Simsalabim! Zaubern mit Resten

Ihr Lieben, ich hasse es Lebensmittel wegzuschmeißen! Ich habe mir daher fest vorgenommen, in Zukunft noch öfter und noch kreativer mit Resten zu zaubern. Heute findet Ihr hier also die ersten beiden Rezepte meiner neuen Rubrik „Restlos glücklich“, die ich in den nächsten Monaten mit noch mehr Ideen füttern will. Schließlich landen schon genügend Lebensmittel in der Tonne!

Granatsplitter sind ein super Rezept, wenn man Kuchen- oder Plätzchenreste übrig hat. Klar, hat man selten! 🙂 Aber manchmal eben doch. Bei mir waren es die Brownie-Reste, die übrig geblieben sind, nachdem ich meine Valentinstagsherzen ausgestochen habe. Nicht sehr ansehnlich, aber zum Wegschmeißen viel zu schade.

Leckere Granatsplitter aus Kuchenresten selber machen

Während meiner Schulzeit – also vor verdammt langer Zeit – habe ich mir öfter mal einen Granatsplitter in der Bäckerei geholt. Bis eine meiner Schulfreundinnen mit ihrer Bäckerlehre begonnen hat und mir nachdrücklich davon abgeraten hat! Denn auch der Bäcker verarbeitet in den Granatsplittern seine Reste. Das ist ja auch gar nicht schlimm. Ich vertraue mir selber nur mehr als dem Bäcker…

Granatsplitter selber machen

Das braucht Ihr für 8 bis 10 Granatsplitter:

Für die Schokobuttercreme

  • 1/2 Packung Schokoladenpudding
  • 250 Milliliter Milch
  • 125 Gramm zimmerwarme Butter

Für die Mürbeteig-Plätzchen als „Basis“

  • 100 Gramm Mehl
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 40 Gramm Zucker
  • 1/2 Päckchen Vanillezucker
  • Prise Salz
  • 2 Esslöffel Milch
  • 50 Gramm kalte Butter

Tipp: Man kann auch gekaufte Plätzchen verwenden.

Für den Biskuitboden (oder stattdessen zirka 300 Gramm Kuchenreste: Brownies, Rührkuchen, Biskuit)

  • 100 Gramm Zucker
  • 1/2 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Eier
  • Prise Salz
  • 2 Esslöffel lauwarmes Wasser
  • 100 Gramm Mehl
  • 1/2 Teelöffel Backpulver

 

  • 3 Esslöffel Rum

Für die Glasur

  • 200 Gramm Zartbitter-Kuvertüre
  • 1 Esslöffel Palmen

Restlos glücklich: Aus Kuchenresten werden Granatsplitter

Und so wird’s gemacht:

Man beginnt mit dem Schokoladenpudding. Von der kalten Milch 3 Esslöffel abnehmen und damit das Puddingpulver glatt rühren. Ich verzichte beim Pudding auf Zucker. Der Spaß wird später noch süß genug. Die restliche Milch zum Kochen bringen, von der Flamme nehmen, angerührte Puddingpulver einrühren und anschließend alles noch mal kurz zum Kochen bringen. Den Pudding in eine Schüssel umfüllen und gleich mit Klarsichtfolie bedecken, damit sich keine eklige Haut (Ich hasse die, echt!) bildet. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Falls Ihr keine Kuchenreste habt: Aus den Zutaten für den Biskuitteig einen Biskuit backen. Form ist egal, denn das Gebäck wird in Würfel geschnitten.

Aus den Zutaten für die Plätzchen mit kalten Händen schnell einen Mürbeteig kneten. Zur Kugel formen und in Klarsichtfolie gewickelt für 30 Minuten in den Kühlschrank geben. Den Teig dann etwa 5 mm dick ausrollen und mit einem Glas 8 bis 10 Plätzchen mit einem Durchmesser von zirka 5 Zentimetern ausstechen. Zusammen mit den Teigresten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und 10 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad backen. Die Teigreste werden später zerkleinert und kommen ebenfalls in die Granatsplitter-Masse. Sie sorgen für ein bisschen Crunch. Kekse abkühlen lassen.

Für die Schokoladen-Buttercreme die zimmerwarme Butter schaumig rühren. Löffelweise den Schokoladenpudding unterschlagen. Biskuitteig oder Kuchenreste in Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben. Auch die mitgebackenen Teigreste wandern klein geschnitten in die Schüssel. Rum und Buttercreme dazu geben und vorsichtig vermengen. Aus dieser Masse mit den Händen einen „Berg“ formen und auf den Keksen platzieren. Die bis auf die Glasur fertigen Granatsplitter für 30 Minuten kalt stellen, damit die Buttercreme fest wird. Die Kuvertüre mit dem Palmin im Wasserbad schmelzen. Die Granatsplitter auf eine Palette nehmen und über der Kuvertüreschüssel mithilfe eines Schöpfers mit Kuvertüre begießen. Auf einem Kuchengitter trocknen lassen. Sobald die Glasur getrocknet ist, sind die Granatsplitter verzehrfertig. Der Geschmack variiert – je nach verwendeten Resten.

Granatsplitter selbst gemacht: Das weiß man, welche Reste drin sind.

Aus deftigen Resten wird Gröstl

So, und weil das jetzt ganz viel Süßes war, gibt’s hier noch ein – Rezept kann man es eigentlich nicht nennen – paar Tipps für die Verwendung von Resten der Kategorie deftig. Als „Gröstl“ nämlich. Das stammt ursprünglich aus Tirol und diente der Verarbeitung von Bratenresten, aber ich verwurstele in Gröstl eigentlich so ziemlich alles, was weg muss: Fleischreste, Gemüse, Pilze, Kräuter. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Schmeckt nie gleich, lecker war es bisher eigentlich immer. Was für mich immer zum Gröstl gehört, sind Bratkartoffeln und am Schluss ein Spiegelei obendrauf. Lecker!

Reste leckerst verpackt: im "Gröstl".

Heute mit Spiegelei obendrauf: das Gröstl

Restlos glücklich: Bratkartoffel-Allerlei mit Spiegelei

 

Happy Birthday, Mein Wunderbares Chaos!

Das Blog wird heute ein Jahr alt. Ich bin damit immer noch ein Blog-Frischling, wenn vielleicht auch nicht mehr ganz so naiv wie zu Anfang. Wenn ich etwas gelernt habe im vergangenen Jahr, dann dass Bloggen etwas ist, in das man hineinwachsen muss. Und etwas, das sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Mehr als ich mir vorher hätte vorstellen können.

Aus Mein Wunderbares Chaos ist in seinem ersten Jahr ein Foodblog geworden. Das war am 16. Februar 2016 so noch nicht absehbar. Natürlich habe ich diese Schwäche für leckeres Essen schon lange, aber meinen Blog wollte ich anfangs nicht darauf spezialisieren. Rezepte schon auch, aber eben neben Do-it-Yourself, Büchern, Filmen, Interieur, Beauty… Ich wollte über alles das schreiben, was ich liebe. Doch eine der Erfahrungen aus dem ersten Jahr als Bloggerin: Gemischtwarenhandlung = nicht gut.

Happy Birthday, mein wunderbares Chaos!

Das ist als Einzelperson mit Fulltimejob, die das Bloggen als Hobby betreiben will, einfach nicht machbar. Ganz schnell hat sich nämlich gezeigt, dass ich kaum noch Zeit haben werde, um überhaupt irgend etwas selber zu machen. Dabei fließt die Zeit nicht nur in die Projektidee und ins Fotografieren, immens viel Zeit geht für all das Drumherum drauf. Ich habe niemanden, der mir mit der Technik hilft. Meine einzige Unterstützung, wenn ich irgendwas auf meinem WordPress-Blog umsetzen will, ist Google. Das hat bislang noch immer so weit geklappt, aber es dauert verdammt lange, wenn man sich mit Versuch & Irrtum durchzuschlagen versucht.

Versteht mich nicht falsch: Dieser Blog muss kein Wettrennen gewinnen, das ist mein kleines, ganz persönliches Ding. Wenn ich aber meine Zeit da rein hänge, dann soll das doch bitte auch so aussehen, wie ich mir das vorstelle. Und da verbeiße ich mich dann stunden- und manchmal auch tagelang in Details, die anderen vielleicht gar nicht auffallen. Ganz schnell habe ich außerdem gemerkt, dass meine Fotos nicht meinen Vorstellungen entsprachen. So sahen die zum Beispiel zu Anfang aus.

Obwohl ich finde, dass meine Bilder schon viel besser geworden sind, ist es für mich jedes Mal wieder ein Kampf, bis die Fotos im Kasten sind. Gerade im Winter, wenn ich unter der Woche nur bei Kunstlicht fotografieren kann. Ein Workshop bei Frl. K sagt ja hat mir da sehr weitergeholfen, aber bei der Bildbearbeitung bin ich immer noch unsicher und wurstele mich oft einfach nur durch. Um viele Themen habe ich mich im ersten Jahr überhaupt noch nicht kümmern können. Vor allem die Tatsache, dass ich noch keine richtige Datensicherungsroutine am Laufen hab, macht mir ein bisschen Bauchweh. Und wie SEO wirklich geht, keine Ahnung.

