Die Plätzchenklassiker backen - so geht's

Endlich: die Plätzchenklassiker

Puh! Das war harte Arbeit. Habt Ihr mich vermisst? Ich war hier mal kurz etwas abgetaucht. Nicht, weil ich keine Lust aufs Bloggen hatte, sondern vielmehr, weil so kurz vor Weihnachten nach und nach jedes Stück Technik hier im Chaos-Haushalt sein Leben auszuhauchen scheint. Drückt bitte mal fest die Daumen, dass es das jetzt war, denn so langsam geht mir die Lust aus. Ich sag mal so: Ich habe jetzt begriffen, dass regelmäßige Datensicherung durchaus ihren Sinn hat. Ich habe ein neues Notebook – und auch daran muss ich mich erst noch gewöhnen. Aber das wird schon werden. Jetzt drängt es mich erst mal danach, hier meine Plätzchenrezepte – auf Instagram vor dem Totalausfall lange angekündigt – einzustellen.

Leckere Zimtwaffeln im Advent

Meine Plätzchen-Back-Liste unterteilt sich in Pflicht und Kür. Und weil es viele Plätzchen aus der Kür im nächsten Jahr dann auf die Pflichtliste schaffen, wird diese immer länger. Teil meiner ausgefeilten Stressvermeidungsstrategie für die Vorweihnachtszeit ist es, dass ich mit der Pflicht möglichst früh fertig bin, während die Kür gebacken wird, wenn Zeit ist. Und wenn keine Zeit ist, dann eben nicht. Ich muss gestehen, dass ich selbst gar nicht so auf Weihnachtsplätzchen stehe, aber ich backe sie sehr gerne und  in meinem Mann habe ich einen dankbaren Abnehmer. Oft gibt es an Weihnachten selbst bei uns gar keine Plätzchen mehr, das finde ich aber völlig in Ordnung, weil dann meistens eh keiner mehr Lust drauf hat.

Ein Klassiker im Advent: der Zimtstern

Heute gibt’s hier erst mal die Klassiker, ohne die es quasi nicht Weihnachten werden kann. Ein Rezept, das ich noch von meiner Oma habe und das ich bis zum vergangenen Jahr auch auf dem von der Oma geerbten Waffeleisen ausgebacken habe, ist dieses hier.

Zimtwaffeln

Dafür braucht man:

  • 250 Gramm Butter
  • 250 Gramm Zucker
  • 5 Eier
  • 20 Gramm Zimt
  • 250 Gramm gemahlene Mandeln
  • 250 Gramm Mehl
  • 5 Esslöffel Rum

Und so wird’s gemacht:

Die weiche Butter schaumig schlagen, den Zucker einrieseln lassen und weiter schlagen, dann nach und nach die Eier zugeben und alles zu einer hellen Creme aufschlagen. Zimt, gemahlene Mandeln und Mehl abwechselnd mit dem Rum zugeben und unterkneten. Den Teig dann zur Kugel formen und in Klarsichtfolie verpackt über Nacht in den Kühlschrank geben. Am nächsten Tag den Teig in Walnussgroße Kugeln formen und im Zimtwaffeleisen ausbacken. Die Waffelplatte abkühlen lassen und dann die einzelnen Waffeln herausbrechen.

Leckere Zimtsterne an Weihnachten

Zimtsterne

Dafür braucht man:

  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 140 Gramm Puderzucker
  • 1 Teelöffel Zimt
  • je 1 Prise Muskatblüte und gemahlene Nelken
  • 300 Gramm gemahlene Mandeln

Und so wird’s gemacht:

Eiweiß mit Salz ganz steif schlagen – so lange bis es glänzt. Ich stelle mir meistens den Küchenwecker und lasse das Eiweiß sieben Minuten in der Küchenmaschine. Von der Masse drei Esslöffel abgedeckt beiseite stellen. Gewürze und Mandeln unter die restliche Makronenmasse mischen: Zur Kugel formen und in Klarsichtfolie gewickelt über Nacht kühlen.

Den leicht klebrigen Teig rollt man am besten auf einer gezuckerten Arbeitsfläche aus, etwa einen Dreiviertel Zentimeter dick. Beim Ausstechen die Sternenform in Zucker tauchen – das gibt einen schönen Zuckerrand. Die Sterne auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit dem beiseite gestellten Zuckerguss bestreichen. Die Plätzchen werden im Backofen mehr getrocknet, denn gebacken: bei 140 Grad zirka 20 Minuten lang. Sie werden dann nicht so schnell hart.

