Oh la la - Brioche wie vom französischen Bäcker - Mein wunderbares Chaos

Oh la la – Brioche wie vom französischen Bäcker

Ihr Lieben,

[Werbung]. Am Wochenende war ich wieder beim Synchronbacken von Zorra und Sandra dabei. Das gemeinsame Ziel: Brioche wie vom französischen Bäcker. Das Rezept stammt von Le Pétrin und ich bin verdammt glücklich, dass Zorra die Übersetzung übernommen hat. Keine Ahnung, was sonst dabei rausgekommen wäre. Mit Sicherheit nicht dieses lecker-buttrige Hefegebäck, eben “la vraie brioche du boulanger”. Oh la la!

Ich liebe das Original Synchronbacken, weil die Projekte, die sich Zorra und Sandra dafür aussuchen, immer ein bisschen anspruchsvoll sind und vom Anfänger bis zum Profi alle, die mitbacken, ordentlich fordern. Außerdem sind es Rezepte, die jeder nochmal für sich abwandeln kann, falls ihm die Herausforderung nicht groß genug scheint.

Synchronbacken – jeder für sich
und trotzdem nicht allein

Es macht einen Riesenspaß, wochenends die Instagram-Accounts zu durchforsten und zu schauen, wer gerade bei welchem Arbeitsschritt ist. (Und welcher Teig gerade am meisten zickt…) Noch schöner ist es, am Ende all die verschiedenen Ergebnisse zu bewundern. Dass alle nach dem selben Rezept backen und dann doch noch so viel Individualität gezeigt wird – das finde ich richtig toll.

Es war mein insgesamt drittes Synchronbacken mit den beiden – und sicher nicht mein letztes. Hier habe ich schon mal die Fougasse mitgebacken und hier geht es zu herrlichen Hefe-Salz-Brötchen. Ich habe bei der 23. Auflage ganz schlichte kleine Brioches gebacken – in allererster Linie, weil es die ersten Brioches meines Lebens waren. Da wollte ich mich nicht gleich übernehmen. :)

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Hauptsache Geschmack!

Was ist nun das Besondere an Brioche im Vergleich zu anderen Hefeteigen? Naja, da kommt einfach wahnsinnig viel Butter dran. Und auch eine ordentliche Menge Eier. Gut, die französischen Bäcker waren ja jetzt noch nie bekannt für Low-Irgendwas. Hauptsache Geschmack – und glaubt mir: Davon haben diese Brioches jede Menge. Sie zergehen quasi auf der Zunge. Wir haben sie am Sonntag zum Frühstück mit selbst gemachter Marmelade verspeist. Ein Träumchen.

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Nichts für Kurzentschlossene

Bevor es allerdings soweit war, stand ganz viel Kneten und noch mehr Teigruhe auf dem Programm. Der Teig bleibt über Nacht im Kühlschrank, so dass dieses Rezept nicht gerade etwas für kurzentschlossene Bäcker ist. Allerdings müsst Ihr dafür nicht viel Zeit auf den Einkauf verschwenden, denn die Zutatenliste ist sehr übersichtlich; davon ist im Chaosheim eigentlich immer alles vorrätig.

Weil alleine ungefähr 40 Minuten lang geknetet wird, ist es gut, wenn einem die Küchenmaschine diese Arbeit abnimmt. Wer sich das von Hand vornimmt, spart an diesem Tag das Fitnessstudio. Ich habe die ursprüngliche Teigmenge für uns halbiert. Mein Teig war vielleicht ein bisschen zu klebrig, daher plant lieber ein bisschen mehr Mehl als die 500 Gramm ein. Der Teig soll aber keinesfalls zu fest werden, sondern wunderbar geschmeidig.

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La vraie brioche du boulanger

Zur Arbeitszeit kommen noch einmal rund 3,5 Stunden Teigruhe dazu sowie ein Übernacht-Aufenthalt im Kühlschrank.