Blümchen zum Bloggeburtstag!

Mein Umfeld fragt auch schon mal, warum ich so viel in dieses Blogprojekt investiere. Denn natürlich bleibt auch weniger Zeit für Familie und Freunde. Ganz einfach: das Blog ist eine einzige große Herausforderung für mich. Und ich liebe Herausforderungen. Ich habe schon so viel dazu lernen dürfen, habe tolle Blogger kennen gelernt, vor allem aber macht es einfach wahnsinnig viel Spaß für dieses Blog zu schreiben – jenseits von journalistischen Darstellungsformen und Verlagsvorgaben. Hier muss ich meine eigenen Meinung nicht als „Kommentar“ kennzeichnen oder versuchen, objektive Distanz zu wahren. Hier bin ich ganz nah bei mir. Natürlich schreibe ich auch hier, damit irgendwer das liest. Sonst müsste ich das nicht im Internet machen, sondern würde von Hand in ein schickes abschließbares Büchlein kritzeln.

Und da bin ich direkt bei einem Punkt, der mich gelegentlich ins Zweifeln bringt: Will das überhaupt jemand lesen, was ich hier schreibe? Ist das für irgendjemanden relevant? Es gibt tausende Blogs und darunter sind sehr viele sehr gute. Warum sollte also irgendjemand genau mein Blog lesen? Die reinen Zahlen, die Google Analytics da so ausspuckt, sind ziemlich ernüchternd. Also: Mehr Zeit investieren, um über soziale Medien Menschen auf mein Blog aufmerksam zu machen – oder einfach auf die Zahlen sch…. und motiviert weiterschreiben für die kleine Schar Auserwählter, die regelmäßig vorbeischaut?

Ich tendiere derzeit zu letzterem, denn: Ich will nicht noch mehr Zeit mit Facebook und Instagram verbringen, stattdessen mit entspannter Grundhaltung im zweiten Bloggerjahr wieder öfter im Leben 1.0 aufschlagen. Zum Beispiel muss ich wieder regelmäßig laufen gehen. Dieses Foodbloggen schlägt ganz schön auf die Körpermitte!

Ich danke Euch von ganzem Herzen, dass Ihr hier seid, dieses Blog lest, unterstützt und kommentiert! Ich hoffe, Ihr schaut auch im zweiten Jahr regelmäßig bei mir vorbei!

Chaos-Grüße von
Eurer Conny

Make Valentinstag great again!

Na, habt Ihr’s schon gemerkt? Heute ist Valentinstag. Selbst, wenn man das wollte, käme man wohl an diesem Tag der Verliebten nicht (mehr) vorbei. Ich stelle hier mal schnell ein paar Selbstverständlichkeiten fest: Leute, wenn Ihr nicht den richtigen Partner an Eurer Seite habt, dann ist das auch am 14. Februar ziemlich kacke! Und wenn Ihr einen Partner habt, der nur einmal im Jahr aufmerksam ist, dann auch.

Das gilt natürlich auch für Euch! Zeigt Eurem Mann/Eurer Frau täglich, wie viel Euch an ihm/ihr liegt. Nicht mit teuren Geschenken, sondern mit kleinen Aufmerksamkeiten, die beweisen, dass Ihr zuhört.  Wenn man das alles macht, dann dürfen es auch rote Rosen zum Valentinstag sein – und überhaupt das komplette Kitsch-Programm. Bei uns geht – wer hätte das gedacht – auch zum Valentinstag die Liebe durch den Magen. Und genauso wie diese rosarote Pärcheneuphorie wird es süß und klebrig. Sorry, ich bin der vermutlich unromantischste Mensch auf der ganzen weiten Welt…

Popcorn mit weißer Schokolade und Herzchen zum Valentinstag

Valentinstag-Popcorn

Filmabend im Chaosheim – und dazu gibt es diese Valentinsversion von Popcorn. Dazu einfach Popcorn zubereiten, weiße Schokolade schmelzen – in der Mikrowelle oder im Wasserbad – in einer großen Schüssel übers Popcorn geben und Herzchen, Liebesperlen und Zuckerstreusel darüber streuen. Vorsichtig miteinander vermengen und auf einen Bogen Backpapier zum Trocknen geben. Wenn es kalt ist, in Stücke zerteilen. Eignet sich auch gut als Geschenk an liebe Menschen. Dazu einfach in ein Zellophan-Tütchen packen.

Valentinstag: Wenn Brownie zu Herzen werden

Brownie-Herzen

Valentinstag ist, wenn sogar die Brownies eine Herzchenform kriegen! Brownies backen, abkühlen lassen und große und kleine Herzchen ausstechen. Aus den Teigresten will ich die Tage Granatsplitter machen. Man kann sie aber auch einfach zu Kugeln formen und in Kakaopulver wälzen.

Das braucht man dafür:

  • 170 Gramm plus 50 Gramm Zartbitter-Schokolade
  • 50 Gramm Vollmilch-Schokolade
  • 225 Gramm Butter
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • 160 Gramm brauner Zucker
  • 4 Eier
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 180 Gramm Mehl
  • Puderzucker zum Bestäuben

Und so habe ich es gemacht:

Die 170 Gramm Zartbitter mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Die restliche Schokolade grob hacken. Die Eier mit Zucker, Salz und Vanillezucker weißschaumig aufschlagen, die abgekühlte Schoko-Butter-Mischung unterschlagen, das Mehl und ganz am Schluss die gehackte Schokolade unterheben. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Brownie- oder Auflaufform geben und etwa 30 Minuten backen. Der Teig darf in der Mitte noch feucht sein. Abkühlen lassen und Herzen ausstechen. Mit Puderzucker bestäuben

Liebe geht nun mal durch den Magen: Brownies-Herzen

Liebestrank mit Granatapfel

Bereits Eva soll Adam einen Granatapfel überreicht und damit den Sündenfall provoziert haben. Und in der griechischen Sage sind die Früchte des Granatapfelbaums Symbole der Göttin Aphrodite. Damit unser Adam nicht gleich merkt, was ihm blüht, verpacken wir die Granatapfelkerne in einem leckeren Liebestrank.

Das braucht man dafür:

  • Gin
  • Granatapfelsaft
  • Eiswürfel
  • Granatapfelkerne
  • Tonic
  • Limette
  • Minzzweige

Liebestrank zum Valentinstag

Und so habe ich es gemacht:

6 cl Gin mit 50 Millilitern Granatapfelsaft auf Eis in den Shaker geben und dort miteinander mischen. Auf zwei mit Eiswürfel gefüllte Tumbler verteilen. Granatapfelkerne nach eigenem Gusto und eine Scheibe Limette zugeben. Mit Tonic Water auffüllen und mit einem Minzzweig zieren. Cheers!

Habt einen wunderschönen Valentinstag da draußen!

Verliebte Grüße – und ganz viele Herzchen
Conny

Liebestrank mit Granatapfel zum Valentinstag

 

Zum ersten Mal: 12 von 12

Hereinspaziert! Heute heißt es bei mir zum ersten Mal 12 von 12. Bei 12 von 12 handelt es sich um ein Fotoprojekt von Draußen nur Kännchen. An jedem 12. eines Monats ruft Caro dazu auf, den Tag in Bildern festzuhalten und die besten Zwölf am Ende des Tages auf dem eigenen Blog zu posten.

Ich bewundere dieses Projekt schon lange und will auch schon lange teilnehmen, aber ich hab’s noch nie geschafft. Nicht zuletzt, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass 12 Fotos von einem meiner ganz normalen Arbeitstage Euer Interesse wecken könnten. Ich nehme an, Ihr habt alle schon mal einen Schreibtisch gesehen, oder? Jetzt im Februar allerdings ist der 12. ein Sonntag. Also hab ich mich mal getraut.

Der 12. Februar in 12 Bildern

Nicht, dass sich in der Regel allzu viel Aufregendes abspielt zwischen meinem späten Sonntagsfrühstück und dem Tatort-Ritual um 20.15 Uhr.  Viel Chillen auf der Couch normalerweise. Allerdings regt das Projekt auch dazu an, den Blick auf die Details im eigenen Alltag zu richten. Und das mag ich sehr. Also nehme ich Euch einfach mal mit.

Weich gekochtes Ei bei 12von12

Sonntagsfrühstück : weich gekochtes Ei. Knigge sagt, nicht mit Brot ausdippen. Ich sag: Ist mir Wurscht, mir schmeckt es so am besten.

Der schönste Platz der Welt: mein Bett

Mein allerliebster Lieblingsort: mein Bett. Das Schöne am Sonntag ist, wir beide haben viel mehr Zeit füreinander!