Ausstechspaß: Buttergebäck

Tannenbäumchen

Das braucht man dafür:

  • 150 Gramm Butter
  • 125 Gramm Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 300 Gramm plus etwas Mehl

Für den Zuckerguss: Puderzucker und Wasser

Und so macht man das Buttergebäck:

Butter zerlaufen und dann wieder erkalten lassen. Erkaltete, aber noch flüssige Butter cremig hell aufschlagen. Zucker und ein Ei dazugeben und danach das Mehl unterkneten. Den Teig zur glatten Kugel formen und in Folie gewickelt für mindestens eine Stunde in die Kühlung geben.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa drei Millimeter dick ausrollen und dann in der gewünschten Form ausstechen. Die Förmchen zwischendurch immer mal ins Mehl tauchen. Die ausgestochenen Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und mit gequirltem Eigelb bestreichen. Ofen auf 180 Grad vorheizen und die Plätzchen goldgelb backen. Das dauert zwischen 15 und 20 Minuten.

Ich habe schon lange keine Plätzchen mehr dekoriert, aber an diesen pastellfarbenen Liebesperlen bin ich nicht vorbei gekommen, daher war für mich klar: Dieses Jahr wird das Buttergebäck die Form von Tannenbäumchen haben. Und die Liebesperlen werden Kugeln.

Die Plätzchen abkühlen lassen. Einen Zuckerguss aus 5 Esslöffeln Puderzucker und ganz wenig Wasser anrühren, so dass eine zähe Masse entsteht. Diese in eine Spritztüte oder eine Cremespritze geben und kleine Punkte auf die Bäumchen setzen, auf die man dann die „Kugeln“ setzt. Gut durchtrocknen lassen, bevor die Plätzchen in die Dose kommen.

Wie kleine Stollen: Fruchtbrötchen

Fruchtbrötchen

Dazu braucht man:

  • 125 Gramm weiche Butter
  • 125 Gramm Zucker
  • 2 Eier
  • 250 Gramm Mehl
  • 100 Gramm Korinthen
  • je 100 Gramm feingewürfeltes Zitronat und Orangeat
  • 2 Esslöffel Rum

Und so werden die „Mini-Stollen“ gemacht:

Butter schaumig schlagen, Zucker und Eier dazugeben und mitrühren. Mehl und restliche Zutaten unterheben. Am Schluss den Rum dazu geben.

Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen und die Fruchtbrötchen etwa 15 Minuten backen.

Vorweihnachtliche Köstlichkeit: Vanillekipferl

Vanillekipferl

Und das braucht man für die leckeren Kipferl:

  • 250 Gramm Mehl
  • 1 Messerspitze Backpulver
  • 125 Gramm Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pack Vanillezucker
  • 3 Eigelbe
  • 200 Gramm kalte Butter
  • 125 Gramm gemahlene Mandeln, geschält

Zum Bestäuben: zirka 50 Gramm Puderzucker, ein Pack Vanillezucker

Und so wird’s gemacht:

Mehl mit Backpulver mischen, die restlichen Zutaten dazugeben, die Butter in Stücke schneiden und hinzufügen. Zunächst mit dem Knethaken, dann mit den kalten Händen zu einem Teig verarbeiten, bis er sich zu einer Kugel formen lässt.

Aus dem Teig Stränge mit etwa drei Zentimeter Durchmesser formen und in Klarsichtfolie verpackt mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben.

Dann die Stränge in etwa 1,5 Zentimeter lange Stücke schneiden, zunächst in den Händen zur Kugel, dann zum kleineren Strang formen und in Kipferlform leicht gebogen aufs Backpapier geben. Ofen auf 180 Grad vorheizen und die Kipferl etwa 10 Minuten backen. Darauf achten, dass sie schön hell und damit mürbe bleiben.

Den Puderzucker mit dem Vanillezucker in einem tiefen Teller mischen und die Kipferl noch heiß vorsichtig in der Zuckermischung wälzen. Wichtig: Alles, was dabei zu Bruch geht, darf quasi sofort gegessen werden. 🙂

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