Vorbereitungszeit 40 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Arbeitszeit 55 Minuten

Zutaten

  • 500 Gramm Weizenmehl vielleicht etwas mehr
  • 25 Gramm frische Hefe
  • 75 Gramm Zucker
  • 10 Gramm Salz
  • 5 Eier
  • 75 Milliliter Milch
  • 200 Gramm kalte Butter in kleinen Stückchen
  • Eigelb zum Bestreichen

Anleitungen

  1. Die Hefe in ein kleines Schüsselchen krümeln und den Zucker dazu geben. Umrühren und warten, bis sich die Hefe verflüssigt. Die Hefe-Zucker-Mischung, das Mehl, die Eier und die Milch in die Küchenmaschine geben und 5 Minuten auf kleinster Stufe kneten.

  2. Das Salz dazu geben und noch einmal 10 Minuten weiter kneten (lassen). 

  3. Zuletzt nach und nach die Butter in Stücken dazu geben und mindestens 10 Minuten weiter auf Stufe 1 oder 2 kneten. 

  4. Wenn die Butter eingearbeitet ist, den Teig 1 bis 1,5 Stunden zugedeckt an einem warmen Ort ruhen lassen.

  5. Anschließend die Luft aus dem Teig drücken. Das funktioniert, indem man ihn faltet oder ihn ein paar Mal "mit Schmackes" auf die Arbeitsfläche donnert.

  6. Den so entgasten Teig rund formen und über Nacht (mindestens jedoch 6 Stunden) in den Kühlschrank geben.

  7. Am nächsten Tag die Brioche nach Gusto formen. Anschließend noch einmal 1,5 bis 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

  8. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Vor dem Backen die Brioche mit Eigelb bestreichen. Je nach Größe 15 bis 30 Minuten backen. Und ein Schälchen mit Wasser mit in den Backofen geben. Bei meinen kleinen Brioches habe 15 Minuten genau gepasst.Auskühlen lassen. Genießen!

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In der Muffinform gebacken

Weil ich keine Brioches-Formen habe – warum auch, hab ja noch nie welche gebacken – habe ich die Brioche in Muffinformen gesetzt. Das hat ganz wunderbar funktioniert.

Auch wenn man es nach dem Backen vielleicht nicht mehr allzu gut sehen kann: Ich habe vier Teigstränge miteinander verflochten (das habe ich hier bei Aurélie gesehen), die Spitzen dann nach unten gefaltet und das so entstandene Flechtwerk mithilfe einer Teigkarte in die Muffinform “bugsiert”. Ich hab in Silicon gebacken, aber auch im Muffinblech solltet Ihr auf Butter verzichten können – ist ja genügend Fett im Teig.

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Fronkreisch, Fronkreisch

Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich ein großes Faible für französische Backwaren. Ich liebe französische Bäckereien und all die kleinen Sauereien, die sie Dir dort anbieten. Und wenn ich dem glauben darf, was ich auf der Ambiente gesehen habe, dann ist Frankreich in diesem Jahr ganz großes Backthema. Leider sind nicht alle meine Fronkreisch-Backversuche von Erfolg gekrönt. Ich sage nur: Macarons.

Aber ich lasse mich von den kleinen Scheißerchen nicht unterkriegen. Notfalls kann ich von hier aus jederzeit schnell ins Elsaß fahren und mich vor Ort versorgen. Und dann ist da ja auch noch der Macarons-Backkurs in Paris in Planung. Dahin würde ich Euch auf jeden Fall mitnehmen. Ehrensache!

Herzlichst, Conny

PS: Noch viel mehr zum Thema Brioche und wundervolle Varianten dieses Rezepts findet Ihr auf den nachstehend aufgeführten Blogs.

Sandra von From-Snuggs-Kitchen
Zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Jutta von jutt-ah.de
Rebekka von Pfanntastisch!
Aleksandra von Maine Cook
Bo von Bo’s Kitchen
Katha von katha-kocht!
Sarah von Kinder, kommt essen!
Birgit M. von Backen Mit Leidenschaft
Sylvia von Brotwein
Caroline von Linal’s Backhimmel
Anna von teigliebe
Christina von The Apricot Lady
Birgit D von Birgit D – Kreativität in Küche, Haus & Garten
Eva von evchenkocht
Anna und Martin von Die Küchenwiesel
Becky von Baking Science Traveller
Steffi von Dulcipessa
Tina von Küchenmomente
Sabine von Fundstücke
Simone von zimtkringel
Steffi von Kochtrotz
Debbie von Doing Things Differently
Lynn von Küchenkränzchen
Simone von Aus der Lameng
Julia von KAMAU
Volker von Voker mampft
Simone von Delicious dishes around my kitchen
Susan von Labsalliebe