Wer hat diese Frau gesehen? 12von12

Wer hat diese Frau gesehen? Die maskierte Unbekannte hat hier sämtliche Badtextilien mit Tonerde zugesaut. Nachdem sie auch noch das Waschbecken damit verstopft hat, ist sie spurlos verschwunden. Möglicherweise erkennt Ihr sie am strahlenden Teint. Hinweise auf die Gesuchte bitte in die Kommentare!

Vorfreude auf den Frühling: 12von12

Diese Woche war es nochmal richtig kalt, dabei wäre ich schon so was von reif für Frühling! Diese Ranunkeln zaubern zumindest die Illusion davon ins Wohnzimmer.

Maultaschenburger beim Streetfoodfestival

Kleiner Sonntagsausflug zum Streetfoodfestival! „Dieser Maultaschenburger wird Dein Leben verändern!“ – Mit diesem Versprechen wurde ich gelockt. Zum Glück will ich mein Leben nicht verändern, insofern war es ganz gut, dass der Burger aus Laugenbrötchen, Metzger-Maultasche, glasierten Zwiebeln und Bacon zwar sehr lecker war, aber lebensverändernd? Nö.

Beste Sonntagsbeschäftigung: lesen

Wintersonntage sind zum Lesen da. Ohne Lesebrille geht aber leider gar nichts mehr. Alter ist echt nix für Feiglinge! Oder für Menschen, die ständig ihre Brille verlegen.

Kuschelzeit! Kater Gismo bei 12von12

Natürlich muss von der freien Zeit am Sonntag noch was abgeknapst werden als Schmusezeit für den Kater. Die Kunst ist, Gismos Kuschelwünsche mit meinen Kuschelwünschen in Einklang zu bringen. Natürlich siegt immer der Kater. Alles andere wäre geflunkert.

Sonntagsarbeit: Babydecke stricken

Das wird eine Babydecke. Und zwar für das erste Enkelkind meines Mannes. Ich werde nämlich „Stiefoma“ – falls es den Begriff überhaupt gibt. Ich habe die werdende Mama nach Farbwünschen gefragt; sie hat mir freie Wahl gelassen. Aufgrund dessen ist es ein bisschen eskaliert beim Wolldealer meines Vertrauens. Es wird sehr bunt.

Biskuit-Omelette auf der Kaffeetafel

So ein ganzer Kuchen ist für uns beide am Sonntag Nachmittag doch eher etwas überdimensioniert. Stattdessen gibt’s heute eine leckere Kleinigkeit, ein Biskuit-Omelett. Das hat schon meine Mutter für uns gemacht, meistens mit Dosen-Mandarinen. Ich mag das immer noch sehr. Und man kann das auch mal ganz spontan machen, weil es so schnell geht.

Biskuit-Omelettes mit Himbeer-Sahne

Das braucht man dafür:

  • 2 Eier
  • 2 Esslöffel lauwarmes Wasser
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • 60 Gramm Zucker
  • 60 Gramm Mehl
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • Zucker fürs Geschirrtuch
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • 300 Milliliter Sahne
  • 1 Pack Sahnesteif
  • Himbeeren – frisch oder TK

Und so wird’s gemacht:

Die Eier mit dem Wasser, dem Vanillezucker und dem Zucker weißschaumig aufschlagen. Mehl und Backpulver darunter heben. Backofen auf 200 Grad vorheizen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech vier Teigkreise streichen. Pro Kreis sind das etwa 2 Esslöffel Teig.

In 8 Minuten goldbraun backen. Auf ein mit Zucker bestreutes Geschirrtuch stürzen. Backpapier im flachen Winkel zügig abziehen. Die Biskuitomelettes noch warm vorsichtig zur Hälfte klappen, dabei sachte unter den Rand eines tiefen Tellers schieben, damit sie die richtige Form bekommen. Auskühlen lassen.

Sahne mit Sahnesteif steif schlagen. Mit Spritzbeutel in die ausgekühlten Omelettes spritzen, mit frischen Himbeeren belegen oder aufgetaute TK-Himbeeren unter die Sahne heben und dann in die Omelettes spritzen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.

Entspannter Sonntag!

So, Leute, hier müsst Ihr mich verlassen. Ich entspanne noch ein bisschen in der Badewanne, schlürfe ein Gläschen Rotwein dazu und dann geht’s ab auf die Couch, wo ich mich mit meinem Mann zum gemeinsamen Tatort-Gucken treffe. Traditionen, so wichtig! 🙂

Ich wünsche Euch einen entspannte Ausklang dieses 12. Februar! Und: Kommt gut in die neue Woche!

Eure Conny

Ich mach mit bei 12 von 12!

Hilfe! Es ist die Männergrippe.

Ich muss mich heute schon im Voraus entschuldigen: Falls das Gefasel, das hier gleich folgt, keinen Sinn ergibt, dann liegt das daran, dass ich krank bin. Also richtig krank. Ich hab nämlich Männergrippe. Ich bin leider nicht ich, wenn ich erkältet bin. Oder ich bin ich, aber in meiner schlimmsten Alptraum-Version. Es ist so, als würde sich mir der Schnupfen direkt aufs Hirn legen und jegliches leidlich vorhandene Denkvermögen unterbinden. Deshalb bin ich auch ganz furchtbar unleidlich, wenn ich krank bin. Keiner macht es mir Recht, selbst wenn sich alle noch so sehr bemühen.

Außer meiner Mama. Wenn die da wäre, die würde sich richtig um mich kümmern. Aber die macht natürlich nicht den Fehler, mich zu besuchen, wenn ich krank bin. Die Frau kennt mich mein komplettes Leben, man kann ihr keinen Vorwurf machen. Mein Mann behauptet, ich sei der einzige Mensch bei dem die Grippe anstatt drei Tage drei Wochen kommt, drei Wochen bleibt und drei Wochen geht. Komplett übertrieben ist das natürlich. Aber mein komplettes Umfeld schickt Gebete an sämtliche bekannten und weniger bekannten höheren Mächte, dass das bald ein Ende hat mit meiner Krankheit.

Dreierlei Krautsalate als Beilage zu leckerem Fisch

Ich fühle mich, als würde ich gleich sterben. Also muss das wohl diese gefährliche Männergrippe sein, die ich mir eingefangen habe. Warum ich mir dennoch relativ sicher bin, dass mein letztes Stündlein noch nicht geschlagen hat? Weil ich Appetit habe. Ach was, ich hab ausgewachsenen Hunger. Und meine Körper würde wohl kaum nach Nahrung verlangen, wenn er nicht den festen Willen zur Rekonvaleszenz hätte!

Dreierlei Fisch mit Aioli
und dreierlei Krautsalaten

Zum Glück kann ich auch mit mieser Laune etwas Leckeres kochen – es ist dann nur noch wichtiger als sonst, mir in der Küche aus dem Weg zu gehen! Dass mir meine Mitmenschen auch in diesem Zustand sehr am Herzen liegen, merkt man daran, dass ich umfangreiche Vorkehrungen treffe, um zu verhindern, dass sie sich bei mir anstecken. Zum Beispiel habe ich mir extra diese leckere Aioli gemacht, die ganz automatisch dafür sorgt, dass man zu mir auf Distanz geht. Außerdem wirkt Knoblauch gegen Bakterien und stärkt das Immunsystem. Somit ist quasi allen geholfen.

Zum Fisch gibt's heute die weltbeste Aioli

Aber jetzt ganz ohne Quatsch: Ich liebe diese Aioli. Und weil ich außerdem große Lust auf Fisch hatte, habe ich meinen Mann zum Supermarkt gescheucht, um herauszufinden, ob ihm da was ins Netz geht. Spontan Fisch kaufen ist weit weg von den Meeren dieser Welt nicht so ganz einfach, aber nach einigem Angeln in der Tiefkühlabteilung hat er sich mit Lachs, Thunfisch und Rotbarsch nach Hause getraut. Und damit einen von drei Wunschfischen (Lachs, Seeteufel und Zander standen auf meiner Liste…) ergattert.

Ich hab versucht, gnädig zu wirken, bin aber nicht hundertprozentig sicher, dass mir das gelungen ist. Zu den dreierlei Fischen gab’s dreierlei Krautsalate: Rotkrautsalat, Weißkrautsalat und einen amerikanischen Coleslaw. Zum Leidwesen meines Mannes war eine Sättigungsbeilage (ich liebe dieses Wort und möchte es viel öfter gebrauchen!) nicht vorgesehen. Ihr sollt schon auch mal sehen, dass ich low carb kann, wenn ich will. Ich will halt nur meistens nicht.

Lachs, Thunfisch und Rotbarsch mit Krautsalaten

Die weltbeste Aioli

Ich neige nicht zu Bescheidenheit, wenn ich krank bin.

