Mini-Garten im Glas

Mini-Garten im Glas

 

Mini-Garten im GlasLust auf Frühling? Auf den Garten, die Terrasse, auf neue Pflanzen? Ich schon. Aber das Wetter macht mir derzeit noch ganz schön einen Strich durch die Rechnung. Regen. Immer dann, wenn ich Zeit hätte, mal etwas draußen zu werkeln. Also hab ich einen Abstecher zum Gartenmarkt gemacht und mir den Garten nach drinnen geholt.

Das Glas habe ich am Osterwochenende endlich mal mit zu mir nach Hause genommen. Das gehörte meiner Oma, die darin in den Siebzigern, vielleicht auch in den frühen Achtzigern schon Pflanzen sitzen hatte. Das war schon mal so ein Trend, kam dann aber wieder völlig aus der Mode. Und der zu groß geratene Cognacschwenker landete im elterlichen Keller.

Der Fuß war blau. Blaues Glas – ist jetzt auch seit 1989 nicht mehr so meins. Also habe ich da kurzerhand schwarz drüber gestrichen. Dauerte keine 2 Minuten, „Nasen“ inklusive. Im Gartenmarkt habe ich mich mit Sukkulenten versorgt. Ich bin jetzt nicht so der Pflanzenspezialist, aber ich denke, es wird nicht falsch gewesen sein, darauf zu achten, dass die Pflanzen ähnliche Ansprüche an die Bewässerung stellen.

Wenn das Glas einen Deckel hat, dann hat man ein geschlossenes System und muss überhaupt nur am Anfang gießen. Ich gehe mal davon aus, dass ich durch meine schmale Öffnung auch nur sehr selten gießen muss, Sukkulenten speichern ja freundlicherweise und brauchen dann nicht mehr so viel.

Ich habe schwarze Erde besorgt (das klingt doch jetzt viel besser als Graberde, oder?), die Pflanzen eingesetzt, die Erde mit Moos und Kieselsteinen zugedeckt und noch Baumrinde mit Moos mit reingegeben. Ob der Wenig-Gießen-Plan und das Moos sich gut vertragen, bleibt noch abzuwarten.

Ich wollte unbedingt noch eine Figur mit ins Glas geben und bin um die Bonsai rumgeschlichen, weil ich ursprünglich eher etwas asiatisch Angehauchtes im Auge hatte. Die Figuren waren allerdings alle zu groß. Und dann hab ich den Verkaufsständer mit den Schleich-Tieren gefunden. Was soll ich sagen? Es war Liebe auf den ersten Blick. Da zahlt man gerne auch mal schlappe fünf Euro für einen klitzekleinen Flamingo aus Plastik…

Ich finde, er ist das i-Tüpfelchen auf meinem Mini-Garten im Glas. Außerdem finde ich es schön, dass das Glas meiner Oma via Upcycling noch mal zu neuen Ehren gelangt. Ich glaube, sie würde sich freuen. Auch wenn sie bestimmt Efeu reingesetzt hätte…

Übrigens: Für jemanden mit meiner fotografischen Vorbildung war es selbstverständlich ein Leichtes, das sich spiegelnde Glas zu fotografieren. (Seien Sie froh, dass Sie nicht dabei sein mussten!) All jenen, die vielleicht doch eine Spiegelung von mir im Bademantel im Glas entdecken können: Sind Sie sicher, dass Sie nicht vielleicht ein bisschen überarbeitet sind? Da gaukeln einem die Augen ja so einiges vor…

Mini-Garten1

3 Gedanken zu „Mini-Garten im Glas“

  1. Wenn du mal den Trick rauchst ohne „Nasen“ unzusprühen, verrate ihn mit bitte, bitte, bitte..
    Sehr schön das Glas… Und erst mit dem Flamingo perfekt
    Liebe Grüße

    1. Ich finde übrigens, dass die Nasen allem, was ich so mit Farbe besprühe und bepinsele, erst diesen Hauch von Individualität verleihen. Perfektion ist doch irgendwie eher langweilig…

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