Zum #doughnutday: Natronkringel - Mein wunderbares Chaos

Zum #doughnutday eine Kindheitserinnerung: Natronkringel

Ihr Lieben,

heute ist #doughnutday – freut Ihr euch schon? Wie Ihr sehr schnell feststellen werdet, findet Ihr hier auf  Mein wunderbares Chaos kein einziges Doughnut-Rezept. Ich habe nämlich noch nie welche gebacken. Und eigentlich auch noch nie welche gegessen.

Irgendwie sind die Doughnuts meiner Phantasie alle rosa, papp-süß und voller Zuckerstreusel – also habe ich die in eine Schublade gesteckt mit Freak Shakes und Bubble Waffles und  ein großes Schild dran gehängt: “Brauch ich nicht”.

Prädestiniert für den #doughnutday

Ihr seht also, ich bin für einen Beitrag zum #doughnutday geradezu prädestiniert! Doch als es darum ging, mit vielen hochbegabten Bloggerkollegen dem Aufruf von Zorra zu folgen und gemeinsam Doughnuts zu backen, war ich ruckzuck angefixt. Und hab mal überlegt, ob ich Euch Doughnuts nicht auch ohne rosa Zuckerguss zumuten könnte. Und hier kommt das Ergebnis. Sehr aufs Wesentliche reduziert. Ein Basic-Doughnut quasi – einer Kindheitserinnerung nachempfunden.

Nicht, dass es in meiner Kindheit Doughnuts gegeben hätte. Dafür ist das schon – räusper – viel zu lange her. Aber es gab Natronkringel. Bei unserer Nachbarin Anne. Sie hatte nicht nur diese leckeren, in Fett ausgebackenen und in Zimt-Zucker gewälzten  Natronkringel, die es bei uns zu Hause nie gab, sie hatte zusammen mit ihrem Mann auch einen Bauernhof. Also: hohes Anziehungspotenzial für mein Kindheits-Ich.

Zum #doughnutday: Natronkringel - Mein wunderbares Chaos

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Ich hab als Kind dort verdammt viel Zeit verbracht. Und hatte nie das Gefühl zu stören. Meine Mutter war allerdings nicht so wirklich begeistert, wenn ich von den Nachbarn mit etwas zu essen nach Hause kam. Über den Fettkonsum hat sie sich seinerzeit wohl keine großen Gedanken gemacht, wohl aber über die Hygiene in der Bauernhofküche.

Putzteufel trifft auf  – ich nenn’s mal  – ultraentspannte Haltung bei der Nahrungszubereitung. Mir war das völlig wurscht, dass die Nachbarin die Eier stets auf den Kartoffeln im selben Topf kochte. Und das obwohl man als Dorfkind damals wusste, aus welchem Ende vom Huhn so ein Ei herausfluppt.

Und Alkohol ist doch eine Lösung!

Schon wieder völlig abgeschweift: Also, der Natronkringel ist mir zum Thema als erstes in den Sinn gekommen. Er ist ein Kringel, er ist gebacken – das macht ihn doch wohl zum Doughnut, oder? Im Fett auszubacken ist etwas, das ich eher zu vermeiden suche, also eine Backofenversion. Natürlich gibt es in der Chaosküche keine Doughnutsformen, also noch schnell bei der lieben Sonja von diefoodalchemistin welche geliehen. (Dicker Schmatzer dafür!) Sogar für Mini-Doghnuts – ich mag Gebäck in seiner kleinsten Form tatsächlich am liebsten.

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Hm, im Backofen gebacken schmecken die Kringel schon anders. Und ohne Fett haftet auch der Zimt-Zucker nicht vernünftig an den Kringeln, äh, Doughnuts. Vorher mit flüssiger Butter einstreichen wäre eine Option gewesen, aber irgendwie war mir meine Doughnut-Variante zu diesem Zeitpunkt dann doch viel zu – naja – Basic. Und wenn ich Basic schreibe, meine ich eigentlich langweilig.

Alkohol ist zwar eigentlich keine Lösung, hier aber schon. Ich habe einen Zuckerguss mit Calvados angerührt und die Natronkringel hinein getaucht. Zimt-Zucker drauf. Schon besser. Viel besser. Ich glaube, so hätten die der lieben Anne auch geschmeckt.