Das braucht Ihr dafür:

 

  • 4 Knoblauchzehen
  • Salz
  • Cayennepfeffer
  • 2 sehr frische Eigelb
  • 100 Milliliter Olivenöl
  • 5 Esslöffel Rapsöl
  • 3 Esslöffel Zitronensaft
  • 2 Esslöffel Schmand

Und so wird’s gemacht:

Die Eigelb zusammen mit den zerdrückten Knoblauchzehen, Salz und Cayennepfeffer weißcremig aufschlagen. Die Öle in dünnem Strahl langsam zum Eigelb hinzugeben, dabei ständig weiterschlagen. Sobald die Sauce dickflüssig wird, den Zitronensaft und den Schmand dazugeben. Nochmals abschmecken. Fertig.

Meinen Tipp für den Fisch kennt Ihr ja: Nehmt, was Ihr kriegen könnt! Bratet den Fisch in Rapsöl kurz an und im Fall des Thunfischs sogar noch kürzer. Salz und Pfeffer. Und lecker.

Die Krautsalate

Das braucht Ihr dafür:

 

  • 1 kleiner Kopf Weißkraut
  • die Hälfte von einem kleinen Kopf Rotkraut
  • Salz
  • Zucker
  • Pfeffer
  • Apfelsaft
  • Apfelmus
  • Zimt
  • Weinessig
  • Balsamicoessig
  • Olivenöl
  • Saure Sahne
  • Mayonnaise
  • 2 Karotten

Und so habe ich es gemacht:

Den Rotkohl putzen, waschen, vom Strunk befreien und in Streifen hobeln. Mit zirka einem Esslöffel Zucker und etwa einem Teelöffel Salz und etwas Pfeffer in einer Schüssel mit den Händen kräftig verkneten. 30 Minuten ziehen lassen. 2 Esslöffel Weinessig mit 2 Esslöffeln Balsamicoessig, 6 Esslöffeln Apfelsaft, 4 Esslöffeln Rapsöl, drei Esslöffeln Apfelmus und Zimt nach Geschmack verrühren und unter das Rotkraut kneten. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Für Krautsalat und Coleslaw den Weißkohl putzen, waschen und den Strunk entfernen. Kohl in feine Streifen hobeln. Zirka ein Teelöffel Salz, etwa ein halber Teelöffel Zucker und etwas Pfeffer in einer Schüssel mit den Händen kräftig verkneten. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen.

Für den Krautsalat 5 Esslöffel Weinessig und 4 Esslöffel Rapsöl miteinander verrühren und unter eine Hälfte des vorbereiteten Weißkrauts kneten. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.  Für den Coleslaw die beiden Karotten putzen, waschen und raspeln.  100 Gramm saure Sahne mit 5 Esslöffeln Mayonnaise, 2 Esslöffeln Weißweinessig, 1 Teelöffel Salz, etwas Pfeffer und 1 Teelöffel Zucker verrühren. Den restlichen Kohl und die geraspelten Karotten untermischen. Alle Salate gut durchziehen lassen – gerne auch über Nacht.

Dreierlei Fisch mit leckerer Aioli

So, das war’s für heute. Ich widme mich jetzt wieder mit voller Kraft dem Gesundwerden, schlürfe mein Ingwerteechen und nippe am Zwiebelsud. Nicht, dass ich hier am Ende noch die ganzen Fastnachtsveranstaltungen versäume! (Achtung: Ironie. Schon wieder)

Liebe Grüße
(gesendet mit Triefnase und blutunterlaufenen Augen)
Conny

PS: Apropos Fastnacht: Habe ich schon erwähnt, dass ich am Montag noch ein Nachrücker-Ticket für das begehrte Foodbloggercamp in Reutlingen ergattert habe? Das ist nämlich exakt am Fastnachtswochenende. Die Veranstalter haben die Bedeutung der Fastnacht wohl ein bisschen unterschätzt, einige Blogger haben ihre Tickets wieder zurück gegeben und ziehen die Fastnacht vor. Tja: Ihr Verlust, mein Gewinn.

Was ein Foodbloggercamp ist? Ganz ehrlich, so genau weiß ich das selber nicht. Viele Foodblogger treffen sich und regeln irgendwie basisdemokratisch das Programm für das Wochenende, es wird gemeinsam gebacken und gekocht und am Ende fahren alle motiviert wieder heim. Klingt herrlich anarchisch. Und natürlich auch ein bisschen chaotisch. Also genau das Richtige für mich. 🙂

Amerikanischer Coleslaw

And the winner is…

Hier habe ich die vorerst letzte Zusammenfassung von #meinwunderbaresfrühstück für Euch. Der Druck, jeden Morgen eine neue Frühstücksidee finden zu müssen, ist damit erst einmal von mir genommen. Zumindest bis zu einer Neuauflage. Und die wird es auf jeden Fall geben, denn Eure Resonanz auf die Idee war wirklich ganz phantastisch! So viele von Euch haben sich auf Instagram an der Frühstückschallenge beteiligt, dafür danke ich Euch von ganzem Herzen! Das hat so viel Spaß gemacht mit Euch und Euren Rückmeldungen! Und ich habe ganz nebenbei so viele Rezepte ausprobieren dürfen, die künftig dafür sorgen werden, dass meine erste Mahlzeit des Tages viel abwechslungsreicher wird. Jeden Tag Eier Benedikt wird es allerdings wohl nicht geben. 😉

Leckerer Milchreis mit Kirschgrütze

Ich hatte mir für jeden Tag der Woche im Voraus einen Plan gemacht, entsprechend eingekauft. Und dann doch jede Woche alles wieder umgeschmissen. Weil die Zeit zu knapp war, weil mir Termine dazwischen kamen oder weil ich genau darauf gerade keine Lust hatte… Die Eier Benedikt habe ich fast die ganzen vier Wochen vor mir her geschoben. Mir war nämlich von vornherein klar, dass die Umsetzung nicht gerade unaufwändig werden würde. Ich wollte ja auch angefangen von den English Muffins bis hin zur Sauce Hollandaise alles selber machen… Am letzten Sonntag im Januar war die letzte Gelegenheit. Und sie sind wirklich toll geworden. Ganz nebenbei habe ich eine neue Möglichkeit entdeckt, Sauce Hollandaise total einfach in der Pfanne zu machen – und freue mich jetzt ganz doll auf die Spargelsaison. Hollandaise mache ich jetzt aus dem Handgelenk…

Aufwendig, aber sehr, sehr lecker: Eier Benedikt

Milchreis mit Kirschgrütze

Dafür braucht man:

  • 1 Liter Milch
  • 1 Prise Salz
  • 2 Esslöffel + 6 Esslöffel Zucker
  • 250 Gramm Milchreis
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1 Glas Kirschen
  • 1 Packung Vanillepudding

Und so wird’s gemacht:

Die Milch mit dem Salz aufkochen, Milchreis und 2 Esslöffel Zucker einrühren und bei niedriger Temperatur zirka 25 Minuten köcheln lassen. Dabei regelmäßig – vor allem gegen Ende – umrühren, damit der Milchreis nicht anbrennt. Den Milchreis von der Flamme nehmen und bei geschlossenem Topfdeckel noch zirka 10 Minuten nachquellen lassen.

Die Kirschen in ein Sieb abgießen, dabei den Saft auffangen.  Den Vanillepudding mit 5 Esslöffeln vom Saft glattrühren. Restlichen Kirschsaft zum Kochen bringen. Von der Flamme nehmen und den angerührten Vanillepudding mit einem Schneebesen unterrühren. Darauf achten, dass sich keine Klümpchen bilden, aufkochen und anschließend die Kirschen auf niedriger Hitze darin heiß ziehen lassen.

Aus dem restlichen Zucker und dem Zimt Zimtzucker herstellen. Milchreis in tiefen Tellern anrichten, mit Zimtzucker bestreuen und die heiße Kirschgrütze dazu servieren. Lecker. Warm. Ein tolles Frühstück.

Bagel mit Räucherlachs und Frischkäse

Bagel mit Räucherlachs & Kräuterfrischkäse

Das braucht man für 6 Bagels:

  • 175 Milliliter lauwarmes Wasser
  • 11/2 Teelöffel Trockenhefe
  • 250 Gramm Mehl
  • 1 Teelöffel brauner Zucker
  • 1 Liter Kochwasser
  • 40 Gramm Honig
  • 1 Ei
  • Sesamsamen, Leinsamen, grobes Salz, Mohnsamen nach Geschmack

Und so wird’s gemacht:

Trockenhefe und Zucker ins lauwarme Wasser rühren und 5 Minuten stehen lassen. Mehl und Salz miteinander vermischen und mit der Hefe-Wasser-Mischung verkneten. Den Teig eine Stunde lang an einem warmen Ort gehen lassen.

