Etwas Warmes braucht der Mensch…

Ich bin gerade ausgesprochen zwiegespalten: Beim Geburtstagsbrunch meiner Schwester wurde ich darauf angesprochen, Mein wunderbares Chaos sei in letzter Zeit ganz schön alkohollastig geworden. Instinktiv habe ich sofort zum alkoholfreien Sekt gegriffen, aber die beiläufige Bemerkung hat mich doch ganz schön beschäftigt. Ich möchte hier nämlich nicht den Eindruck erwecken, man (also genau genommen: ich) könne nur unter Alkoholeinfluss funktionieren.

Auf der anderen Seite: Donald Trump wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten sein. Und wenn es je Grund zum Trinken gab… Noch dazu scheinen wir den goldenen Herbst hinter uns gelassen zu haben und es wird eisig kalt da draußen. Winter halt. Da ist Willkommen, was von innen wärmt. Ein Apfelpunsch zum Beispiel.

Etwas Warmes braucht der Mensch: Apfelpunsch

Das Rezept dafür stammt von der phantastischen Jeanny von Zucker, Zimt und Liebe.

Man braucht dafür:

  • 5 Äpfel
  • 50 Gramm Zucker
  • 2 Zimtstangen
  • 1 Sternanis
  • Orangenschale nach Geschmack (Bio, ist klar!)
  • Rosmarin und Cranberries für die Deko

Und so habe ich es gemacht:

Die Äpfel waschen und vierteln. Haut und Kerngehäuse bleiben dran. Die Apfelstücke in einen Topf geben und so viel Wasser dazugeben, dass die Äpfel bedeckt sind. Zucker, Zimtstangen, Sternanis und Orangenschale dazu geben.

Zum Kochen bringen und etwa eine Stunde lang ohne Deckel köcheln lassen, dabei öfter mal umrühren. Sobald die Äpfel beginnen, weich zu werden, schon mal mit dem Kochlöffel beginnen  sie zu zerdrücken.

Leckerer Apfelpunsch

Den Topf mit dem Deckel abdecken und die Äpfel bei niedriger Hitze etwa zwei Stunden weiter köcheln lassen, so dass sie völlig zerfallen. Abkühlen lassen, die Gewürze herausnehmen (oder von vorneherein einen „Gewürzsack“ unter Zuhilfenahme eines Teebeutels dafür verwenden).

Die Äpfel pürieren und durch ein Haarsieb streichen. Bei mir war die Masse nicht flüssig genug, ich habe daher noch etwa Mangosaft dazu gegeben. Natürlich wäre auch Apfelsaft eine Option gewesen, aber der Mangosaft war schon offen. 🙂

In eine Flasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren kurz erhitzen. Für die Deko einfach ein paar Cranberries auf einen Rosmarinzweig stecken und übers Thermoglas legen. Schmeckt sehr lecker und macht wohlig warm. Cheers!

Rezept für leckeren Apfelpunsch

PS: Natürlich hab ich nach dem Erhitzen noch ein bisschen Rum dran gegeben. Aber müsst Ihr ja nicht nachmachen, näch? 🙂

Cheers! Es gibt Apfelpunsch!

Wir brauchen jetzt alle wieder mehr Supp-Kultur!

Ich weiß, dass es Menschen gibt, die essen auch  bei 40 Grad im Schatten brav ihre Markklößchensuppe. Für mich allerdings ist das richtige Suppen-Wetter genau jetzt: Draußen ist es kalt, nass, grau und ungemütlich. Da – und das haben die Werbefritzen ganz richtig erkannt – muss was Warmes her.

So ein Süppchen wärmt von innen heraus und schafft Wohlbehagen. Darauf ist zu hundert Prozent Verlass.  Ich hab dieser Tage auf der Webseite der lecker eine Sauerkrautsuppe mit Chorizo entdeckt – und sie seitdem nicht mehr aus dem Kopf gekriegt. Vom Kopf in den Topf war es zum Glück nur ein kleiner Schritt, denn das Rezept ist nicht sonderlich aufwändig, das Ergebnis erfüllt aber alle meine Erwartungen an eine schöne Suppe für die kalte Jahreszeit.

