bingen war Galgant das „Gewürz des Lebens“. Erlebt Galgant also ein Comeback als das neue Trendgewürz? Möglich wäre das. Immerhin haben 60 Foodblogger jetzt jeweils ein Tütchen davon in ihrem Gewürzschrank stehen. Und: Wegschmeißen ist nicht. Foodie-Ehre und so.

Vom Aroma her präsentiert sich das Gewürz  leicht zitronig,  pfeffrig, zugleich frisch und ein kleines bisschen scharf. Geradezu prädestintiert für die Kombi mit dunkler Schokolade. Und das habe ich dann auch mutig gewagt. Mein Schokoflan mit Galgant schmeckt wirklich ziemlich lecker. Allerdings habe ich nur ein halbes Teelöffelchen Galgant gebraucht. Die Tüte ist also nach wie vor gut gefüllt. Ich brauche mehr Galgant-Ideen!

Make Galgant great again auf Mein wunderbares Chaos

Galgant oder auch Galangal ist die Wurzel eines Ingwergewächses und kommt ursprünglich aus Südostasien. Galgant gilt als appetitanregend und unterstützend bei der Behandlung von Erkältungskrankheiten und Fieber. Hildegard von Bingen hat ihn in Wein gemischt. Es  lassen sich wohl auch Kräuterliköre und Lebkuchen damit verfeinern.

Drucken

Schokoladenflan mit Galgant

Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 2 Stunden
Arbeitszeit 2 Stunden 20 Minuten
Portionen 4 Personen

Zutaten

  • 100 Gramm Zartbitterschokolade
  • 120 Milliliter Milch
  • 70 Gramm Zucker
  • 300 Milliliter Schlagsahne
  • 1/2 TL Galgant
  • 6 Eigelb
  • kochendes Wasser

Für die Deko

  • 50 Gramm Zartbitterschokolade
  • 2 TL Kakao

Anleitungen

  1. Schokolade zerbrechen und in heißer Milch zusammen mit dem Zucker schmelzen. Abkühlen lassen.

  2. Den Backofen auf 100 Grad vorheizen. Die Schoko-Milch, Sahne, Eigelb und Galgant verrühren. In 4 flache Schälchen gießen.
  3. Fettpfanne in den Backofen schieben und die gefüllten Schälchen hinein stellen. So viel kochendes Wasser in die Fettpfanne gießen, dass die Schälchen mindestens zur Hälfte im Wasser stehen. Im Ofen etwa zwei Stunden lang fest werden lassen. Ein Flan soll langsam stocken. Schälchen herausnehmen und abkühlen lassen.

  4. Für die Deko die Schokolade grob raspeln. Ich nehme dazu gerne einen Sparschäler. Über den Flan streuen und mit Kakao bestäuben. Guten Appetit!

Make Galgant great again; Rezept auf Mein wunderbares Chaos

Also, wer ist dabei und hilft, aus Galgant den nächsten heißen Scheiß zu machen? Lasst Euch was einfallen und unterstützt mich mit Euren Galgant-Ideen in den Kommentaren! Ach, Galgant, 2017 wird Dein Jahr!

Herzliche Chaos-Grüße,
Eure Conny

Ein zarter Hauch von Waffel

Ich weiß, ich weiß: Ihr fastet alle auf Zucker und Schokolade und jetzt komme ich mit meinen Bildern und Rezepten daher und mache Euch das Fasten schwer. Es tut mir Leid! Ehrlich. Aber ich faste heuer nicht.

2017 war bis jetzt für mich so ein aufregendes Jahr mit vielen neuen Herausforderungen und Erfahrungen, ich fühle mich einfach zur Zeit nicht geerdet genug für den Verzicht. Stattdessen versuche ich, mir in meiner knapp bemessenen Zeit etwas zu gönnen, wie zum Beispiel diese Bricelets mit Schokosahne.

Ein zarter Hauch von Waffel bei Mein wunderbares Chaos

Bricelet, auf deutsch Bretzeli, sind eine Feingebäckspezialität aus der Schweiz. Der Teig wird hauchdünn auf einem Bretzeli-Eisen ausgebacken und ist – ähnlich wie Hippen – nach dem Backen noch kurz formbar. Und ähnlich wie beim Formen von Hippenteig oder beim Selbermachen von Glückskeksen verbrennt man sich dabei ganz trefflich die Fingerspitzen. Was vor allem dann doof ist, wenn man anschließend gleich einen Blogbeitrag tippen will – das aber nur als kleine Bemerkung am Rande.