Teig zu sechs Kugeln formen, mit den Fingern ein Loch in die Mitte drücken, Loch mit den Fingern vorsichtig auf 3 bis 4 Zentimeter Durchmesser vergrößern. Die Bagel auf einem  mit Backpapier oder Backfolie belegten Blech zugedeckt für weitere 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Ofen auf 220 Grad vorheizen. Wasser zum Kochen bringen, Honig einrühren. Die Teiglinge vorsichtig nacheinander für ein bis zwei Minuten (wenden!) in das Kochwasser geben. Mit dem Schaumlöffel herausheben, abtropfen lassen.

Mit verquirltem Ei bestreichen. Samen und Salz nach Geschmack miteinander vermengen (ich hatte keinen Mohn da, bei mir daher ohne). Die Bagels in der Samenmischung wenden und für 20 Minuten in den Ofen geben. Auskühlen lassen und nach Wunsch belegen. Mir schmecken die Bagels mit Kräuterfrischkäse und Räucherlachs am besten.

Zum Frühstück: Weißwürste, Brezel und süßer Senf

Ein Weißwurstfrühstück

Unaufwändig, dafür aber immer lecker: ein Weißwurstfrühstück. Meinem Mann und dem Kater mache ich damit eine große Freude. Gismo mag Weißwurst sogar lieber als Thunfisch und geht ab wie die sprichwörtliche Katze von Schmidts, wenn er spitz kriegt, dass es Weißwürste gibt. Wir machen das nur selten und nur an freien Tagen, denn ganz früh am Morgen habe ich da noch nicht so richtig Lust drauf. Außerdem ist es ja nur original mit Weißbier – und das möchte ich morgens um 8 Uhr auch noch nicht so unbedingt haben. Die Weißwürste, der süße Senf, die Brezeln – alles selbst gekauft, nichts davon selbst gemacht. Trotzdem lecker!

Eier Benedikt: English Muffins mit Bacon, pochiertem Ei und Sauce Hollandaise

Die größte Herausforderung: Eier Benedikt

English Muffins = Brötchen aus der Pfanne

Und das braucht man dafür:

  • 1/2 Würfel Frischhefe
  • 2 Teelöffel Zucker
  • 400 Milliliter Milch
  • 40 Gramm Butter
  • 11/2 Teelöffel Salz
  • 1 Ei
  • 550 Gramm Mehl

Uns so wird’s gemacht:

Hefe in einer Tasse mit dem Zucker verrühren, stehen lassen, bis die Hefe sich verflüssigt. Butter in einer Stielkasserolle schmelzen lassen, vom Feuer nehmen und mit der Milch auffüllen. Beides ist dann so temperiert, dass man die Milch-Butter-Mischung mit Mehl, Salz, Ei und Hefe zu einem Hefeteig verkneten kann.

Den Teig eine bis anderthalb Stunden an einem warmen Ort aufgehen lassen oder über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Den Teig von Hand durchkneten und in etwa 16 gleich große Stücke teilen. Die Teigstücke zuerst zu  Kugeln rollen und dann flachdrücken.

Noch einmal zugedeckt 20 Minuten ruhen lassen. Die Muffins in der beschichteten Pfanne bei niedriger Hitze von beiden Seiten backen bis sie goldbraun sind.

Pochierte Eier

Das braucht man dafür:

  • Eier
  • Kochwasser
  • Essig

Uns so wird’s gemacht:

Wasser in einem möglichst großen Topf zum Kochen bringen und einen Schuss Essig dazu geben. Temperatur so regulieren, dass das Wasser zwar simmert, aber nicht sprudelnd kocht. Die Eier zunächst in eine Tasse aufschlagen und dann vorsichtig ins Wasser gleiten lassen. Mit zwei Esslöffeln vorsichtig dafür Sorge tragen,  dass sich das Eiweiß in der gewünschten Art und Weise um das Eigelb legt. Erst dann das nächste Ei ins Essigwasser geben. Nach 2 bis 4 Minuten ist das erste Ei fertig und kann vorsichtig mit einem Schaumlöffel herausgehoben werden. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Mit allen weiteren ebenso verfahren.

Sauce Hollandaise aus der Pfanne

Das braucht man dafür:

  • 250 Gramm Butter
  • 3 Eigelb
  • 3 Esslöffel Wasser oder Weißwein
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • Salz, weißer Pfeffer, Cayennepfeffer

Und so wird’s gemacht:

Alle Zutaten – auch die Butter – kalt in eine kalte Pfanne geben und vorsichtig erhitzen. Dabei die Ingredenzien mit dem Schneebesen verquirlen. Weil alles behutsam auf die selbe Temperatur gebracht wird, verbinden sich Butter und Eigelb optimal miteinander. Natürlich gilt auch hier: Nicht zu heiß werden lassen, sonst hat man Rührei. Aber: Noch nie so schnell und nervenschonend Hollandaise gemacht!

Am Ende die englischen Muffins in zwei Hälften teilen. Das macht man idealerweise nicht mit dem Messer, sondern mit der Gabel. Einfach rundum mit der Gabel „perforieren“ und dann vorsichtig die beiden Hälften voneinander trennen. Bacon-Scheiben in der Pfanne anbraten, auf eine Muffinshälfte geben. Darauf kommen die pochierten Eier. Zum Schluss folgt die Sauce Hollandaise. Ich verspreche Euch: Der Aufwand lohnt sich.

Jetzt aber endlich die Gewinner

Ich habe heute zusammen mit meiner Schwester und Glücksfee Micha die Gewinner der Instagramchallenge #meinwunderbaresfrühstück ausgelost. Insgesamt hatte ich 62 Zettelchen im Lostopf, einige fleißige Frühstücksköche waren gleich mehrfach vertreten, weil sie so emsig Frühstücksbilder gepostet und  mit dem richtigen Hashtag versehen haben.

Das Buch „Frühstücksglück“ geht – Trommelwirbel – an @aliceinwonderland_70. Über „Im Frühstückshimmel“ darf sich @corneliawittmann freuen. Einen „Good Morning“ hat künftig @raspberry79. Und mit „Breakfast Power“ startet @mrs_joasia_ beim Frühstücken so richtig durch. Nochmals meinen Dank an alle, die sich beteiligt haben. Ich hab mich sehr über Eure Fotos gefreut und wäre sehr glücklich, wenn Ihr hier auch zukünftig ein bisschen mitlesen würdet. Wer dieses Mal nichts gewonnen hat: Bitte nicht traurig sein, möglicherweise – aber da möchte ich noch nicht zu viel verraten (weil ich nämlich noch gar nicht konkret fertiggeplant habe) gibt es hier demnächst zum Bloggeburtstag von Mein wunderbares Chaos wieder etwas Schönes zu gewinnen…

Bleibt mir gewogen! Und macht Euch jetzt erstmal ein schönes und vor allem leckeres Wochenende!

Eure Conny

Einer meiner liebsten Klassiker: das Wiener Schnitzel

Wie gehört es denn jetzt, das Original Wiener Schnitzel? Mit Preiselbeeren? Mit Zitrone? Sardellen? Kapern? Ich hab mal versucht, mich schlau zu machen, um hier für Euch zu glänzen.

Zunächst einmal die wichtigste Nachricht: Das Wiener Schnitzel kommt tatsächlich aus Wien. Und nicht etwa aus Italien. Aber die Geschichte, wie sie von Italienern gerne erzählt wird, ist eine schöne. Sie sagt, Feldmarschall Radetzky habe bei einem Feldzug in der Lombardei das Costoletta alla Milanese für sich entdeckt. Das Gericht sei ihm so bedeutend erschienen, dass er es in einem militärischen Lagebericht an den Kaiser erwähnte und ein Rezept beifügte. Die Legende sagt, nach dieser Rezeptur sei dann in der Wiener Hofküche das erste panierte Kalbsschnitzel zubereitet worden.

Rezept für einen Klassiker: das Wiener Schnitzel

Tja, allerdings erwähnt schon ein Wiener Kochbuch aus dem Jahr 1768 ein Rezept für das panierte „kälberne Schnitzel“, das in Ei und Semmelbröseln gewälzt und in der Pfanne ausgebacken wird. Sehr viel älter kann das Gericht kaum sein, denn solange noch auf offenen Feuerstellen gekocht wurde, briet man Fleisch nicht in der Pfanne. Auf dem Rost aber lässt sich ein Wiener Schnitzel nicht zubereiten, es muss nämlich im Fett schwimmen. Das erste Rezept für Costoletta alla Milanese dagegen erschien in einem Mailänder Kochbuch im Jahr 1855 – also ausgerechnet zu einer Zeit, als die Lombardei zu Österreich gehörte und dort österreichische Truppen mitsamt ihren Köchen stationiert waren.

