Eine Neujahrsbrezel verheißt Glück und Wohlstand

Nur die besten Frühstücksvorsätze für Januar

Na, habt Ihr alle schon gute Vorsätze fürs Neue Jahr gefasst? Obwohl ich – so rein vom Verstand her – durchaus weiß, dass das Quatsch ist, ertappe ich mich während meines „Jahresendzeitblues‘“ IMMER dabei, es doch wieder zu tun, mir zu überlegen, was will ich 2017 anders, besser machen.

Als könnte man solche Entscheidungen nicht das ganze Jahr über treffen! Aber die Zeit „zwischen den Jahren“ ist wohl dafür prädestiniert. Und ich habe es aufgegeben, mich dagegen zu wehren. Also fasse ich gute Vorsätze, halte sie oft sogar schriftlich fest und nenne sie „Jahresziele“. Die meisten plaudere ich aber nicht aus, weil ich mir nicht schon im Februar anhören möchte: „Wolltest Du dieses Jahr nicht…?“ Und dazu würde es zwangsläufig kommen. Glaubt mir.

Die "Fenster" in der Neujahrsbrezel mit Alufolie ausstopfen, damit sie n nicht zubacken.

Für 2017 habe ich mir nur eine einzige Sache vorgenommen, die ich hier mit Euch teilen möchte. (Fehlt ja gerade noch, dass ich Euch freiwillig in die Lage versetze, mir demnächst meine Untätigkeit vorzuwerfen. Und überhaupt, wenn ich wirklich immer Ordnung halten würde, dürfte dieses Blog dann überhaupt seinen Namen behalten? Na, seht Ihr!) Diese eine Sache betrifft auch nur den Januar. Erstmal kleine Brötchen backen. Man kennt sich ja, hüstel. Außerdem habe ich gelesen, dass Veränderungen etwa 30 Tage brauchen, um sich zu verfestigen und zur Gewohnheit zu werden. Dann müsste ab Februar alles wie von selbst laufen. Also theoretisch.

Die Frühstücks-Challenge auf Instagram

Mein Mann und ich, wir müssen beide morgens nicht so besonders früh auf der Arbeit sein. Da mein Mann in der Gastronomie arbeitet, ist das oft unsere einzige gemeinsame Mahlzeit – seine freien Tage mal ausgenommen. Früher haben wir daher dem Frühstück einen besonderen Wert beigemessen, inzwischen ist das ein bisschen eingeschlafen. Entweder es bleibt beim gemeinsamen Konsum von reichlich Kaffee oder es gibt ein – Trommelwirbel – Marmeladenbrot. Gut, die Marmelade ist selbst gemacht und höchst lecker. Gelegentlich – nicht so oft, wie ich das gerne hätte – ist auch das Brot selbst gebacken. Aber gerade bei einem Paar, bei dem Kochen und Essen so im Mittelpunkt stehen wie bei uns, finde ich das ein bisschen armselig…

Daher habe ich mir für Januar vorgenommen, jeden Tag ein anderes Frühstück für uns zu machen. Damit die erste Mahlzeit des Tages mal wirklich für einen gelungenen Start in eben diesen sorgt. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mich auf diesem Weg wohlwollend begleitet. Also: Her mit Euren Frühstücksideen! Was liegt bei Euch morgens auf dem Teller? Eher deftig? Süß? Warm? Kalt? Ich bin für alle Vorschläge offen. Und mein armer Mann muss einen Monat lang essen, was auf den Tisch kommt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich sonderlich beklagen wird. Aber warten wir’s ab.

Wer will, bestreut die Neujahrsbrezel mit Hagelzucker

Auf Instagram, wo ich mich seit September gerne rumtreibe, werde ich jeden Morgen unser Frühstück posten. Auf dem Blog will ich Euch nicht ganz so penetrant damit nerven, da gibt’s samstags eine Zusammenfassung, ein „best of“ quasi. Und bei Dingen, die nicht selbsterklärend sind, selbstverständlich auch die dazugehörigen Rezepte.

Wer selbst mitmachen möchte und über einen Instagram-Account verfügt, der kann dort unter dem Hashtag #meinwunderbaresfrühstück Bilder von seinem Frühstück posten, eine Erwähnung (@meinwunderbareschaos) wäre schön, damit ich die Bilder auch garantiert finde. Und: Folgt mir doch bitte auf Instagram! Es gibt auch was zu gewinnen. Ich bin ein bisschen aufgeregt, weil ich das als totaler Instagram-Neuling einfach mal ausprobieren werde. Drückt mir also bitte die Daumen, dass das alles auch so hinhaut, wie von mir angedacht. Möglicherweise wird das ja mein Jahresmotto für 2017: Wer nicht wagt, und so weiter… Ihr wisst Bescheid.

Und weil heute Samstag ist und morgen der Januar beginnt, teile ich schon heute meine Neujahrsbrezel mit Euch. Also nicht die Brezel an sich, nur das Rezept. Sorry, Leute!