Sauerkrautsuppe mit Chorizo

Warum Ihr das Rezept bei mir nachlesen solltet und nicht gleich auf der Seite von lecker? Weil da ständig so viel Werbung aufpoppt, dass man von Lesevergnügen eigentlich nicht mehr sprechen kann – und beim Nachkochen macht das wirklich überhaupt keinen Spaß.

Und das braucht Ihr für das leckere Süppchen:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Kartoffel
  • 2 EL Öl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL gekörnte Gemüsebrühe
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 500 Gramm mildes Sauerkraut
  • 125 Gramm Chorizo
  • Salz und Pfeffer

    Und so habe ich es gemacht:
    Zwiebel und Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. In einem Esslöffel heißen Öls andünsten, dann Tomatenmark dazu und mit dünsten.Ein Liter Wasser dazugeben, Brühe und Thymian einrühren und aufkochen. Zugedeckt 5 bis 10 Minuten köcheln lassen. Dann das Sauerkraut dazugeben und etwa 10 Minuten weiter köcheln lassen. (Die Kartoffeln müssen halt weich sein, hängt ein bisschen davon ab, in wie große Würfel man sie geschnitten hat…)

    Derweil die Chorizo – hier gerne auch mal liebevoll Tschorritzo genannt – in sehr dünne Scheiben schneiden. Den zweiten Esslöffel Öl in einer Pfanne erhitzen und bei starker Hitze von jeder Seite 1 bis 2 Minuten knusprig braten. (Hm, wie die Bilder zeigen, werden die ganz schnell, ich nenn’s mal crunchy… Verbrannt ist so ein unschönes Wort.) Nach dem Aufenthalt in der Pfanne empfiehlt sich ein Zwischenstopp auf Küchenkrepp, damit man ein bisschen was von dem Fett wegnimmt.

    Die Suppe abschmecken und mit den Wurstchips anrichten. Einfach, schnell, lecker. Mahlzeit!

    Leckere Sauerkrautsuppe mit Chorizo

Das Chaos auf Tour in Köln

Diese Woche war ich zwei Tage in Köln. Ich hab mich dort mit einer lieben Freundin aus Münster getroffen, die ich lange nicht gesehen habe. Und mit einer früheren Mitarbeiterin meines Mannes, die inzwischen in Köln lebt und arbeitet, und deren erfrischend-jugendliche Sicht auf die Dinge ich sehr vermisse. Das waren tolle Begegnungen mit schönen Gesprächen in sehr gemütlichen Cafés und Kneipen. Und meine Bekanntschaft mit Köln habe ich auch gleich aufgefrischt.

Mit dem Wetter hatten wir sehr viel Glück. Die Sonne hat uns Köln in wunderschöne Herbstfarben gekleidet. Den Feiertag haben wir hauptsächlich damit verbracht, die Rheinpromenade entlang zu spazieren, gut gelaunte Menschen beim Flanieren zu beobachten und uns bestens von der Band Juri  und weiteren Straßenkünstlern unterhalten zu lassen. Eigentlich wollten wir ins Schokoladenmuseum, aber das Wetter war einfach zu geil.

Der Kölner Dom

Im Südturm des Kölner Doms

Auf dem Südturm des Kölner Doms

Außerdem habe ich Bekanntschaft mit den 555 Treppenstufen gemacht, die den Südturm des Kölner Doms hinaufführen. Die Kletterpartie war anstrengend genug, aber der Gegenverkehr auf der engen Wendeltreppe hat mich geschafft. Alles kuschelig eng – und ich war froh, als wir wieder unten waren. Aber natürlich waren es der Ausblick und der Einblick in Glockenturm und Dom-Architektur absolut Wert.

Ein Angler am Rhein in Köln

Herbststimmung am Rhein in Köln

An Tag 2 stand die Fahrt mit der Gondel über den Rhein an. Das haben wir gerade so noch geschafft, denn ab dem heutigen Sonntag ist die Kölner Seilbahn in der Winterpause. Ich bin lange nicht Seilbahn gefahren – und mir war auch da ein bisschen mulmig zumute. Völlig unbegründet natürlich.