Original nur vom Kalb

Sinn und Zweck der Panade rund ums dünne Kalbfleisch: Das Fleisch wird von außen knusprig, ohne innen trocken zu werden. Meine Meinung ist übrigens: Das Fleisch wird so dünn geklopft, das schmeckt auch mit Schwein. Dann eben als Schnitzel „Wiener Art“. Denn um sich Wiener Schnitzel nennen zu dürfen, muss es Kalb sein. Zitronenscheiben oder -sechstel sind ein Muss, Preiselbeeren können, Sardellen oder Kapern gab es im 19. Jahrhundert zum Schnitzel, als Kalbfleisch gerne mit einer säuerlichen Sardellensauce oder Kapern  serviert wurde – wie heute noch  beim Vitello Tonnato oder bei Königsberger Klopsen. Zum Wiener Schnitzel serviert man sie nur noch selten.

Einer meiner liebsten Klassiker: das Wiener Schnitzel

Das Rezept

Und das braucht man fürs Original:

  • 4 Kalbsschnitzel à 130 bis 150 Gramm mit einer Dicke von zirka 1/2 Zentimeter
  • Salz und Pfeffer
  • Mehl
  • 2 Eier
  • 2 Esslöffel Wasser
  • feine Semmelbrösel
  • 350 Gramm Butterschmalz
  • 1 Biozitrone

Und so wird’s gemacht:

Die Schnitzel abbrausen und mit Küchenkrepp trocken tupfen. Das Fleisch auf 3 Millimeter flach klopfen. Dazu die glatte Seite des Fleischklopfers benutzen, damit das Fleisch nicht reißt. Das Fleisch von beiden Seiten dem Salz und Pfeffer würzen.

Eine Schale (Auflaufformen funktionieren gut, zur Not tun es auch tiefe Teller) mit Mehl füllen, in der zweiten Eier mit Wasser verquirlen. Die Semmelbrösel kommen in die dritte Schale.

Das Original: lecker Wiener Schnitzel

Die Schnitzel nacheinander zuerst im Mehl wenden und das überschüssige Mehl abklopfen. Dann die Schnitzel durchs Ei ziehen, so dass sich ein leichter Film um das Fleisch bildet.Zuletzt in den Bröseln wenden, bis diese das Schnitzel dicht umschließen. Überschüssige Brösel abschütteln. Nicht andrücken!

Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Das Fett sollte rund 2 Zentimeter hoch in der Pfanne stehen. Sofort nach dem Panieren die Schnitzel darin goldbraun ausbacken. Das dauert etwa 3 bis 4 Minuten pro Seite. Dabei während des Bratens immer wieder an der Pfanne rütteln, so dass das Fett auch über die Oberfläche des Schnitzels „spült“. Gerne auch einen Löffel zu Hilfe nehmen. Dadurch schlägt die Panade die gewünschten „Wellen“.

Schnitzel auf Küchenkrepp abtropfen lassen und mit Zitronenscheiben belegt servieren. Dazu gibt es entweder Petersilienkartoffeln und Gurkensalat oder einen leckeren Kartoffel-Gurken-Salat.

Was Ihr nicht unbedingt nachmachen müsst: Wir kochen hier auf einem wundervollen Gastro-Gasherd von Zanussi. Weil der Gasanschluss im Keller liegt und wir unter dem Dach wohnen, haben wir uns für Flaschengas entschieden. Wer mit Flaschengas kocht, sollte unbedingt immer eine Ersatzflasche Gas zuhause haben. Weil man sonst leicht mal am Herd steht und mehrere Schnitzel in diversen Pfannen hat, aber leider keine Flammen mehr unter diesen Pfannen. Bei mir passiert um 18.45 Uhr. Um 19 Uhr schließt der Gashändler seine Pforten. Ich hab geflucht wie ein Bierkutscher und dann Gas gegeben, um Gas zu holen. Es war alles sehr aufregend.

Es grüßt Euch – so chaotisch wie immer
Conny

Nach allen Regeln der Metzgerskunst

Die liebe Nadine von dip..t..seren(ity) hat für uns eine Besichtigung des noch relativ neuen Fleischwerks der Edeka Südwest in Rheinstetten organisiert. Trotz großen Interesses: Am Freitag morgen um 10 Uhr ist das Häufchen Foodblogger, das sich unter der Aufsicht von Sigrun Schäfer, die uns gleich durch das Fleischwerk führen wird, in eine Mischung aus Teletubbies und Tatortreiniger verwandelt, eher überschaubar.

Gut für die, die sich die Zeit genommen haben, denn Sigrun Schäfer kann mit uns Vieren natürlich viel näher ans Geschehen als sie das mit einer größeren Gruppe könnte. Zuerst aber müssen wir unseren Schmuck abnehmen, die Kamera- und Handtaschen gleich wieder ins Auto bringen und jedes Härchen und jedes Fitzelchen Straßenkleidung unter weißer Vlieskleidung verstecken. Dann geht’s los. Mit ansteckender Begeisterung lotst uns Sigrun Schäfer durch den hochmodernen Betrieb, in dem traditionelles Metzgerhandwerk und modernste Technik aufeinander treffen.

Das moderne Fleischwerk der Edeka Südwest in Rheinstetten

Mich hat sehr beeindruckt, wie respektvoll und hygienisch einwandfrei hier mit Fleisch umgegangen wird. Wir schauen zu wie kesselfrische Fleischwurst entsteht oder wie Metzger routiniert ihre Schnitte setzen, um dann schließlich Schweinelachse, Lende oder Schinken in blauen und weißen Fleischkisten auf ihre Weiterreise über die Förderbänder zu schicken. Der Zugang zum Hygienebereich ist so geregelt, dass ohne vorheriges Händewaschen und Hände desinfizieren kein Durchkommen ist.

50 Metzgermeister und mehr als 180 Metzger bringen ihre Kompetenz mit ein, entwickeln Rezepte weiter und reagieren auf die Kundenwünsche in den Edekamärkten vor Ort. Zur Spargelzeit braucht es mehr Schinken, im Sommer haben Bratwürste und Grillfleisch Saison, im Winter Kassler und Sauerbraten. Es gibt Reifekammern zur Trockenreifung, eine Manufaktur, in der veredelte Spezialitäten hergestellt werden und Kammern, in denen über Buchenholzspänen geräuchert wird.

Hygienisch einwandfreier und respektvoller Umgang mit Lebensmitteln zeichnen die Produktion in Rheinstetten aus

Zahlen & Fakten

Mehr als 1.250 Edeka-Märkte in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland werden von Rheinstetten aus beliefert. Etwa 250 Tonnen Fleisch und rund 125 Tonnen Wurst gehen hier pro Tag durch die Produktion. Geschlachtet wird nicht in Rheinstetten, sondern in den Schlachthöfen vor Ort, nahe beim Landwirt. 800 Bauern züchten für Edeka Südwest Schweine, Rinder, Schafe und Hühner und bauen auf ihren Feldern Futter an. Im Fleischwerk kommen Schweinehälften und Rinderviertel an, aber auch Handelsware wird hier umgeschlagen.

Futuristisch geht es im automatischen Palettenlager sowie im Kistenlager zu. Wenn die Bestellungen der Edeka-Kaufleute erst einmal in die EDV eingespeist sind, die Produktion daran angepasst und anschließend alles ordentlich verpackt wurde, dann flitzen die Shuttles nur so zwischen Paletten und Kisten hindurch und suchen heraus, was gebraucht wird.

Bis zu 130.000 Warenbestellungen gehen pro Tag ein, bis zu 100.000 Kisten und Kartons werden pro Tag kommissioniert. Am Ende landet die Ware auf einem Rollwagen an der Lkw-Rampe, von wo aus sie ganz frisch in die Edeka-Märkte der Region gebracht wird. An dem Aufdruck „BW0333“ erkennt man dort Ware, die aus dem Fleischwerk Rheinstetten kommt.

Liebe Grüße
Conny – die jetzt Lust auf ein ordentliches Stück Fleisch hat

Wer selbst einmal an einer Führung durch die gläserne Produktion teilnehmen möchte, der vereinbart das unter 0721 180558303. Mehr Infos gibt es hier.

Die verwendeten Fotos wurden mir vom Fleischwerk zur Verfügung gestellt. Selbst durften wir leider nicht fotografieren.

Der Countdown läuft: #meinwunderbaresfrühstück

Noch vier Tage läuft meine Challenge auf Instagram. Ich habe im Januar damit nicht nur Euch, sondern  in erster Linie auch mich selbst ordentlich herausgefordert. Mit dem Anspruch an mich, jeden Tag im Januar ein anderes Frühstück zuzubereiten. Mit vielen neuen Rezepten und mit dem Druck, dass auch immer alles auf Anhieb klappt. Keine Zeit für zweite Anläufe…

Ich habe mich wahnsinnig gefreut – und tue es immer noch – über all Eure Frühstücksfotos, Eure Vorschläge, Eure Kommentare. Aber – ganz ehrlich: Ich bin erleichtert, wenn’s dann endlich Februar ist und nicht mehr alle meine Gedanken um das nächste Frühstück kreisen. Sondern eben auch mal wieder um all die anderen schönen Mahlzeiten. 🙂

Geröstetes Walnussbrot mit Avocado und pochierten Eiern

Avocado-Brot

Avocado – bis auf eine kleine Affinität zur Guacamole, ich würde mal sagen, während der Neunziger, hab ich von diesem Superfood bislang immer die Finger gelassen. Aber im Rahmen der Frühstückschallenge habe ich Overnight Oats mit Chiasamen probiert, warum also nicht auch Avocado aufs Brot?

