Mein wunderbares Paris - Mein wunderbares Chaos

Mein wunderbares Paris

Ich bin in Paris! Zum Glück nicht zum ersten Mal. Denn weil ich hier das komplette Sehenswürdigkeitenprogramm schon vor langer Zeit abgearbeitet habe, kann ich mir jetzt jede Menge Zeit nehmen, die Stadt mit allen Sinnen zu genießen. Und wenn ein Ort das verdient hat, dann mein wunderbares Paris.

Mein wunderbares Paris: der Eiffelturm - Mein wunderbares Chaos

Mein wunderbares Paris: die Oper - Mein wunderbares Chaos

Mein wunderbares Paris: die Metro - Mein wunderbares Chaos

Mein wunderbares Paris ist so viel mehr als Eiffelturm erklimmen, Notre Dame besuchen oder die Champs Elysée entlang marschieren. Obelisk, Arc de Triomphe, der Friedhof Père Lachaise  – alles schön, brauche ich dieses Mal aber nicht mehr. Stattdessen will ich Paris mit jeder Pore atmen, unbedingt mittags schon Wein trinken und mich an der Stadt und all den Menschen hier ergötzen.

Unsere Unterkunft bei Brigitte habe ich über Airbnb hier gebucht. Hier, im 12. Arrondissement, können wir uns schon mal fühlen wie Pariser. Das 12. Arrondissement ist gewiss kein Touristenviertel. Wir wohnen ganz nah am Parc Montsouris, in dem wir tatsächlich sehr viel mehr Zeit verbringen als ursprünglich geplant. Die Sonne scheint und hier kann man ganz vortrefflich den Pariser in seinem natürlichen Lebensraum beobachten.

Mein wunderbares Paris: die Unterkunft - Mein wunderbares Chaos

Mein wunderbares Paris: die Unterkunft - Mein wunderbares Chaos

Mein wunderbares Paris: die Unterkunft - Mein wunderbares Chaos

Die Unterkunft

Die Wohnung von Brigitte könnte französischer gar nicht sein: Stuck an den hohen Decken, Kamine in jedem Zimmer, Parkett auf dem Fußboden, alle Leitungen liegen auf Putz. vor jedem Fenster hängen üppig blühende Blumenkästen. Hier hat eine echte Blumenfreundin Hand angelegt: Überall stehen getrocknete Blüten in Vasen; an den Wänden hängen Blumenbilder und Blechschilder. Auf den allermeisten freien Flächen stapeln sich Zeitschriften. Es geht ums Essen, ums schöne Wohnen, aber eben auch ums Gärtnern.

Paris ist ein Paradies für Foodies – selbst an einem Sonntag. Überall kann man Lebensmittel und wunderbare Kuchen einkaufen, Bistros und Brasserien gibt es an jedem Eck. Mit Restauranttipps aus dem Netz oder aus Reiseführern wäre ich lieber vorsichtig. Es ist wie überall: Was gestern gut war, muss nicht automatisch auch morgen noch gut sein. Besser man sucht vor Ort Rat bei Einheimischen. Oder vertraut seinen Instinkten. Unter Umständen will man ja auch nicht quer durch die ganze Stadt fahren, um in das Viertel zu gelangen, in dem ein empfohlenes Restaurant liegt.

Mein wunderbares Paris - Mein wunderbares Chaos

Mein wunderbares Paris: die Metro - Mein wunderbares Chaos

Mein wunderbares Paris: Montmartre - Mein wunderbares Chaos

Das Essen

Ich mag es, dass man mittags entweder ein Menü für günstiges Geld essen kann oder nach der Formel (formule) Vorspeise und Hauptgang (entrée + plat) oder Hauptgang und Dessert (plat + dessert). Eher durch Zufall landen wir im Au Fauxbourg, ganz in der Nähe des Gare du Nord, wo wir unser Gepäck bis zum Check in bei Brigitte zwischenlagern.  Wir fühlen uns hier sehr wohl und essen ausgesprochen lecker. Mit einer Empfehlung von Brigittes Ehemann machen wir ebenfalls allerbeste Erfahrungen, zumal das Bistro in unserer unmittelbaren Nachbarschaft liegt: Le Chinchin.

Ebenfalls empfohlen wurde uns das Paul Bert, wo wir es dieses Mal aber nicht hingeschafft haben. Überhaupt haben wir uns noch ein paar Sachen für einen nächsten Besuch aufgehoben. Auch zum Falafel-Essen im Marais sind wir dieses Mal leider nicht gekommen. Angeblich tobt im jüdischen Viertel ein erbitterter Kampf um die Frage, wer die besten Kichererbsen-Bällchen serviert. Uns wurde das Mi-Va-Mi empfohlen – und nächstes Mal gehen wir da auch garantiert hin. Wir waren bei strahlendem Sonnenschein auf dem Dach der Galeries Lafayette und haben uns dort ein Fläschchen Weißwein gegönnt. Gegönnt deshalb, weil die Bar mit Lounge-Charakter wirklich alles andere als günstig ist. Dennoch: ein wunderbarer Ort.