Der Rheinpark lud ein zum Mit-den-Füßen-durchs-Laub-schlurfen, Gänse beobachten und stimmungsvolle Herbsteindrücke abspeichern. Damit man die Erinnerungen wie abgegriffene Fotos hervorholen kann, wenn es draußen nass und grau ist, wie heute zum Beispiel.

Im Rheinpark in Köln

Hier eine völlig subjektive Auswahl von Orten, die sehr dazu beigetragen haben, mein sowieso schon positives Köln-Bild weiter zu stärken:

Geschlafen haben wir im Classic-Hotel Harmonie in der Kölner Altstadt. Für mich ist es das dritte Mal in diesem Jahr, dass ich in einem früheren Klostergebäude nächtige, aber dieses Mal bin ich unschuldig. Meine Freundin hatte gebucht. Uneingeschränkte Empfehlung für das Hotel: sehr nettes Personal, tolle Zimmer, ein Wahnsinns-Bad und ein phantastisches Frühstück. Nah am Geschehen, trotzdem ruhig. Mehr kann man von einem Stadthotel nicht erwarten.

Auf der Suche nach etwas Essbarem sind wir im Weinhaus Brungs gelandet. Die Sonne schien, wir saßen draußen. Der Service war nett, die Speisen zwar nicht gerade billig, aber ihren Preis Wert. Schön fand ich die Weinempfehlung zu jedem Gericht. Der Wein hätte auch glasweise bestellt werden können – da wir im Anschluss aber noch den Südturm bezwingen wollten, gab’s für uns nur Softgetränke. Schade eigentlich.

Auch nur durch Zufall sind wir im Bastians gelandet. Wir waren auf der Jagd nach Koffein – und hier sah das für uns nach Bäckerei mit Kaffeeausschank aus. Ist es auch. Aber auch noch einiges mehr. Wer das etwas dunkle Entree hinter sich lässt, der kommt in einen modern eingerichteten Raum mit viel Licht von oben, von dem aus man durch zwei Fenster in die Backstube schauen und den Bäckern bei der Arbeit zuschauen kann. Das Servicepersonal war unglaublich freundlich und der servierte Kaffee riesig und sehr, sehr lecker. Koffein muss reichlich drin gewesen sein, denn ich war noch Stunden später drauf wie der Duracell-Hase auf Speed…

Eine Möblierung in lässigem Vintagestil, sympathisches Publikum, kleine Speisen und leckere Cocktails – das bietet Herr Pimock. Gin Tonic ist und bleibt eines meiner liebsten Getränke. Bei Herrn Pimock gibt es eine breite Auswahl an Ginsorten. Und ich würde mich bei Gelegenheit gerne mal durchs Angebot trinken…

In Sachen Shopping muss man sich vermutlich in Köln besser auskennen, um etwas Tolles zu finden. In der Fußgängerzone haben wir auf jeden Fall nur die Ketten vorgefunden, die es überall so hat. Kaufanreiz gleich null. Allerdings gab es in der Nähe vom Hotel einen wunderschönen Laden, in dem ich ein Mitbringsel für den werten Gatten geschossen habe. So schöne alte Möbel und Accessoires im Industriestil, aber auch im Stil der 50er! Schaut unbedingt mal rein: Loft 43.

Einmal so cool sein wie der Dude…

Es ist das Lieblingsgetränk des Dude. Und – mal ganz ehrlich – wer möchte nicht so cool sein wie Jeff Bridges in The Big Lebowski? Nur ohne das Bowling natürlich. Das erfordert eine Hand-Augen-Koordination, die ich von Haus aus leider nicht mitbringe. Aber Glas zum Mund führen geht zum Glück. Und deshalb gibt es heute White Russians.

