Zum Brexit: Happy Friday mit Gin Tonic

[Werbung], “Die spinnen, die Briten” – ein Zitat aus Asterix und Obelix, das nach dem Beschluss des Brexit heute für mich passt wie Faust aufs Auge. Trotzdem gibt’s auf dem Blog heute ein Getränk, das die Briten bekannt gemacht haben: den Gin Tonic. Noch vor wenigen Jahren galt Gin als “old school”. Queen Mum, die britische Königinmutter (1900 bis 2002), soll sich am Abend gern ein Gläschen des Wacholderschnapses genehmigt haben.

Gin ist eben ein Getränk aus den Zeiten des Empire. Was die wenigsten heute wissen: Gin Tonic wurde zunächst aus medizinischen Gründen getrunken: Tonic ist nichts anderes als Chininwasser. Chinin, ein Extrakt der Chinarinde, war über Jahrhunderte das einzige Heilmittel gegen Malaria.

Happy Friday: Es gibt Gin Tonic!

Die Engländer lernten das Chinin in den Tropen kennen und fingen an, es vorbeugend gegen Malaria einzunehmen. Da Chinin sehr bitter ist, versuchte man es zu mischen, und fand einen perfekten Partner, den bei den Engländern seit Jahrhunderten höchst populären Gin. Wer die Mischung Gin–Chininwasser täglich gebrauchte, gewöhnte sich daran: Die Prophylaxe gegen Malaria wurde eine „erfreuliche Pflicht“, wie es in einem amerikanischen Bericht aus den Fünfziger Jahren heißt.

Engländer, die in den Tropen viel Gin mit Chininwasser getrunken hatten, brachten diese Gewohnheit nach England mit. Allmählich wurde Tonic zu einem Getränk entwickelt, das nicht mehr der Hygiene, sondern vielmehr der Erfrischung dient. Die Industrie nahm sich der Sache an. Inzwischen enthält Tonic nur noch sehr wenig Chinin. Doch die Kombination mit Gin ist geblieben.

Ich mag Gin Tonic erst seit kurzem. Für mich ist das ein deutliches Zeichen: Ich bin jetzt erwachsen, denn Gin Tonic ist definitiv ein Getränk für Erwachsene. In den vergangenen Jahren hat der Gin Tonic wieder an Popularität gewonnen, ganz zu Recht, wie ich finde. Es ist ein erfrischendes Getränk, das schnell zubereitet ist, wenn man die wenigen Zutaten im Haus hat.

Gin Tonic Popsicles - Rezept jetzt auf dem Blog

In mein “Pälzer Dubbeglas” passt ein halber Liter Flüssigkeit – doch keine Sorge, so brutal viel ist das nicht, denn ich fülle das komplette Glas mit Eiswürfeln. Außerdem mit Scheiben von Bio-Zitrone und Bio-Gurke. 4 cl Gin ins Glas geben und mit Tonic auffüllen. Schon fertig.

Auch, wenn es inzwischen als sehr schick gilt, die unterschiedlichsten Ginsorten, aber auch die verschiedensten Tonic Water zu nutzen – ich muss zugeben: Ich schmecke den Unterschied nicht. Vielleicht gönne ich mir mal eine komplette Ginprobe, aber im Gin Tonic schmeckt mir jeder Gin. :)

Weil es hier gerade so brutal heiß ist, hab ich außerdem Gin Tonic-Popsicles gemacht, Gin Tonic am Stiel quasi. Wichtig dabei ist, dass man nicht zu viel Gin hinein gibt, weil die Popsicles ansonsten nicht gefrieren. Eigentlich dachte ich, dass ich meine vor Jahrzehnten gekauften und nur selten gebrauchten Tupper-Popsicle-Förmchen (klar, damals hießen die noch Eisförmchen :)) noch habe, aber nach einer Stunde erfolglosen Suchens im Keller bin ich mir fast sicher: Ich habe sie beim Umzug entsorgt.

Also mussten wieder die ausgespülten Fruchtzwerge-Becher herhalten. Ich hab Scheiben von der Biogurke in den Bechern verteilt, 600 Milliliter Tonic mit 5 cl Gin und dem Saft einer Limette gemischt und in die Behälter gegeben. Nach vier Stunden im Froster habe ich die Stäbchen ins Eis gesteckt und das ganze dann nochmal 12 Stunden durchfrieren lassen. Sehr erfrischend und vom Alkoholgehalt her auch bei hohen Temperaturen tolerabel!

Gin Tonic Popsicles - Rezept jetzt hier auf dem Blog

2 Gedanken zu „Zum Brexit: Happy Friday mit Gin Tonic“

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