Mein wunderbares Paris: die Oper - Mein wunderbares Chaos

Mein wunderbares Paris: auf dem Dach der Galeries Lafayette

Mein wunderbares Paris: auf dem Dach der Galeries Lafayette - Mein wunderbares Chaos

Paris mit dem Zug

Wir sind mit dem TGV von Straßburg nach Paris gekommen. Wer früh bucht, kann auch von Deutschland aus günstig an TGV-Tickets kommen. Wir haben uns allerdings spontan für diesen Kurztrip entschieden und dann ist die Fahrt innerhalb Frankreichs günstiger. Straßburg ist von uns aus eine gute Stunde Fahrt entfernt und in Kehl gibt es einen kostenlosen Park-and-Ride-Parkplatz direkt am Bahnhof. Wir haben das schon mal so gemacht, als wir mit dem TGV nach Marseille gefahren sind.

Für die Rückfahrt nutzen wir Ouigo, das sind TGV-Züge, die ausschließlich innerhalb Frankreichs eingesetzt werden. Weil an vielen Ecken gespart wird, können diese Fahrten besonders günstig angeboten werden. Mein Fazit: Ich möchte innerhalb Frankreichs nie wieder anders reisen!

Mein wunderbares Paris - Mein wunderbares Chaos

Mein wunderbares Paris: Ladurée - Mein wunderbares Chaos

Mein wunderbares Paris: Montmartre - Mein wunderbares Chaos

Mit Ouigo in Frankreich unterwegs

Zu Anfang war ich zwar skeptisch, weil im Netz Ouigo als „Reisen dritter Klasse“ bezeichnet wurde. Aber das ist Quatsch! Weil es bei der Hinfahrt mit dem TGV kaum einen Preisunterschied gemacht hat, habe ich uns in der ersten Klasse eingebucht. Was die Fahrt selbst angeht, so kann ich überhaupt keinen Unterschied erkennen! Es gab nicht weniger Beinfreiheit – bei meinem Mann mit seinen 2,03 Meter immer ein Argument. Es gibt kein Bordbistro bei Ouigo, haben wir aber für die nicht einmal zweistündige Reise auch nicht gebraucht und ein dreckiges Zugklo ist ein dreckiges Zugklo. Auch  wenn man ein erste Klasse-Ticket gezahlt hat.

Woran ich beim Buchen im Netz fast verzweifelt wäre: Man kann Ouigo nur buchen, wenn man eine französische Handynummer angibt. Versuch macht kluch, daher mein Tipp: einfach eine erfinden! Dann kann man zwar nicht mit E-Ticket reisen, aber es ist ja kein Problem, sich das Ticket auszudrucken.

Um Personal zu sparen, gibt es keine Fahrkartenkontrolleure im Zug, stattdessen darf nur aufs Gleis, wer eine halbe Stunde vor Abfahrt vor Ort ist und eincheckt. Erinnert ein bisschen ans Boarding am Flughafen. Handgepäck einer bestimmten Größe darf gratis mitgenommen werden, für weitere Gepäckstücke zahlt man pro Tasche oder Koffer 5 Euro. Wenn man online bucht. am Bahnhof selber angeblich 20 Euro – hat aber niemand so richtig kontrolliert. Strom kostet 2 Euro. Wifi ging auch auf der Hinfahrt nicht, ergo: schnurz.

Mein wunderbares Paris: der Eiffelturm - Mein wunderbares Chaos

Visite Paris – Métro, RER und Bus

Innerhalb der Stadt nutzen wir sehr gerne das aus meiner Sicht beste U-Bahn-System der Welt. Auch wer kein Französisch kann, kapiert intuitiv, wie das mit der Métro funzt. Zu unserer Wohnung kommen wir am besten mit dem RER, einer Schnellbahn, oder mit dem Bus. Mit unserem Visite-Paris-Mehrtagesticket können wir innerhalb der Zonen eins uns zwei alles fahren, aber die Nutzung der Busse funktioniert nicht ganz so intuitiv. Dafür sieht man aber richtig viel.  Auch die kleineren Montmartre-Busse darf man fahren.

Wichtig: Im Bus nicht die Tickets entwerten, sondern dem Fahrer vorzeigen. Entwertet man sie, funktionieren sie in der Métro nicht mehr. Überhaupt hatten wir beide jeweils einmal Ärger mit unserem Billet. Auch wenn im Gegensatz zu früher richtig viel Englisch gesprochen wird, finde ich es in solchen Fällen immer noch gut, wenn man sich mit ein paar Brocken Französisch verständigen kann. Die Karte wurde uns am Schalter dann immer ganz selbstverständlich gegen eine funktionierende eingetauscht.

In den nächsten Tagen will ich  Euch noch mitnehmen zu unserem Besuch im Musée des Arts Forains. Seid also gespannt!

Was wir auf unserer Tour „Market to Table“ mit der wunderbaren Eleonora Galasso erlebt haben, findet Ihr hier.

Herzlichst, 
Eure Chaos-Conny

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