White Russian - fast wie beim Dude

Und die mache ich so:

  • 4 cl Wodka
  • 2 cl Kahlua Kaffeelikör
  • Eiswürfel
  • 50 ml Sahne

Wodka und Kahlua miteinander verrühren und über Eiswürfel in einen Tumbler geben. Die Sahne anschlagen, so dass sie nicht steif ist, sondern noch fließt. Über den Rücken eines Esslöffels vorsichtig auf das Wodka-Kahlua-Gemisch geben, so dass sich die Schichten nicht mischen.

So wird aus Kahlua White Russian

„The Dude“ verwendet übrigens im Kultfilm „Half & Half“, ein fettärmeres Milch-Sahne-Gemisch, das es so allerdings nur in den Staaten gibt.

So lecker: White Russian

Immer wieder sonntags

Wer gerne kocht und backt und das, was er da so kocht und backt auch eifrig isst, der hat entweder einen beneidenswerten Stoffwechsel, treibt wie verrückt Sport oder hat über kurz oder lang ein paar Pfund zu viel auf den Hüften. Mara Hörner begeistert auf ihrem Backblog lifeisfullofgoodies mit ihren innovativen Rezepten für Kuchen und Gebäck. Sie liebt Süßes – und ist trotzdem schlank.

Gerade hat sie ein zweites Backbuch herausgebracht, das Antworten auf die Frage liefert, wie sie das eigentlich schafft. „Balanced Baking“ heißt die Zauberformel. Hier präsentiert die bezaubernde Mara Kuchen, Kekse und andere süße Kreationen, die mit gesunden Alternativen zu raffiniertem Zucker, Weizenmehl und Butter gebacken werden. Ein Plädoyer fürs Naschen – in Maßen, mit Genuss und ohne schlechtes Gewissen. Ich hab mich daran gemacht, eines ihrer Rezepte nachzubacken.

Waffeln nach einem Rezept von Mara Hörner

Buchweizenwaffeln mit Blaubeercreme

Man braucht für die Waffeln:

  • 5 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 500 Gramm Magerquark
  • 150 Gramm Naturjoghurt
  • 350 Gramm Buchweizenmehl
  • 50 Milliliter Rapsöl plus Rapsöl fürs Waffeleisen
  • 1 Pack Backpulver
  • 100 Milliliter Milch
  • 200 Gramm Birkenzucker

Waffeleisen einfetten. Eier trennen. Eiweiß mit dem Salz steif schlagen. Eigelbe mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verrühren. Eischnee darunter heben. Die Waffeln im Waffeleisen bei mittlerer Hitze langsam ausbacken.

Waffeln aus Buchweizenmehl und Birkenholzzucker

Für die Blaubeercreme braucht man:

  • Eine Handvoll Blaubeeren
  • 150 Gramm Naturjoghurt
  • 150 Gramm leichten Frischkäse
  • 2 Esslöffel Agavendicksaft

Die Blaubeeren pürieren (hab ich nicht gemacht) und mit Naturjoghurt, Frischkäse und Agavendicksaft cremig rühren. Zu den Waffeln reichen.

Ein Waffelrezept aus Balanced Baking

Ich fand die Waffeln sehr lecker, auch absolut süß genug. Die Kombination mit Blaubeeren und Frischkäsecreme ist super. Ich werde in Zukunft also öfter mal damit experimentieren, raffinierten Zucker zu ersetzen. Allerdings musste ich erst einmal einkaufen gehen, da ich weder Birkenholzzucker noch Agavendicksaft zuhause hatte. Gerade beim Birkenzucker ist das eine echte Investition: Ich habe im Reformhaus für 575 Gramm 8,99 Euro bezahlt.

Welche Zutaten kommen noch zum Einsatz, um den süßen Genuss gesünder zu machen? Mara nutzt für ihre 60 Rezepte zum Beispiel Dinkel-, Buchweizen-, Hafer-, Kokos- oder Süßlupinenmehl, Apfelmus als Fettersatz, Dattelsirup und Kokosblütenzucker statt Raffinadezucker.

