Ohlala: Es gibt Fougasse! - Mein wunderbares Chaos

Ohlala: Es gibt Fougasse!

Wer mir bei Instagram folgt, der hat es schon mitbekommen: Ich habe am Wochenende zum ersten Mal am Synchronbacken teilgenommen! Mittwochs spontan bei Facebook gelesen und dann gleich zugesagt – ohne überhaupt zu wissen, was da auf mich zukommt. Ich kann euch aber schon verraten, es wurde französisch! Ohlala!

Mit Hefe auf Nummer sicher

Leichte Zweifel kamen dann beim Lesen des Rezeptes für die Fougasse, ein französisches Brot mit ungewöhnlicher Blatt- beziehungsweise Blütenform. Das Rezept, nach dem gebacken wurde, stammt von Profibäcker Dietmar. Wörter wie Autolyse  und Teigausbeute sind sehr dazu geeignet, mir Angst einzujagen. Gebacken werden sollte entweder mit Sauerteig oder mit Hefewasser. Von letzterem hatte ich noch nie gehört.

Zum Glück gab es tolle und sehr hilfreiche Anmerkungen und auch eine mir sympathischere Alternative, denn ich war schon sehr knapp dran. Für lange Vorbereitungen wie das Ansetzen von Sauerteig fehlte mir die Zeit – außerdem dachte ich, die Poolish-Variante sei für mich Schisser besser geeignet. Mit Hefe auf Nummer sicher halt…

Synchronbacken: Fougasse - Mein wunderbares Chaos

Was ist dieses Synchronbacken?

Aber zunächst einmal: Was ist dieses Synchronbacken überhaupt? Die Organisatorinnen dieses Blogevents sind Zorra vom Kochtopf und Sandra von From Snuggs Kitchen. Beim Synchronbacken geht es in erster Linie um Spaß. Alle, die mitmachen wollen, backen mehr oder weniger gleichzeitig nach einem von den beiden Veranstalterinnen vorgegebenen Rezept. Jeder, egal ob Back-Anfänger oder -Profi, kann an der Aktion teilnehmen.

Während der Zubereitung und des Backen tauscht man sich über die sozialen Medien aus. Über den Hashtag #synchronbacken kann man verfolgen, wie es bei den anderen aussieht.   Ganz schön spannend war das schon am Samstag Abend, aber auch den ganzen Sonntag über. Einige haben sehr geflucht, denn der Teig war weich und entsprechend ein bisschen zickig.

Die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich geworden, aber alle toll. Das gemeinsame Backen und sich gegenseitig quasi dabei über die Schulter schauen, hat sehr viel Spaß gemacht. Das habe ich nicht zum letzten Mal gemacht! Anregungen für die Fougasse, vor allem auch fürs Formen der Fougasse, habe ich außer bei Dietmar noch hier gefunden.

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Fougasse

Die Poolish muss bereits am Vorabend gemacht werden. Zur eigentlichen Arbeitszeit kommen am Backtag noch einmal rund drei Stunden Gehzeiten hinzu.

Vorbereitungszeit 20 Minuten
Arbeitszeit 50 Minuten

Zutaten

Für die Poolish

  • 150 Gramm Mehl
  • 150 Milliliter Wasser
  • 1 Gramm Frischhefe

Für den Hauptteig

  • 300 Gramm Vorteig = die Poolish
  • 350 Gramm Mehl
  • 3 Gramm Frischhefe
  • 210 plus 40-60 Milliliter Wasser etwa 20 Grad warm
  • 11 Gramm Salz

Anleitungen

  1. Für die Poolish als Vorteig 150 Gramm Mehl, 150 Milliliter Wasser und 1 Gramm Frischhefe gut miteinander vermischen und über Nacht gehen lassen.

Hauptteig

  1. Die Poolish mit 350 Gramm Mehl, 3 Gramm Frischhefe und 210 Millilitern warmem Wasser vermengen. 30 Minuten ruhen lassen. (Jetzt passiert dieses Autolyse-Ding).

  2. 11 Gramm Salz dazu geben und vermengen, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Erst dann den Teig schnell kneten und das restliche Wasser nachschütten. Ich habe die vollen 60 Milliliter Wasser genutzt und mein Teig war sehr weich. Formen ließ er sich später trotzdem. 

  3. Den Teig so lange kneten, bis dieser das Wasser vollständig aufgenommen hat. und glatt ausgeknetet ist. Nach dem Kneten kommt der Teig in eine geölte Schüssel und ruht ungefähr 60 Minuten.

  4. Dann wird der Teig einmal gefaltet.und reift anschließend weitere 40 Minuten in der Schüssel.

  5. Den Teig in Teigstücke unterteilen und die einzelnen Stücke locker zu runden  Teiglingen "falten". Ich habe aus dem Teig 6 Fougasses gemacht, andere Teilnehmerinnen haben nur 3 gemacht. Zugedeckt reifen die Teiglinge weitere 40 Minuten.