Ich sag’s gleich: Da werde ich sicher zum Wiederholungstäter. Das ist ein unaufwändiges Frühstück mit hohem Genusswert. Ich habe eine Scheibe Walnussbrot geröstet, eine reife Avocado püriert und mit Chili, Salz, Pfeffer, Olivenöl und Zitronensaft abgeschmeckt. Oben drauf habe ich dann noch 2 pochierte Eier gepackt. Das passte ganz prima zusammen.

Leckerer Pfannkuchen aus dem Ofen

Pfannkuchen aus dem Ofen

Auch dieses Frühstück war nicht wirklich aufwändig zu machen. Pfannkuchenteig zusammen rühren, die Pfanne mit der Butter in den Ofen geben, der auf 180 Grad hochgeheizt wird. Der Pfannkuchenteig kommt dann für 15 bis 20 Minuten in den Ofen. Dadurch ist man nicht an den Herd gefesselt, sondern kann mal eben rasch unter die Dusche hüpfen, während das Frühstück von alleine backt. Den goldbraunen Pfannkuchen mit Puderzucker bestäuben oder mit Zimtzucker servieren.

Das braucht man für eine Pfanne von zirka 20 Zentimetern Durchmesser:

  • 2 Eier
  • 80 Gramm Mehl
  • 3 Esslöffel Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 150 Milliliter Milch
  • 1 Esslöffel Butter für die Pfanne
  • Puderzucker oder Zimtzucker

Müslikörbchen mit Joghurt und Beeren

Müslikörbchen mit Joghurt und Beeren

Schmeckt in etwa genauso wie Granola-Knuspermüsli, sieht aber hübscher aus!

Und das braucht man dafür:

  • 2 Bananen
  • 100 Gramm Honig
  • 125 Gramm kernige Haferflocken
  • 1 Teelöffel Zimt
  • Rapsöl
  • 250 Gramm Naturjoghurt
  • 125 Gramm Beeren nach Wahl

Und so habe ich es gemacht:

Bananen mit einer Gabel zu Brei zerdrücken,  Mit Haferflocken, Honig und Zimt vermischen.  Alles gleichmäßig vermengen. Mulden einer Muffinform einölen. Haferflocken-Masse auf die Mulden verteilen und mit den Fingern an die Form anpassen, so dass Körbchen entstehen. Bei 180 Grad zehn Minuten backen. Die Cupcakes auskühlen lassen, aus der Form nehmen und auf einen Teller geben. Naturjoghurt in die Körbchen geben und mit Beeren verzieren.

Müslikörbchen mit Joghurt und Beeren

Tomate-Mozzarella-Sandwich

Wenn es draußen kalt und grau ist, ist etwas Warmes zum Frühstück genau richtig!

Das braucht Ihr dafür:

  • 8 Scheiben Sandwichtoast
  • 4 Tomaten
  • Basilikum
  • 250 Gramm Mozzarella
  • 4 Scheiben gekochter Schinken
  • Salz und Pfeffer
  • 375 Milliliter Milch
  • 3 Eier
  • Rapsöl

Und so wird’s gemacht:

Tomaten und Mozzarella in Scheiben schneiden. 4 Scheiben Toast mit dem Schinken, den Tomaten- und Mozzarella-Scheiben und dem Basilikum belegen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit den restlichen Toastscheiben belegen.

Eier und Milch in einem tiefen Teller verquirlen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Gefüllte Sandwiches vorsichtig darin wenden und dabei die Ränder zusammendrücken. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Sandwiches nach und nach von jeder Seite etwa 3 Minuten braten. Nach dem Braten halbieren.

Sandwich mit Tomate, Mozzarella und Schinken

Frühstück zum Mitnehmen

Das Schöne an diesen Frühstücksriegeln: Man kann sie auch ganz wunderbar ins Büro mitnehmen. Sie sind nicht nur gesund, sie sind tatsächlich auch sehr lecker. Und: Man kann ganz einfach das rein packen, was man am Liebsten mag. Bei mir waren das Kokoschips und Cranberries.

Das braucht man für die Riegel:

  • 150 Gramm gepopptes Quinoa
  • 100 Gramm Haferflocken
  • 2 Teelöffel Leinsamen
  • 1 Prise Salz
  • 1 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 100 Gramm Kokosöl
  • 80 Gramm Ahornsirup
  • 50 Gramm Apfelbrei
  • 60 Milliliter Milch
  • zusätzlich nach Geschmack Nüsse, Samen, Kokoschips, Cranberries oder Rosinen

Und so habe ich es gemacht:

Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Masse in eine Brownie- oder Auflaufform geben und für 25 bis 30 Minuten in den Ofen geben. Nach dem Backen in der Form abkühlen lassen. Im kalten Zustand in Bars schneiden. Halten sich im Kühlschrank bis zu einer Woche.

Frühstück zum Mitnehmen: selbstgemachte Müsliriegel

Apfelpfannkuchen wie bei Mama

Die hat schon meine Mama für mich gemacht. Und wenn ich quasi nichts im Haus habe, um meinen Süßhunger zu stillen: Die Zutaten für Apfelpfannkuchen sind immer da.

Das braucht man dafür:

  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 250 Milliliter Milch
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 125 Gramm Mehl
  • 1 Apfel
  • Rapsöl
  • Zucker
  • Zimt

So mache ich die Pfannkuchen:

Aus Eiern, Milch, Backpulver und Mehl einen Pfannkuchenteig zusammenrühren. Teig quellen lassen. In der Zwischenzeit den Apfel schälen und in dünne Scheiben schneiden. Unter den Teig heben.

Öl in der Pfanne erhitzen. Mit dem Saucenlöffel Pfannkuchenteig abmessen und in die Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun backen und heiß in Zimt-Zucker wenden.

Apfelpfannkuchen mit Zimtzucker

So, zum Schluss gibt’s noch ein Bild von meinen verunglückten Apfel Roll-ups! Das war wirklich nix. Ich habe dafür Toastscheiben mit dem Nudelholz ausgerollt und mit in Würfel geschnittenem Apfel gefüllt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es an dem Toast lag, dass das Aufrollen und anschließende Wenden in zerlassener Butter in totalem Gebrösel endete. Vielleicht probiere ich das nochmal, aber nicht mehr in diesem Monat.

Countdown heißt übrigens auch, alle die es bislang noch nicht geschafft haben, ihr Frühstücksfoto auf Instagram unter #meinwunderbaresfrühstück zu posten, müssen sich beeilen. Denkt dran: Es gibt vier wundervolle Kochbücher zu gewinnen! Seid dabei! Und kommt gut in den Tag!

Eure Conny

Leider misslungen: Apfel Roll-ups

 

Ein wunderbarer Kochabend mit Fremden

Ich hatte eigentlich schon vergessen, dass ich mich irgendwann vor ein paar Monaten dafür beworben habe. Umso größer war die Freude, als die Email von Johannes Guggenberger kam. Johannes betreibt den Blog Stuttgart Cooking und ist einer der Gastgeber für Kenwood Küchenpartys.

Zum Jahresanfang kam seine Nachricht, die in Kurzform lautete: „Conny, Du bist bei der nächsten Küchenparty dabei. Sei am 18. Januar abends in Stuttgart. Wir machen tolle Desserts.“ Ich wertete das gleich mal als sehr gutes Omen für 2017 und hab mich wahnsinnig über die Nachricht und auf den Abend gefreut. Mit netten Leuten gemeinsam kochen – und dann auch noch Desserts! Was gibt es Besseres? Ich habe da nämlich diese klitzekleine Schwäche für Süßes…

Johannes Guggenberger von Stuttgart Cooking lud zur Kenwood Küchenparty

Was ist eine Kenwood Küchenparty?

Bei der Kenwood Küchenparty steht die Kenwood Cooking Chef – eine monströse Küchenmaschine mit wahnsinnig vielen Funktionen – im Mittelpunkt. Sie ist quasi der Star des Abends. Sechs Monate lang wird einmal im Monat in acht Städten ein Motto-Kochabend veranstaltet, bei dem diese Maschine zum Einsatz kommt.

Gastgeber sind Blogger, in Stuttgart ist das Johannes, zusammen mit seiner Freundin Angi, einer wundervollen Fotografin (Bilderschön Ludwigsburg). Auf der Kenwood-Website kann man sich bewerben, als einer von sechs Gästen an der Küchenparty teilzunehmen. Und „teilnehmen“ bedeutet in dem Fall eben nicht nur, dass man mitessen kann, sondern man darf und muss auch mithelfen. Jeden Monat wird von einer Jury ein Gewinnerteam gekürt und das Gewinnerteam darf am Ende mit Johann Lafer kochen.