Buchweizenwaffeln mit Blaubeer-Frischkäse

Mara nimmt sich gerade ein Jahr Auszeit von ihrem eigentlichen Beruf als Rechtsanwältin, doch die quirlige Bloggerin lässt es keineswegs ruhig angehen. Gerade ist sie mit einem neuen Online-Magazin an den Start gegangen. Und aktuell hat sie noch ein weiteres Buch herausgebracht.

Ums gesunde Backen geht es darin  weniger, vielmehr um raffinierte Rezepte aus außergewöhnliche Zutaten. Gemeinsam mit ihrem Bloggerkollegen Markus Hummel alias der Backbube  stellt sich Mara einer „Back-Challenge“. Die Herausforderung an beide Autoren: etwas Leckeres zaubern mit Zutaten von A wie Ananas bis Z wie Zucchini.

Balanced Baking von Mara Hörner

Heraus gekommen sind ungewöhnliche Rezepte und interessante Zusammenstellungen. Ein Guiness Cheesecake mit Biersirup zum Beispiel, eine Süßkartoffel-Pie mit Nüssen oder ein Yuzu-Wasabi-Kuchen.

Obwohl sich beide Back-Experten dieselbe Hauptzutat vorgenommen haben, sind die so entstandenen Kreationen  grundverschieden; die Rezepte ergänzen sich von daher perfekt. Fast schon überflüssig zu erwähnen, dass die süßen Köstlichkeiten von den beiden ambitionierten Foodfotografen perfekt im Bild  festgehalten wurden.

Back-Challenge von lifeisfullofgoodies und backbube

Zum Weiterlesen

Mara Hörner: Balanced Baking, 60 Rezepte auf 144 Seiten; emf-Verlag; 16,99 Euro
Mara Hörner, Markus Hummel: Back-Challenge. Eine Zutat, zwei Kreationen; 52 Rezepte auf 176 Seiten; emf-Verlag; 24,99 Euro

Immer wieder sonntags

Nein, es geht im heutigen Wochenrückblick nicht um Horrorclowns, auch wenn das Bild das vermuten lässt. Das ist vielmehr eine Clownssammlung (für mich auch Horror), die am gestrigen Samstag in einem Dorf hier ganz in der Nähe verkauft werden sollte. Weil das Geld angeblich im Keller liegt.

Zumindest wirbt RTL II mit diesem Slogan für seinen Trödeltrupp. Familien bewerben sich bei RTL II – und dann kommen Otto, Mauro und Sükrü, sichten, was sich auf dem Dachboden, in Garagen, Kellern und manchmal auch Scheunen angesammelt hat und helfen den Familien dabei, aus ihren zum Teil bereits vergessenen Schätzen Geld zu machen.

Vier Tage lang war das 13-köpfige Drehteam von RTL II in Menzingen und hat hier Werkstatt und Halle einer Familie entrümpelt, die um Hilfe gebeten hatte. Höhepunkt der Aktion: der große Hallen- und Werkstatt-Flohmarkt am Samstag, zu dem interessierte Käufer aus ganz Deutschland angereist waren.

In Kaufverhandlungen: Die Trödelprofis von RTL II wollen den besten Preis erzielen.

Die Lieblingskollegin und ich teilen eine heimliche Schwäche für Trash TV – und haben uns deshalb sogar gemeinsam mit Theo auf den Weg aufs Dorf gemacht, um für uns herauszufinden, wie viel an der Sendung wohl echt ist – und wie viel einem Drehbuch folgt. Eins steht nach dem gestrigen Samstag felsenfest: Das Handeln und Feilschen sind echt.

Als wir um 11 Uhr in der kleinen Dorfstraße ankommen, ist im weiten Umkreis alles zugeparkt, meist von Lieferwagen. Die Beschriftung auf den Transportern zeigt, dass viele professionelle Trödler und Haushaltsauflöser ins Kraichgau-Dorf gekommen sind. Vor der Halle hat sich eine lange Schlange gebildet.