  6. Ich habe die Fougasses nacheinander auf dem Pizzastein gebacken. Dazu den Backofen und den Pizzastein mindestens eine halbe Stunde vor dem Backen auf 250 Grad vorheizen. Weil mein Ofen Dampfschwaden nicht kann, habe ich ein Schälchen Wasser mit in den Backofen gegeben.

  7. Das Formen des klebrigen Teiges ist nicht ganz einfach. Ich habe die Fougasse auf Backpapier in Form gebracht. Das Teigstück zunächst mittig mit einer Teigkarte einstechen. Darauf achten, dass zum Rand immer mindestens 1 Zentimeter Teig bleibt. Die Fougasse in die gewünschte Form ziehen, weitere Schnitte setzen, weiter ziehen. Die Anschnitte leicht mehlieren beziehungsweise die Fougasse mit bemehlten Händen formen.

  8. Die Fougasse mit einem Brotschieber auf den Pizzastein bringen. 10 Minuten bei 250 Grad backen, dann die Hitze auf 220 Grad reduzieren und weitere zirka 5 bis 10 Minuten rösch ausbacken. Die Backzeit hängt natürlich auch von der Größe der Teiglinge ab. Das Ergebnis soll deutlich dunkler sein als auf meinen Fotos, aber mein Ofen hat mich im Stich gelassen.

Französisches Brot in Bestform

Gab’s Probleme? Naja, ich hab ganz schön gezittert, weil mein Teig doch sehr weich war. Rückblickend hätte ich vielleicht nicht das ganze zusätzliche Wasser nehmen sollen. Mit dem Formen habe ich keine Probleme gehabt, das Brot ließ sich schön in Form bringen.

Der eigentliche Supergau kam erst beim Backen. Die erste Fougasse ging noch so, aber da habe ich schon gedacht: könnte eine schönere Kruste haben. Anschließend wurden die Ergebnisse immer schlechter, bis ich drauf gekommen bin, dass mein Backofen spinnt. Leider brachte der die angegebene Hitze nicht mehr. Jetzt brauche ich erstmal den Bauknecht-Kundendienst. Mist. 🙁

Ohlala: Es gibt Fougasse! - Mein wunderbares Chaos

Falls Ihr die Fougasses also nachbacken wollt, orientiert Euch nicht am farblichen Ergebnis meines Brotes. Die müssten deutlich dunkler sein. Lecker war es übrigens trotzdem. Und auch an einem Sonntag ganz gechillt zu machen, denn immer, wenn der Teig geruht hat, habe ich mir auch eine kleine Auszeit auf dem Sofa gegönnt. 😉

Wenn Ihr die wirklich gelungenen Ergebnisse sehen wollt, dann schaut doch mal auf folgenden Blogs vorbei, die alle mitgemacht haben beim Synchronbacken:
Kochtopf
From Snuggs Kitchen
Gourmandises végétariennes
Obers trifft Sahne 
Cuisine Violette
Zimtkringel
Backen mit Leidenschaft
Dagmars Brotecke
Food for Angels and Devils
The Apricot Lady
auchwas
Birgit D

Ohlala: Es gibt Fougasse! - Mein wunderbares Chaos

Man kann die Fougasse selbstverständlich noch mit Oliven, Kräutern, getrockneten Tomaten und Olivenöl pimpen, ein bisschen wie italienisches Focaccia. Ganz nach Lust und Laune.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren und freue mich auf Eure Kommentare! Derweil versuche ich mal herauszufinden, ob der Backofen noch Garantie hat. Drückt mir die Daumen!

Herzlichst, Eure Chaos-Conny

Ohlala: Es gibt Fougasse! - Mein wunderbares Chaos

Ohlala: Es gibt Fougasse! - Mein wunderbares Chaos

 

6 Gedanken zu „Ohlala: Es gibt Fougasse!“

  1. Na dann Prosit zum #synchronbacken-Einstand! Das mit dem Ofen ist ärgerlich. Ich hoffe er heizt bald wieder richtig. Ich finde auch „bleich“ sehen deine Fougasses köstlich aus! Bis zum nächsten Mal!

    1. Liebe Zorra, ich danke Dir! Geschmeckt haben sie auch so bleich. Und der Ofen geht wieder. Keine Ahnung, was er hatte. Wahrscheinlich Laune. 🙂 Ich freue mich schon aufs nächste Mal! Herzlichst Conny

    1. Liebe Dagmar, ich danke Dir für Deine lieben Worte. Mir hat es sehr gut gefallen mit Euch und ich freue mich schon aufs nächste Mal! Herzlichst, Conny

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