Bricelets sind wahnsinnig lecker, ein Hauch von nichts (natürlich nicht unter Kaloriengesichtspunkten betrachtet), richtig schön knusprig und damit zerbrechlich. „Friable comme du bricelet“ heißt ein Sprichwort in der französischen Schweiz. „Zerbrechlich wie ein Bretzeli“ eben.

Die ältesten schriftliche Belege für den Hauch von einer Waffel stammen aus den Klosterküchen, denn das Bretzeli-Eisen ist das weltliche Gegenstück zum religiösen Hostien-Eisen. In Süddeutschland und im Alpenraum war das Backeisen für Waffeln und Bretzeli lange der adligen und bürgerlichen Küche vorbehalten und hatte dort seine Blütezeit vom 14. bis zum 16. Jahrhundert.  In den meisten Museen der Schweiz finden sich Backeisen, die ältesten aus dem 16. Jahrhundert. Die älteste Erwähnung eines „fer à bricelets“ findet sich in der Westschweiz 1552 im „Glossaire des Patois de la Suisse romande“ beschrieben.

Meines ist unwesentlich jünger, stammt von Tefal und ich möchte es hier ausdrücklich loben. Ich hätte mir vermutlich kein eigenes Bricelets-Eisen gekauft, dafür macht man die zerbrechlichen kalorienhaltigen kleinen Biester einfach viel zu selten. Aber ich habe mich vor etwa einem halben Jahr für ein neues „Kombigerät“ entschieden. Dank auswechselbarer Platten kann ich damit belgische Waffeln, Sandwichs, Panini und eben auch Bricelets machen. (Und in absehbarer Zeit vielleicht auch Donuts. :))

Ein zarter Hauch von Waffel bei Mein wunderbares Chaos

Das Schöne an den Bricelets: Man kann sie sowohl süß als auch salzig machen. Für die deftigere Variante kommen Käse, Aceto di Modena, Paprika oder Kümmel in die Waffeln. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Varianten wunderbar zum Aperitif oder am Abend zum Weinchen auf der Terrasse passen und werde das demnächst mit Sicherheit mal ausprobieren.

Für den Anfang habe ich es allerdings mal mit dieser süßen Variante versucht. Und die war gar nicht so übel.

Für den Teig braucht man:

  • 250 Milliliter Sahne
  • 170 Milliliter Weißwein
  • 150 Gramm Zucker
  • 220 Gramm Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 2 Esslöffel Kirschlikör

Für die Füllung braucht man:

  • 2 Becher Sahne
  • 100 Gramm Schokolade

Ein zarter Hauch von Waffel bei Mein wunderbares Chaos

Und so wird’s gemacht:

Sahne, Weißwein und Zucker so lange miteinander verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mehl und Salz untermischen. Den Teig 2 Stunden zugedeckt ruhen lassen. Dann den Kirschlikör unterrühren. Das Bricelet-Eisen erhitzen und zirka 1 Esslöffel Teig pro Bricelet hineingeben. 2 bis 3 Minuten backen. Die noch heißen Bricelets um den Stiel eines Kochlöffels wickeln und abkühlen lassen.

Für die Füllung die Sahne erhitzen und die Schokolade darin schmelzen lassen. Den Sahne-Schokoladen-Mix abkühlen lassen. Im Kühlschrank richtig runterkühlen und dann mit dem Mixer steif schlagen. In einen Spritzbeutel füllen und vorsichtig von beiden Seiten in die Waffelröllchen spritzen.

Die ausgekühlten und noch nicht gefüllten Bretzeli lassen sich auch sehr gut in Blechdosen aufbewahren und bleiben darin lange knusprig. Also theoretisch. Also sie könnten frisch bleiben, wenn sie lange genug überleben würden. Ach, Ihr wisst schon, was ich meine!

In diesem Sinne! Habt noch einen wunderbaren Restsonntag, Ihr Lieben!

Bussi!
Conny

 

Make Valentinstag great again!