Security-Mitarbeiter regeln den Zugang. Drinnen herrscht dichtes Gedränge. Die Interessenten schieben sich an den zum Verkauf aufgereihten Möbeln, Mopeds und dem Mustang vorbei. Richtig gelesen: Für uns der absolute Höhepunkt: Mitten in der Werkstatt parkt ein Ford Mustang. Wir haben ihn ein bisschen gestreichelt und schweren Herzens zurück gelassen.

Unter anderem ein Ford Mustang steht in der Werkstatt in Menzingen.

Überhaupt können wir beiden Jägerinnen und Sammlerinnen nichts entdecken, das wir in Theo nach Hause transportieren könnten (oder wollten). In Sachen Hausrat und „typischer Flohmarktkram“ haben wir vermutlich mehr im Keller als hier zum Verkauf steht. Stattdessen gibt es Schulbänke, einen gusseisernen Ofen, jede Menge Werkzeuge und  „so’n Männerkram“.

Schön allerdings: Otto, Mauro und Sükrü agieren nicht nur vor der Kamera ausgesprochen gut gelaunt, das Team ist insgesamt sehr nett – und über den einen Security-Mitarbeiter, der uns wegen des Fotografierens dumm angemacht hat, hängen wir jetzt mal den Mantel des Schweigens.

Am Ende der Verkaufsaktion sind weder die Clownssammlung (verständlich!), noch der Mustang (warum?)  verkauft. Wann RTL II die Folge ausstrahlt, ist noch völlig unklar. Zwischen drei und zwölf Monate könne das dauern, hat uns die Aufnahmeleiterin erklärt.

Das Gedränge ist groß, aber es wird längst nicht alles verkauft, was in der großen Halle zum Verkauf steht.

Brot selber backen

Das steht schon ganz lange auf meiner Liste: mein eigenes Brot backen. Vor Jahren habe ich schon mal ein paar  Versuche gestartet, doch die Ergebnisse waren nicht konstant. Mal war das Brot ganz toll, dann wieder nicht so.

Jetzt hat die Bäckerei meines Vertrauens auf reinen Onlineverkauf umgestellt. Und ich finde einfach den richtigen Bestellrhythmus nicht. Anderer Bäckereien Brot schmeckt mir nicht. Genau der richtige Zeitpunkt also, um den Brotback-Plan wieder hervorzuholen. Dieses Mal wollte ich mir aber ein wenig professionelle Unterstützung gönnen – und hab einen Brotbackkurs bei der Stettfelder Mühle gebucht.

Ich finde es immer wieder toll, Profis über die Schulter zu schauen. Und staune wie Bäckermeister Hans Dirks mit Teig umzugehen weiß. Mehr als 50 Jahre Backerfahrung  lassen grüßen. Seitdem er im „Ruhestand“ ist gibt er mit seiner Frau Ivanka, die ebenfalls gelernte Bäckerin ist, Brotbackkurse. Sehr erfolgreich. Das Interesse am Selbermachen, weil man dann „genau weiß, was drin ist“, ist ungebrochen und scheint, betrachtet man sich die Kursteilnehmerinnen (ja, alles Frauen) alle Altersgruppen zu umfassen.

Selber Brot backen: der Sauerteig wird abgewogen.

Hans Dirks ist ein Dinkelfan und nutzt den „Unruhestand“ auch, um im Internet unter dinkelprofi.de für Rezepte mit Dinkel zu werben. Doch warum Dinkel? Dinkel wird auch gerne als „gesundes Urkorn“ bezeichnet. Er ähnelt im Geschmack dem Weizen, ist aber leichter verdaulich und bekommt daher auch vielen Menschen, die auf Weizenmehlprodukte mit Unverträglichkeiten reagieren. Dinkel enthält relativ wenig Gluten, ist aber nicht glutenfrei. Das eigentliche Korn ist von der „Spelzhülle“ umgeben, was die Verarbeitung aufwändiger macht, das Korn aber auch vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt. Dinkel lässt sich von chemischen Düngemitteln nicht beeindrucken, ist anspruchslos, was den Boden angeht, und ist widerstandsfähig gegenüber Schädlingen und Pilzen.

