Modernste Technik trifft im Edeka-Fleischwerk auf traditionelle Metzgerskunst

Nach allen Regeln der Metzgerskunst

Die liebe Nadine von dip..t..seren(ity) hat für uns eine Besichtigung des noch relativ neuen Fleischwerks der Edeka Südwest in Rheinstetten organisiert. Trotz großen Interesses: Am Freitag morgen um 10 Uhr ist das Häufchen Foodblogger, das sich unter der Aufsicht von Sigrun Schäfer, die uns gleich durch das Fleischwerk führen wird, in eine Mischung aus Teletubbies und Tatortreiniger verwandelt, eher überschaubar.

Gut für die, die sich die Zeit genommen haben, denn Sigrun Schäfer kann mit uns Vieren natürlich viel näher ans Geschehen als sie das mit einer größeren Gruppe könnte. Zuerst aber müssen wir unseren Schmuck abnehmen, die Kamera- und Handtaschen gleich wieder ins Auto bringen und jedes Härchen und jedes Fitzelchen Straßenkleidung unter weißer Vlieskleidung verstecken. Dann geht’s los. Mit ansteckender Begeisterung lotst uns Sigrun Schäfer durch den hochmodernen Betrieb, in dem traditionelles Metzgerhandwerk und modernste Technik aufeinander treffen.

Das moderne Fleischwerk der Edeka Südwest in Rheinstetten

Mich hat sehr beeindruckt, wie respektvoll und hygienisch einwandfrei hier mit Fleisch umgegangen wird. Wir schauen zu wie kesselfrische Fleischwurst entsteht oder wie Metzger routiniert ihre Schnitte setzen, um dann schließlich Schweinelachse, Lende oder Schinken in blauen und weißen Fleischkisten auf ihre Weiterreise über die Förderbänder zu schicken. Der Zugang zum Hygienebereich ist so geregelt, dass ohne vorheriges Händewaschen und Hände desinfizieren kein Durchkommen ist.

50 Metzgermeister und mehr als 180 Metzger bringen ihre Kompetenz mit ein, entwickeln Rezepte weiter und reagieren auf die Kundenwünsche in den Edekamärkten vor Ort. Zur Spargelzeit braucht es mehr Schinken, im Sommer haben Bratwürste und Grillfleisch Saison, im Winter Kassler und Sauerbraten. Es gibt Reifekammern zur Trockenreifung, eine Manufaktur, in der veredelte Spezialitäten hergestellt werden und Kammern, in denen über Buchenholzspänen geräuchert wird.

Hygienisch einwandfreier und respektvoller Umgang mit Lebensmitteln zeichnen die Produktion in Rheinstetten aus

Zahlen & Fakten

Mehr als 1.250 Edeka-Märkte in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland werden von Rheinstetten aus beliefert. Etwa 250 Tonnen Fleisch und rund 125 Tonnen Wurst gehen hier pro Tag durch die Produktion. Geschlachtet wird nicht in Rheinstetten, sondern in den Schlachthöfen vor Ort, nahe beim Landwirt. 800 Bauern züchten für Edeka Südwest Schweine, Rinder, Schafe und Hühner und bauen auf ihren Feldern Futter an. Im Fleischwerk kommen Schweinehälften und Rinderviertel an, aber auch Handelsware wird hier umgeschlagen.

Futuristisch geht es im automatischen Palettenlager sowie im Kistenlager zu. Wenn die Bestellungen der Edeka-Kaufleute erst einmal in die EDV eingespeist sind, die Produktion daran angepasst und anschließend alles ordentlich verpackt wurde, dann flitzen die Shuttles nur so zwischen Paletten und Kisten hindurch und suchen heraus, was gebraucht wird.

Bis zu 130.000 Warenbestellungen gehen pro Tag ein, bis zu 100.000 Kisten und Kartons werden pro Tag kommissioniert. Am Ende landet die Ware auf einem Rollwagen an der Lkw-Rampe, von wo aus sie ganz frisch in die Edeka-Märkte der Region gebracht wird. An dem Aufdruck „BW0333“ erkennt man dort Ware, die aus dem Fleischwerk Rheinstetten kommt.

Liebe Grüße
Conny – die jetzt Lust auf ein ordentliches Stück Fleisch hat

Wer selbst einmal an einer Führung durch die gläserne Produktion teilnehmen möchte, der vereinbart das unter 0721 180558303. Mehr Infos gibt es hier.

Die verwendeten Fotos wurden mir vom Fleischwerk zur Verfügung gestellt. Selbst durften wir leider nicht fotografieren.

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