Frühlingspoesie

Frühling: Er ist's! 

Frühlingspoesie

Er ist’s

Frühling lässt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.Veilchen träumen schon,

wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike (1804 – 1875)

Eine schöne und schnell gemacht Frühlingsdekoration zaubert uns schnell ein Lächeln ins Gesicht: Poesiebildchen aufs Marmeladenglas aufkleben, mit Vichykaro-Band ein Schleifchen darum binden und drinnen auf Moos hübsche Kleinigkeiten ausstellen. Schokoladen-Ostereier zum Beispiel.

Ein Küchenregal aus Weinkisten

Küchenregal aus Weinkisten

Manchmal lassen sich mit ganz kleinem Aufwand tolle Effekte erzielen. Ich liebe alte Weinkisten. Wenn man sie ein bisschen sauber macht, vielleicht kurz ein bisschen glatt schleift und mit einer Lasur drüber geht, hat man tolles Regal-Material.

Bei uns hängen die Regale unter anderem in der Küche über der Spüle. Mit vier Schrauben und passenden Dübeln  sind die Kisten ratzfatz an der Wand fest gemacht. Hier bieten sie Kräutern, Pflanzen, Vorratsdosen, Geschirrtüchern oder Kochbüchern Platz.

Man kann die tollen Kisten aber auch miteinander verschrauben, auf Möbelfüße stellen und als Bücher- oder CD-Regal benutzen, man kann Rollen drunterschrauben und sie als Beistelltisch in Couchnähe nutzen, um  Zeitschriften zu lagern. Oder man installiert sie im Flur als Schuhregal.

Der Kostenaufwand tendiert gegen Null, der Dekoeffekt ist dagegen verblüffend.

 

An Ostern ist Schluss mit Fasten

Bald ist Ostern!

Obwohl ich – wie die allermeisten Frauen – sehr auf Deko stehe und ich im Advent komplett ausflippe, um in jeder Ecke für Weihnachtsstimmung zu sorgen, lässt mich Ostern in Sachen Deko vergleichsweise kalt. Das liegt vielleicht daran, dass es lange nur mit Häschen bestickte Läufer und ausgeblasene Eier an Weidenzweigen zu bewundern gab.

Auch wenn sich das in den letzten Jahren geändert hat und es viele stylishe Ideen für die Wohnungsdeko gibt: Ich bin damit noch nicht so richtig warm geworden. Vielleicht wird’s ja dieses Jahr! Ich hab nämlich einen ganz besonderen Grund, mich auf Ostern zu freuen.

An Ostern endet das Fasten. Und zum allerersten Mal habe ich mich auch an „40 Tage ohne“ versucht. Allerdings nicht ohne Fleisch, Alkohol oder Süßigkeiten. Nein, ich faste Fernsehen. Mein Fernsehkonsum war  bedenklich geworden. Ich schaue wirklich sehr gerne in die Glotze und war schon immer voll ungläubiger Bewunderung für all diejenigen, die ganz ohne TV auskommen.

Nicht, dass das für mich je in Frage käme: Ich liebe Filme. Von guten Geschichten lasse ich mich sehr gerne unterhalten. In letzter Zeit habe ich aber dazu tendiert, unkritisch jeden Schwachsinn einzuschalten. Und ich hatte das Gefühl, dass mir dieses Konsumverhalten jegliche Energie raubt. Im Vorfeld war ich sehr skeptisch. Kann ich wirklich ohne Glotze? Ich hab dann auch niemandem groß von meinem Vorhaben erzählt und mich einfach seit Aschermittwoch anderweitig beschäftigt, hab gelesen, Musik gehört, die Küchenschubladen aufgeräumt…

Wahnsinn, wie viel Zeit ich auf einmal habe! Und: Der Fernseher fehlt mir kein Stück. Fernseh-Fasten fällt mir viel leichter als ich je gedacht hätte. Nur am Sonntagabend fehlt mir mein Tatort-Ritual. Aber bis Ostern ist es nicht mehr lange. Und ich bin mir sicher, dass ich auch nach der Fastenzeit nicht rückfällig werde.

Die roten Ostereier mit den weißen Punkten habe ich gekauft – ich kann leider Polka Dots nicht widerstehen. Die Zeitungspapier-Eier sind ausgeblasen. Mit Pinsel und Serviettenkleber habe ich Zeitungspapier aufgeklebt. Ich benutze dafür gerne ausländische Zeitungen. Die Schmetterlinge habe ich aus einer Zeitschrift rauskopiert, ausgeschnitten und ebenfalls aufgeklebt. Ein paar Wachteleier und Moos verleihen der Mini-Orchidee in der Glasvase ein Oster-Image.

Frohe Ostern!