Na, habt Ihr’s schon gemerkt? Heute ist Valentinstag. Selbst, wenn man das wollte, käme man wohl an diesem Tag der Verliebten nicht (mehr) vorbei. Ich stelle hier mal schnell ein paar Selbstverständlichkeiten fest: Leute, wenn Ihr nicht den richtigen Partner an Eurer Seite habt, dann ist das auch am 14. Februar ziemlich kacke! Und wenn Ihr einen Partner habt, der nur einmal im Jahr aufmerksam ist, dann auch.

Das gilt natürlich auch für Euch! Zeigt Eurem Mann/Eurer Frau täglich, wie viel Euch an ihm/ihr liegt. Nicht mit teuren Geschenken, sondern mit kleinen Aufmerksamkeiten, die beweisen, dass Ihr zuhört.  Wenn man das alles macht, dann dürfen es auch rote Rosen zum Valentinstag sein – und überhaupt das komplette Kitsch-Programm. Bei uns geht – wer hätte das gedacht – auch zum Valentinstag die Liebe durch den Magen. Und genauso wie diese rosarote Pärcheneuphorie wird es süß und klebrig. Sorry, ich bin der vermutlich unromantischste Mensch auf der ganzen weiten Welt…

Popcorn mit weißer Schokolade und Herzchen zum Valentinstag

Valentinstag-Popcorn

Filmabend im Chaosheim – und dazu gibt es diese Valentinsversion von Popcorn. Dazu einfach Popcorn zubereiten, weiße Schokolade schmelzen – in der Mikrowelle oder im Wasserbad – in einer großen Schüssel übers Popcorn geben und Herzchen, Liebesperlen und Zuckerstreusel darüber streuen. Vorsichtig miteinander vermengen und auf einen Bogen Backpapier zum Trocknen geben. Wenn es kalt ist, in Stücke zerteilen. Eignet sich auch gut als Geschenk an liebe Menschen. Dazu einfach in ein Zellophan-Tütchen packen.

Valentinstag: Wenn Brownie zu Herzen werden

Brownie-Herzen

Valentinstag ist, wenn sogar die Brownies eine Herzchenform kriegen! Brownies backen, abkühlen lassen und große und kleine Herzchen ausstechen. Aus den Teigresten will ich die Tage Granatsplitter machen. Man kann sie aber auch einfach zu Kugeln formen und in Kakaopulver wälzen.

Das braucht man dafür:

  • 170 Gramm plus 50 Gramm Zartbitter-Schokolade
  • 50 Gramm Vollmilch-Schokolade
  • 225 Gramm Butter
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • 160 Gramm brauner Zucker
  • 4 Eier
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 180 Gramm Mehl
  • Puderzucker zum Bestäuben

Und so habe ich es gemacht:

Die 170 Gramm Zartbitter mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Die restliche Schokolade grob hacken. Die Eier mit Zucker, Salz und Vanillezucker weißschaumig aufschlagen, die abgekühlte Schoko-Butter-Mischung unterschlagen, das Mehl und ganz am Schluss die gehackte Schokolade unterheben. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Brownie- oder Auflaufform geben und etwa 30 Minuten backen. Der Teig darf in der Mitte noch feucht sein. Abkühlen lassen und Herzen ausstechen. Mit Puderzucker bestäuben

Liebe geht nun mal durch den Magen: Brownies-Herzen

Liebestrank mit Granatapfel

Bereits Eva soll Adam einen Granatapfel überreicht und damit den Sündenfall provoziert haben. Und in der griechischen Sage sind die Früchte des Granatapfelbaums Symbole der Göttin Aphrodite. Damit unser Adam nicht gleich merkt, was ihm blüht, verpacken wir die Granatapfelkerne in einem leckeren Liebestrank.

Das braucht man dafür:

  • Gin
  • Granatapfelsaft
  • Eiswürfel
  • Granatapfelkerne
  • Tonic
  • Limette
  • Minzzweige

Liebestrank zum Valentinstag

Und so habe ich es gemacht:

6 cl Gin mit 50 Millilitern Granatapfelsaft auf Eis in den Shaker geben und dort miteinander mischen. Auf zwei mit Eiswürfel gefüllte Tumbler verteilen. Granatapfelkerne nach eigenem Gusto und eine Scheibe Limette zugeben. Mit Tonic Water auffüllen und mit einem Minzzweig zieren. Cheers!

Habt einen wunderschönen Valentinstag da draußen!

Verliebte Grüße – und ganz viele Herzchen
Conny

Liebestrank mit Granatapfel zum Valentinstag