Zu Gast bei der Kenwood Küchenparty in Stuttgart

Ein wunderbarer Kochabend mit Fremden

Ich hatte eigentlich schon vergessen, dass ich mich irgendwann vor ein paar Monaten dafür beworben habe. Umso größer war die Freude, als die Email von Johannes Guggenberger kam. Johannes betreibt den Blog Stuttgart Cooking und ist einer der Gastgeber für Kenwood Küchenpartys.

Zum Jahresanfang kam seine Nachricht, die in Kurzform lautete: „Conny, Du bist bei der nächsten Küchenparty dabei. Sei am 18. Januar abends in Stuttgart. Wir machen tolle Desserts.“ Ich wertete das gleich mal als sehr gutes Omen für 2017 und hab mich wahnsinnig über die Nachricht und auf den Abend gefreut. Mit netten Leuten gemeinsam kochen – und dann auch noch Desserts! Was gibt es Besseres? Ich habe da nämlich diese klitzekleine Schwäche für Süßes…

Johannes Guggenberger von Stuttgart Cooking lud zur Kenwood Küchenparty

Was ist eine Kenwood Küchenparty?

Bei der Kenwood Küchenparty steht die Kenwood Cooking Chef – eine monströse Küchenmaschine mit wahnsinnig vielen Funktionen – im Mittelpunkt. Sie ist quasi der Star des Abends. Sechs Monate lang wird einmal im Monat in acht Städten ein Motto-Kochabend veranstaltet, bei dem diese Maschine zum Einsatz kommt.

Gastgeber sind Blogger, in Stuttgart ist das Johannes, zusammen mit seiner Freundin Angi, einer wundervollen Fotografin (Bilderschön Ludwigsburg). Auf der Kenwood-Website kann man sich bewerben, als einer von sechs Gästen an der Küchenparty teilzunehmen. Und „teilnehmen“ bedeutet in dem Fall eben nicht nur, dass man mitessen kann, sondern man darf und muss auch mithelfen. Jeden Monat wird von einer Jury ein Gewinnerteam gekürt und das Gewinnerteam darf am Ende mit Johann Lafer kochen.

Tolle Atmosphäre bei der Kenwood Küchenparty in Stuttgart - und gekocht wurde auch!

Angi und Johannes haben uns sehr herzlich in ihrem Heim in Stuttgart-Stammheim begrüßt. Der Tisch war schon gedeckt, Aperitif und Brot mit deftigem Aufstrich standen bereit. Letzterer war auch dringend nötig, um irgendwann zwischendrin unsere Gaumen zu neutralisieren. Ich will nicht vorgreifen: Aber so ein Abend nur mit Desserts: Wir sind ganz dicht am Zuckerschock vorbeigeschrammt, aber im allerpositivsten Sinne!

Die Chemie mit den anderen Teilnehmern – beziehungsweise dem anderen Teilnehmer und vier weiteren Teilnehmerinnen – hat sofort gestimmt. Wir hatten einen Mordsspaß, das Team war ganz bezaubernd, alle haben sich eingebracht, es wurde viel gelacht, und das gemeinsame Kochen wurde zum ganz großen Vergnügen. Es war so spannend, mit einem bunten Mix fremder Menschen gemeinsam zu kochen und dabei voneinander zu lernen und sich inspirieren zu lassen!

Tolle Stimmung bei der Kenwood Küchenparty in Stuttgart

Der Höhepunkt war es dann, sich bei einem schönen Weißwein die Früchte unserer Arbeit schmecken zu lassen. Adrian avancierte noch schnell zum Model für Foodfotografie, weil Johannes ihm spontan die schmelzenden Dessertreste – ja, die gab es, wir konnten irgendwann nichts Süßes mehr – im Rührbecher in die Hand drückte und ihn bat, den Becher anzusetzen.

Das ist jetzt schwer zu beschreiben. Ganz kurz: Es war eine Riesen-Sauerei, wahnsinnig lustig und die Fotos, die Johannes und Angi davon gemacht haben, sind Hammer. Am Ende des schönen Abends gab es dicke Umarmungen für alle und ein bisschen Trauer darüber, dass die gemeinsame Zeit so schnell verflogen war. Dass ein Abend, an dem man sich mit völlig Fremden trifft, um gemeinsam zu kochen, so wundervoll werden kann!

Tolle Stimmung bei der Kenwood Küchenparty in Stuttgart

Erleichtert war ich darüber, dass ich zu keiner Zeit das Gefühl hatte, hier will mir jemand eine Küchenmaschine verkaufen. Natürlich haben wir viel mit dem Cooking Chef gearbeitet und das Maschinchen kann auch ordentlich was: rühren, kneten, bis 140 Grad kochen, umrühren, zerkleinern, mixen, wolfen. Verrückt.

Für den Zwei-Personen-Haushalt, der wir nun mal nur noch sind, macht die Anschaffung – immerhin so um die 1.400 Euro – aus meiner Sicht aber keinen Sinn. Ich wüsste nicht mal, wohin mit all dem Zubehör. Außerdem stehe ich sehr darauf, in Töpfen und Pfannen zu rühren. Alles einfach in diese Zaubermaschine zu geben und auf den Knopf zu drücken, da würde mir etwas Wichtiges fehlen. Entschuldigung, Kenwood!

Alle hatten viel Spaß bei der Kenwood Küchenparty in Stuttgart.

Als Themen stehen in dieser Partysaison übrigens noch Risotto und Low Carb auf der Liste. Bewerben kann man sich hier.