Schmeckt am Besten noch lauwarm mit Butter und Marmelade

Neujahrsbrezel selber backen

Der Neujahrsbrezel-Brauch ist im Süden der Republik weit verbreitet. Ob es sie in Norddeutschland auch gibt? Mein Freund Norbert sagt, nein. Aber das Nordlicht lebt auch schon lange hier im Badischen. Und meine Berliner Ex-Kollegin isst in der Silvesternacht Pfannkuchen, also das, was in der restlichen Welt als Berliner bekannt ist. Brezeln findet man in Berliner Bäckereien sowieso eher selten, sagt sie. Die Neujahrsbrezel ist nicht wie üblich ein Laugengebäck, sondern wird aus Hefeteig hergestellt. Die Brezeln werden in den Familien zum Neujahrs-Frühstück gegessen, gerne natürlich auch mit Butter und Marmelade bestrichen. Die Brezel verheißt Glück und Wohlstand und ist zu Neujahr auch ein gerne gesehenes Mitbringsel.

Und das braucht man dazu:

  • 500 Gramm Mehl
  • ½ Würfel Frischhefe – gerne Bio
  • 100 Gramm Zucker plus 3 Teelöffel
  • 1 Teelöffel Salz plus ½ Teelöffel
  • 200 Milliliter Milch plus 1 Esslöffel
  • 100 Gramm Butter
  • 2 Eier
  • Hagelzucker (wer will)

Und so wird’s gemacht:

Ich bereite meinen Hefeteig so zu, wie ihn schon meine Mutter und vor ihr meine Oma gemacht haben. Die Hefe in eine Tasse krümeln und mit einem Teelöffel Zucker „anrühren“, die Hefe löst sich auf und wird flüssig. Das kann ein paar Minuten dauern. Die Butter in einem kleinen Topf zerlaufen lassen.

Während dessen Mehl, die 100 Gramm Zucker, 1 Teelöffel Salz und 1 Ei (nicht aus dem Kühlschrank, und wenn doch, dann kurz in eine Schüssel mit warmem Wasser legen) in eine Schüssel geben, die aufgelöste Hefe dazu. Die zerlassene Butter mit der Milch auffüllen – gemeinsam hat die Butter-Milch-Mischung dann die richtige Temperatur. Ist eins von beidem zu heiß, tötet die Hitze die Hefebakterien und der Teig geht nicht mehr auf.

Die Mischung in die Schüssel geben und mit dem Knethaken zu einem glatten elastischen Teig verarbeiten, der sich vom Schüsselrand löst. Gerne auch noch mal auf der Arbeitsfläche mit den Händen durchkneten und die Teigkugel dann zurück in der Schüssel mit einem Küchentuch abdecken. Achtung: Das Tuch am besten nicht einfach nur ÜBER die Schüssel legen, sondern an den Teig andrücken. An einem warmen Ort – ich stelle ihn im Winter immer auf die Fensterbank über der Heizung – gut eine Stunde stehen lassen. Der Teig sollte sein Volumen verdoppelt haben und den deutlichen Drang zeigen, die Schüssel verlassen zu wollen.

#meinwunderbaresfrühstück

Ist der Teig ordentlich aufgegangen, kommt er zurück auf die Arbeitsfläche, wo man ihn noch mal kurz durchknetet, um dann einen Strang von mindestens einem Meter Länge daraus zu formen. Den dünnen Strang mit der Mitte zuerst auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und auf dem Blech zur Brezel schlingen. Jetzt wird die Brezel nochmal mit einem Küchentuch abgedeckt und erhält erneut eine gute Stunde lang Zeit zum Aufgehen. Wer nicht möchte, dass sich die „Brezellöcher“ dabei schließen, der verhindert das, indem er Backpapier oder Alufolie zu einem Ball zerknüllt und in die Aussparungen gibt, so dass der Teig keine Möglichkeit erhält, diesen Platz einzunehmen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Aus 2 Teelöffeln Zucker, einem halben Teelöffel Salz, einem Esslöffel Milch und einem Ei einen Guss zusammenrühren, mit dem man die Brezel vor dem Backen bestreicht, damit sie angenehm Goldbraun wird. Nach Lust und Laune Hagelzucker darauf streuen. Dann kommt die Brezel für etwa 30 Minuten in den Ofen. Sie ist fertig, wenn sie den gewünschten Farbton angenommen hat. Natürlich schmeckt sie noch lauwarm am besten…

Hefebrezel mit Butter und Marmelade: lecker

Mit diesem Rezept wünsche ich Euch allen „ein gutes Neues“! Ich hoffe, 2017 kann alle Eure Erwartungen erfüllen. Und, wenn nicht, dann schraubt nicht etwa Eure Erwartungen zurück, sondern gebt einfach noch ein bisschen mehr Gas. Denn auch 2017 gilt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. (Ich schreibe das hier mal hin, damit ich mich selbst daran erinnere… :))

Fühlt Euch ganz fest von mir gedrückt.
Herzlichst
Eure Conny

Prosit Neujahr!

2 Gedanken zu „Nur die besten Frühstücksvorsätze für Januar“

    1. Liebe Jutta, tausend Dank für die Anregung. Das muss ich unbedingt ausprobieren! Bestimmt gesünder als die Schokowaffeln, die für morgen auf dem Frühstücksplan stehen. 😌Einen genussreichen Januar wünsche ich Dir! Herzliche Grüße, Conny

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