Rhabarber-Eistee

Rhabarber-Desaster

Rhabarber-Eistee

Erst war Bärlauch, diese Woche ist Rhabarber und wer für nächste Woche auf Spargel tippt, liegt vielleicht gar nicht mal so weit daneben. 🙂 Die fruchtig-sauren Rhabarberstangen gab’s früher direkt aus dem elterlichen Garten. Zubereitungsarten: Kuchen (mit Baiserhaube) oder Kompott. Also immer süß.

Mir war das zu langweilig, ich wollte Rhabarber gerne mal in einer anderen Kombination genießen. Und hab mich für einen Spargelsalat mit Rhabarber-Vinaigrette entschieden. Ich sag’s mal so: Das hat meiner Experimentierfreude einen argen Dämpfer verpasst.

Es gibt möglicherweise gute Gründe dafür, dass Rhabarber überwiegend in Getränken und Süßspeisen vorkommt. Besonders Leid tut mir das, weil ich den schönen (und derzeit auch noch sackteuren) Spargel damit verhunzt habe. Es war zwar nicht so, dass man’s nicht hätte essen können, aber lecker geht anders. Ich zeig Euch mal ein Bild, aber das Rezept erspare ich Euch. Zu Eurem eigenen Schutz!

Spargelsalat mit Rhabarber-Vinaigrette

Der Rhaperol Spritz gestern hat mich wieder ein bisschen versöhnt. Mit Getränken scheint’s besser zu laufen. Also habe ich mich an einem Rhabarber-Eistee versucht. Mir trommelt der Regen hier gerade zwar ein ordentliches Staccato aufs Dachfenster und es ist eigentlich kein Wetter für einen Refreshing Ice Cold Drink (die Aufschrift auf meinen neuen Limonadengläsern), aber es ist April. Vielleicht scheint gleich wieder die Sonne.

Den Eistee hab ich folgendermaßen gemacht:

  • 500 Gramm Rhabarber
  • 500 Milliliter Wasser
  • ein Stück Ingwer
  • Zucker oder Honig zum Süßen
  • 2 Beutel Hibiskustee
  • Eiswürfel
  • eine Bio-Zitrone
  • Minze

Den Rhabarber ungeschält in Stücke schneiden und mit dem Wasser zum Kochen bringen. Zirka 30 Minuten köcheln lassen bis der Rhabarber zerfällt. Von der Flamme nehmen und klein geschnittenen Ingwer und die Teebeutel zirka zehn Minuten darin ziehen lassen. Durch ein Haarsieb streichen und den Rhabarbersaft abkühlen lassen. Süßen nach Wunsch und dann mit Eiswürfeln, Zitronenscheiben und Minze in ein Glas geben. An einem warmen Tag – und jetzt ist viel Phantasie gefordert – sicher sehr erfrischend.

Um mir hier entrüstete Kommentare guter Freunde zu ersparen: Natürlich gibt’s auch eine Möglichkeit, dem Rhabarber-Eistee ein paar Umdrehungen zu verpassen. Einfach Wodka-Eiswürfel benutzen. Wichtig: Um den Wodka zum Gefrieren zu bringen, muss man ihn mit Wasser mischen. Sonst wird das nichts. Cheers!

Sehr lecker finde ich auch einen Rhabarber-Crumble. Die Kombination aus süß und fruchtig-sauer passt halt immer noch am besten. Den Crumble habe ich so gemacht:

  • 1 Kilo Rhabarber
  • 1 Esslöffel plus 100 Gramm Zucker
  • 100 Gramm Butter plus Fett zum Ausbuttern der Auflaufform
  • 150 Gramm Mehl
  • 1 Teelöffel Zimt

Den Rhabarber habe ich dieses Mal geschält, in Stücke geschnitten und mit einem Esslöffel Zucker zehn Minuten lang in einem Topf gedünstet. Dann kommt er in die gefettete Auflaufform. Aus den restlichen Zutaten die Streusel herstellen und auf den Rhabarber geben. Alles kommt bei 180 Grad 30 Minuten in den Ofen; die Streusel sollten goldbraun sein. Schmeckt besonders lecker mit Vanilleeis. Haut rein!

Rhabarber-Crumble

 

 

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