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26 Gedanken zu „Oh la la – Brioche wie vom französischen Bäcker“

    1. Liebe Tina,

      ich finde es spannend, was am Ende jede Einzelne daraus macht! Und die Rezepte sind immer Hammer. Die Brioche backe ich sicher noch öfter. Dann vielleicht in einer Eurer Varianten. Ich geh mal stöbern!

      Herzlichst, Conny

  1. Ich finde deine geflochtenen Brioches wunderschön, das werde ich auch mal probieren, weil das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich Brioches gebacken habe. ;-) Schön, dass du dabei warst und es macht uns auch immer Freude zu sehen, was so gebacken wird.

    1. Liebe Zorra,

      ich werde die spätestens zu Ostern wieder backen – das Rezept habt Ihr wirklich sehr gut ausgesucht. Was sag ich da? Macht Ihr ja immer! ;)
      Ich habe die Gelegenheit genutzt, nicht nur meine Brioches zu zeigen, sondern auch meine “Beute” vom letzten Ausflug zum Pfennigbasar. Das Wedgewood blue und die Waage. Ich konnte nicht widerstehen.

      Herzlichst, Conny

    1. Liebe Bo,

      das war mehr aus der Not geboren, aber solange ich keine Brioche-Formen besitze… Ich will es zu Ostern vielleicht mal mit einem Briochezopf probieren…

      Herzlichst Conny

    1. Liebe Sarah,

      danke, dass Du hier bei mir vorbeischaust. Ich finde, wir haben alle so tolles Hefegebäck abgeliefert. Das hat wirklich viel Spaß gemacht mit Euch allen.

      Herzlichst, Conny

    1. Liebe Aleksandra,

      freut mich, dass Dir meine Brioches gefallen. Sie waren wirklich sehr lecker. Und mir gefällt, was wir alle daraus gemacht haben.

      Herzlichst, Conny

  2. Liebe Conny, ich habe mich ja wie du für die klassische Variante der Brioches entschieden und war genauso begeistert! Deine Variante in den Muffinförmchen finde ich super süß. Hab noch einen schönen Aben! Alles Liebe, Anna

    1. Liebe Anna,

      vielen Dank, dass Du hier bei mir vorbeischaust. Ich mochte die so klassisch sehr gerne, überlege aber, für Ostern vielleicht eine raffiniertere Variante zu probieren.

      Herzlichst, Conny

    1. Liebe Birgit,

      freut mich, dass sie Dir gefallen! Das hat wieder viel Spaß gemacht mit Euch allen! An Geschirr gehe ich leider viel zu selten vorbei. Ich hab bereits ein Schrank-Problem. ;)

      Herzlichst, Conny

  3. Deine kleinen zuckersüßen Brioches sehen wirklich aus wie aus der Patisserie – sehr hübsch und fein geschmeckt haben sie auch wie hätte es auch anders sein können :) Lg Verena

    1. Liebe Birgit,

      Dankeschön, ich fand sie auch sehr gelungen. Das Rezept ist toll und mit Euch allen gemeinsam zu backen – das macht einfach wahnsinnig großen Spaß!

      Herzlichst, Conny

  4. Hallo liebe Conny,
    also, wenn das deine ersten Brioche waren, bin ich schon allein aus optischen Gründen der Meinung, dass du da dringend dranbleiben solltest – so hübsche kleine Brioche zum Frühstück! Sehr lecker!
    Liebe Grüße,
    Eva

    1. Liebe Eva,

      wie schön, dass Du bei mir vorbei schaust! Fürs erste Mal war ich mit den Brioches auch sehr zufrieden. Nächstes Mal traue ich mich dann mal an eine Variante, vielleicht an Deine Schnecken oder an einen Zopf. Es war mir auf jeden Fall ein Vergnügen mit Euch allen zu backen. Vielleicht ja bis zum nächsten Synchronbacken?

      Herzlichst, Conny

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