Zum #doughnutday: Natronkringel - Mein wunderbares Chaos
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Natronkringel

Der Natronkringel war ein früher Doughnut.

Gericht Gebäck
Länder & Regionen American
Keyword Donut, Doughnut
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Kühlzeit 30 Minuten
Portionen 20 Mini-Donuts

Zutaten

  • 50 Gramm weiche Butter
  • 60 Gramm Zucker
  • 2 Eier
  • 2 EL sauere Sahne
  • 500 Gramm Mehl
  • 1/2 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 1 Zitrone Abrieb
  • 250 Milliliter Milch

Für die Glasur

  • 100 Gramm Puderzucker
  • 3 EL Calvados
  • Zimt
  • Zucker

Anleitungen

  1. Die weiche Butter schaumig schlagen, zuerst den Zucker, dann die Eier und die sauere Sahne hinzugeben und unterrühren. Mehl, Natron, Salz und Zitronenabrieb miteinander vermengen. Unter den Teig heben. Nach und nach die Milch mit unterrühren, bis ein Teig entsteht, der schwer vom Löffel reißt. Den Teig für 30 Minuten kühl stellen.

  2. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ich habe den Teig anschließend mithilfe eines Dispensers in die Silikonform gegeben. Das funktioniert auch gut mit einem Spritzbeutel.

  3. In zirka 15 Minuten goldbraun backen. Zehn Minuten in der Form stehen lassen, dann die Doughnuts auf einem Kuchengitter völlig abkühlen lassen.

  4. Puderzucker sieben und mit dem Calvados zu einem nicht zu festen Guss verrühren. Mit einem Löffel über die Doughnuts geben oder das Gebäck in die Glasur tauchen. Zimt und Zucker miteinander vermischen und auf die noch feuchte Glasur geben. Genießen!

Und hier geht’s zu lieben Bloggerkolleginnen, die sicher nicht zum ersten Mal Doughnuts gebacken haben. Schaut doch mal vorbei, da sind nämlich tolle Rezepte zusammen gekommen.

1x umrühren bitte aka kochtopf: Gebackene Zitronen-Donuts mit Lemon Curd
Bake to the roots: Donut Day Cookies
Münchner Küche: Banana Bread Donuts aus dem Backofen
evchenkocht: Krokant-Doughnuts mit Kirschglasur
USA kulinarisch: Donut-Mythen und ein Rezept für Peanut Butter Jelly Donuts
Küchenmomente: Maple Bacon Doughnuts aus dem Backofen
Jessis Schlemmerkitchen: Schokoladen-Espresso Donuts mit Erdnuss-Crunch
Backmaedchen 1967: Erdbeer-Schoko Donuts aus dem Backofen
Meine Küchenschlacht: Easy Peasy Erdbeer-Sahne-Donuts
Labsalliebe: Mini Donuts in Sirup nach persischer Art
Schnin’s Kitchen: Glasierte Donuts – der Klassiker

Unterschrift - Mein wunderbares Chaos

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16 Gedanken zu „Zum #doughnutday eine Kindheitserinnerung: Natronkringel“

  1. Ich mag deine Schreibe einfach so gerne, und so ein Mini-Natronkringel würde ich auch gerne probieren! Vor allem mit dem Guss – da müssen sie ja schmecken.

    Happy Doughnut Day!

    1. Liebe Zorra,

      das freut mich aber sehr. Mir hat das Schreiben auch großen Spaß gemacht. Vielen Dank fürs Organisieren!

      Herzlichst, Conny

  2. Liebe Conny,

    ich musste jetzt echt grinsen bei deinem Beitrag mit Rosa Doughnuts ich denke du weisst warum 😉 Alkohol ist keine Lösung… für deine kleinen Natronkringel schon… die sind dir sehr gut gelingen und ich würde sie zu gerne jetzt mal probieren.

    Herzliche Grüße
    Britta


  3. Liebe Conny,

    Ohh mein Gott, die sehen ja absolut klasse aus! SO lecker, da kriege ich richtig Appetit und würde sie am liebsten direkt wegnaschen :)

    Herzliche Grüße

    Susan

  4. Tolles Rezept und klasse Bilder. Ich wollte auch schon so lange welche machen und habe es bisher noch nicht in Angriff genommen. Nun werde ich es aber einfach mal mit deinem Rezept testen

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