Und damit’s hier jetzt auch noch ein bisschen ums Kochen geht, gibt es die Rezepte, nach denen wir die Zwetschgen-Knödel mit Hefezopf-Vanille-Bröseln und das Tonkabohneneis mit heißen Gin-Himbeeren gemacht haben. Hab ich schon erwähnt, dass alles wahnsinnig lecker war? Und süß, süß war es auch.

Tonkabohneneis mit heißen Gin-Himbeeren bei der Kenwood Küchenparty in Stuttgart

„Heiße Liebe“ – mal anders

Und das braucht man:

  • 500 Gramm frische Sahne
  • 2 Tonkabohnen
  • 6 Eigelb
  • 100 Gramm Zucker
  • eine Eismaschine
  • 300 Gramm TK-Himbeeren
  • 1/8 Liter Himbeersirup
  • etwas Puderzucker
  • etwas Speisestärke
  • Gin

Und so haben wir’s gemacht:

Sahne in einem größeren Topf aufkochen lassen. Die Hitze zurücknehmen und langsam auf zwei Drittel der Flüssigkeit einkochen lassen. Vom Feuer nehmen, die Tonkabohnen fein reiben und in die Sahne geben. Das Zerkleinern geht natürlich mit dem Cooking Chef, aber auch sehr gut mit einer Muskatreibe.

Das Aufschlagen der Eimasse funktioniert im Cooking Chef ganz wunderbar, nämlich bei 80 Grad mit dem Kochrührelement. Alle, die keinen haben, brauchen ein Wasserbad: Die Eigelbe mit dem Zucker (überm Wasserbad) dickschaumig aufschlagen. Die abgeseihte Sahne erhitzen, aber nicht mehr kochen lassen und heiß nach und nach in die Eigelbmasse rühren. Die Creme zur Rose abziehen, das heißt, so lange gleichzeitig rühren und vorsichtig erhitzen, bis sich beim Pusten auf die Creme auf einem Holzlöffel eine Rose zeigt, naja eigentlich zeigen sich „Wellen“, aber „Rose“ klingt doch viel hübscher.

Eventuell noch etwas nachsüßen. Die Masse etwas auskühlen lassen und anschließend in die Eismaschine geben. Je nach Eismaschine dauert es zwischen 20 und 60 Minuten, bis das Eis fertig ist. Auch für den Cooking Chef gibt es einen Eisbereiteraufsatz, den man allerdings vorkühlen muss.

Für die Gin-Himbeeren etwas Speisestärke mit einem oder zwei Löffeln vom kalten Sirup glattrühren. In einem heißen Topf etwas Puderzucker karamellisieren, mit dem Himbeersirup ablöschen und mit der angerührten Speisestärke eine Bindung geben. Kurz aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren und die gefrorenen Himbeeren hinzufügen. Noch einmal aufkochen und den Topf vom Feuer nehmen. Zum Schluss Gin nach Geschmack unterrühren.

Der Star des Abends: der Kenwood Cooking Chef

Zwetschgenknödel mit Hefezopf-Vanille-Brösel

Dafür  braucht man:

  • 100 Gramm Hartweizen-Grieß
  • 500 Gramm mehlig kochende Kartoffeln
  • 2 Eigelb
  • 100 Gramm Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 5 Zwetschgen
  • 5 Stück Würfelzucker
  • 130 Gramm Butter
  • 80 Gramm Zucker
  • 80 Gramm Hefezopf-Brösel
  • 1 Vanilleschote

Und so haben wir’s gemacht:

Kartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden. Im Dampfgarsieb des Cooking Chef oder im normalen Topf weich dämpfen. Die Kartoffeln abgießen und kurz ausdämpfen lassen, dann durch Kartoffel- oder Spätzlepresse in eine Schüssel pressen.

Mit Eigelb, Mehl, Grieß und Salz zu einem glatten, nicht zu klebrigen Teig verkneten. Die Zwetschgen mit einem Würfel Zucker füllen. Eine Portion Teig in der Hand flach drücken, eine gefüllte Zwetschge in die Mitte geben und den Teig drumherum schließen und zum Knödel formen. Das geht am besten mit angefeuchteten Händen. Die Knödel entweder im Dampfgarsieb des Cooking Chef in etwa 20 Minuten garen – oder einen Topf mit Wasser aufstellen, die Knödel im kochenden Wasser garziehen lassen. Sie kommen an die Oberfläche, wenn sie gar sind. Mit der Schaumkelle aus dem Wasser nehmen.

Butter und Zucker entweder in der Rührschüssel des Cooking Chef bei 140 Grad Intervallstufe 1 oder in einer Kasserolle schmelzen. Hefezopf-Brösel und Vanillemark zufügen und hellbraun anschwitzen. Den Knödel mit de Bröseln beträufeln und mit Puderzucker bestreut servieren.

Leckere Zwetschgenknödel mit Hefezopf-Butter-Bröseln bei der Kenwood Küchenparty in Stuttgart

Falls Ihr Lust habt, dann schaut Euch gerne auch mal die Fotos der Pros an: Unsere Galerie findet man auf der Kenwood-Seite genau hier. Und Daumen drücken, das wäre wirklich  nett von Euch.  Die Desserts der anderen Gruppen sehen zwar auch sehr lecker aus, aber den Gruppensieg,  den würde ich uns schon wünschen!

Hoffnungsvolle Grüße
Eure Conny

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