Tolle Atmosphäre bei der Kenwood Küchenparty in Stuttgart - und gekocht wurde auch!

Angi und Johannes haben uns sehr herzlich in ihrem Heim in Stuttgart-Stammheim begrüßt. Der Tisch war schon gedeckt, Aperitif und Brot mit deftigem Aufstrich standen bereit. Letzterer war auch dringend nötig, um irgendwann zwischendrin unsere Gaumen zu neutralisieren. Ich will nicht vorgreifen: Aber so ein Abend nur mit Desserts: Wir sind ganz dicht am Zuckerschock vorbeigeschrammt, aber im allerpositivsten Sinne!

Die Chemie mit den anderen Teilnehmern – beziehungsweise dem anderen Teilnehmer und vier weiteren Teilnehmerinnen – hat sofort gestimmt. Wir hatten einen Mordsspaß, das Team war ganz bezaubernd, alle haben sich eingebracht, es wurde viel gelacht, und das gemeinsame Kochen wurde zum ganz großen Vergnügen. Es war so spannend, mit einem bunten Mix fremder Menschen gemeinsam zu kochen und dabei voneinander zu lernen und sich inspirieren zu lassen!

Tolle Stimmung bei der Kenwood Küchenparty in Stuttgart

Der Höhepunkt war es dann, sich bei einem schönen Weißwein die Früchte unserer Arbeit schmecken zu lassen. Adrian avancierte noch schnell zum Model für Foodfotografie, weil Johannes ihm spontan die schmelzenden Dessertreste – ja, die gab es, wir konnten irgendwann nichts Süßes mehr – im Rührbecher in die Hand drückte und ihn bat, den Becher anzusetzen.

Das ist jetzt schwer zu beschreiben. Ganz kurz: Es war eine Riesen-Sauerei, wahnsinnig lustig und die Fotos, die Johannes und Angi davon gemacht haben, sind Hammer. Am Ende des schönen Abends gab es dicke Umarmungen für alle und ein bisschen Trauer darüber, dass die gemeinsame Zeit so schnell verflogen war. Dass ein Abend, an dem man sich mit völlig Fremden trifft, um gemeinsam zu kochen, so wundervoll werden kann!

Tolle Stimmung bei der Kenwood Küchenparty in Stuttgart

Erleichtert war ich darüber, dass ich zu keiner Zeit das Gefühl hatte, hier will mir jemand eine Küchenmaschine verkaufen. Natürlich haben wir viel mit dem Cooking Chef gearbeitet und das Maschinchen kann auch ordentlich was: rühren, kneten, bis 140 Grad kochen, umrühren, zerkleinern, mixen, wolfen. Verrückt.

Für den Zwei-Personen-Haushalt, der wir nun mal nur noch sind, macht die Anschaffung – immerhin so um die 1.400 Euro – aus meiner Sicht aber keinen Sinn. Ich wüsste nicht mal, wohin mit all dem Zubehör. Außerdem stehe ich sehr darauf, in Töpfen und Pfannen zu rühren. Alles einfach in diese Zaubermaschine zu geben und auf den Knopf zu drücken, da würde mir etwas Wichtiges fehlen. Entschuldigung, Kenwood!

Alle hatten viel Spaß bei der Kenwood Küchenparty in Stuttgart.

Als Themen stehen in dieser Partysaison übrigens noch Risotto und Low Carb auf der Liste. Bewerben kann man sich hier.

Und damit’s hier jetzt auch noch ein bisschen ums Kochen geht, gibt es die Rezepte, nach denen wir die Zwetschgen-Knödel mit Hefezopf-Vanille-Bröseln und das Tonkabohneneis mit heißen Gin-Himbeeren gemacht haben. Hab ich schon erwähnt, dass alles wahnsinnig lecker war? Und süß, süß war es auch.

Tonkabohneneis mit heißen Gin-Himbeeren bei der Kenwood Küchenparty in Stuttgart

„Heiße Liebe“ – mal anders

Und das braucht man:

  • 500 Gramm frische Sahne
  • 2 Tonkabohnen
  • 6 Eigelb
  • 100 Gramm Zucker
  • eine Eismaschine
  • 300 Gramm TK-Himbeeren
  • 1/8 Liter Himbeersirup
  • etwas Puderzucker
  • etwas Speisestärke
  • Gin

Und so haben wir’s gemacht:

Sahne in einem größeren Topf aufkochen lassen. Die Hitze zurücknehmen und langsam auf zwei Drittel der Flüssigkeit einkochen lassen. Vom Feuer nehmen, die Tonkabohnen fein reiben und in die Sahne geben. Das Zerkleinern geht natürlich mit dem Cooking Chef, aber auch sehr gut mit einer Muskatreibe.

Das Aufschlagen der Eimasse funktioniert im Cooking Chef ganz wunderbar, nämlich bei 80 Grad mit dem Kochrührelement. Alle, die keinen haben, brauchen ein Wasserbad: Die Eigelbe mit dem Zucker (überm Wasserbad) dickschaumig aufschlagen. Die abgeseihte Sahne erhitzen, aber nicht mehr kochen lassen und heiß nach und nach in die Eigelbmasse rühren. Die Creme zur Rose abziehen, das heißt, so lange gleichzeitig rühren und vorsichtig erhitzen, bis sich beim Pusten auf die Creme auf einem Holzlöffel eine Rose zeigt, naja eigentlich zeigen sich „Wellen“, aber „Rose“ klingt doch viel hübscher.

Eventuell noch etwas nachsüßen. Die Masse etwas auskühlen lassen und anschließend in die Eismaschine geben. Je nach Eismaschine dauert es zwischen 20 und 60 Minuten, bis das Eis fertig ist. Auch für den Cooking Chef gibt es einen Eisbereiteraufsatz, den man allerdings vorkühlen muss.

Für die Gin-Himbeeren etwas Speisestärke mit einem oder zwei Löffeln vom kalten Sirup glattrühren. In einem heißen Topf etwas Puderzucker karamellisieren, mit dem Himbeersirup ablöschen und mit der angerührten Speisestärke eine Bindung geben. Kurz aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren und die gefrorenen Himbeeren hinzufügen. Noch einmal aufkochen und den Topf vom Feuer nehmen. Zum Schluss Gin nach Geschmack unterrühren.

Der Star des Abends: der Kenwood Cooking Chef

Zwetschgenknödel mit Hefezopf-Vanille-Brösel

Dafür  braucht man:

  • 100 Gramm Hartweizen-Grieß
  • 500 Gramm mehlig kochende Kartoffeln
  • 2 Eigelb
  • 100 Gramm Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 5 Zwetschgen
  • 5 Stück Würfelzucker
  • 130 Gramm Butter
  • 80 Gramm Zucker
  • 80 Gramm Hefezopf-Brösel
  • 1 Vanilleschote

Und so haben wir’s gemacht:

Kartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden. Im Dampfgarsieb des Cooking Chef oder im normalen Topf weich dämpfen. Die Kartoffeln abgießen und kurz ausdämpfen lassen, dann durch Kartoffel- oder Spätzlepresse in eine Schüssel pressen.

Mit Eigelb, Mehl, Grieß und Salz zu einem glatten, nicht zu klebrigen Teig verkneten. Die Zwetschgen mit einem Würfel Zucker füllen. Eine Portion Teig in der Hand flach drücken, eine gefüllte Zwetschge in die Mitte geben und den Teig drumherum schließen und zum Knödel formen. Das geht am besten mit angefeuchteten Händen. Die Knödel entweder im Dampfgarsieb des Cooking Chef in etwa 20 Minuten garen – oder einen Topf mit Wasser aufstellen, die Knödel im kochenden Wasser garziehen lassen. Sie kommen an die Oberfläche, wenn sie gar sind. Mit der Schaumkelle aus dem Wasser nehmen.

Butter und Zucker entweder in der Rührschüssel des Cooking Chef bei 140 Grad Intervallstufe 1 oder in einer Kasserolle schmelzen. Hefezopf-Brösel und Vanillemark zufügen und hellbraun anschwitzen. Den Knödel mit de Bröseln beträufeln und mit Puderzucker bestreut servieren.

Leckere Zwetschgenknödel mit Hefezopf-Butter-Bröseln bei der Kenwood Küchenparty in Stuttgart

Falls Ihr Lust habt, dann schaut Euch gerne auch mal die Fotos der Pros an: Unsere Galerie findet man auf der Kenwood-Seite genau hier. Und Daumen drücken, das wäre wirklich  nett von Euch.  Die Desserts der anderen Gruppen sehen zwar auch sehr lecker aus, aber den Gruppensieg,  den würde ich uns schon wünschen!

Hoffnungsvolle Grüße
Eure Conny

Kochen – Backen – Reisen