Insgesamt werden Brote aus „Urgetreide“, neben Dinkel auch Einkorn, Emmer und Durum, besser vertragen – auch von Menschen mit Reizdarm-Syndrom. Die Uni Hohenheim hat jetzt herausgefunden, dass das nicht ausschließlich am verwendeten Getreide liegt, sondern auch am Herstellungsprozess. Großbäckereien geben ihren Broten kaum noch Zeit zum Gehen. Die Folge: Der Gehalt an FODMAPs, spezielle Zucker, die schwere Blähungen auslösen können, ist besonders hoch. „Die in der Regel langsamere Brotbereitung im traditionellen Bäckerhandwerk sorgt dafür, dass die Beschwerden verursachenden Bestandteile im Brot bis zum Backen bereits abgebaut sind“, erklärt Professor Carle vom Hohenheimer Lehrstuhl Technologie und Analytik pflanzlicher Lebensmittel. Analysen haben gezeigt: Nach viereinhalb Stunden war selbst im Teig aus Brotweizen nur noch zehn Prozent der miedermolekularen Zucker enthalten. Die Quintessenz: Eine langsamere Teigbereitung erhöht die Brotqualität. Allerdings gibt es traditionell gebackenes Brot immer seltener zu kaufen.

Super für Anfänger geeignet: das Saatenbrot

Wir haben insgesamt drei Brote zusammen gebacken: ein Saatenbrot, ein Sauerteigbrot und ein Baguette. Das Saatenbrot ist mein neues Lieblingsbrot.

Saatenbrot

Das Saatenbrot backt Bäckermeister Hans Dirks mit einem „Brühstück“. Im Brühstück verquellen gröbere Brotbestandteile wie Körner, Saaten und Schrote (und manchmal auch altes, trockenes Brot) im Voraus – und nicht erst nach dem Backen. Das nämlich würde dem Brot Wasser entziehen und es bleibt in der Konsequenz dann nicht so lange frisch, sondern wird schnell trocken.

Für das Brühstück braucht man:

  • 50 Gramm Dinkelvollkornmehl
  • 50 Gramm Leinsamen
  • 12 Gramm Salz
  • 125 Gramm kochendes Wasser

Die trockenen Bestandteile mischen und mit kochendem Wasser übergießen. Danach mindestens eine Stunde, besser jedoch noch länger, quellen lassen.

Für den Teig braucht man:

  • das Brühstück
  • 400 Gramm Dinkelvollkornmehl
  • 300 Gramm lauwarmes Wasser
  • 2 Esslöffel Essig
  • 25 Gramm frische Hefe
  • 20 Gramm Sesam
  • 20 Gramm Sonnenblumenkerne

Alle Zutaten in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig muss sich vom Schüsselrand lösen. Weil der Teig ziemlich feucht ist, verwenden die Backprofis keinen Kneter, sondern den Rührhaken der Küchenmaschine. Es dauert gute fünf Minuten bis der Bäckermeister mit der Konsistenz des Teiges zufrieden ist. Ich bin total begeistert, von der Art und Weise, wie der Bäcker mit der Teigkarte, Mehl zwischen Teig und Schüssel bringt, um den Teig ohne größere Schweinereien in die gefettete Kastenform zu bringen. Ich versuche das seitdem zuhause auch – muss aber noch an einer eleganten Ausführung feilen.  Den Teig mit der nassen Hand glatt streichen und mit Sesam bestreuen. Einen Teigschaber in Öl tauchen und das Brot der Länge nach eindrücken. In den kalten Ofen schieben und bei 200 Grad Umluft eine Stunde lang backen. Hab ich schon erwähnt, wie phantastisch das riecht?

Kleiner Einschub: Ich hab zuhause eine Kitchen Aid und schmeiße da gerne alles rein und schalte dann die Maschine ein. Meistens rutscht mir der Hebel gleich auf „heftig“ und dann – zack – überall Mehl. Lerneffekte habe ich da bei mir bedauerlicherweise nie feststellen können. Einmal einem Profi zuschauen später und ich habe es kapiert: Hans Dirks nimmt den Rührhaken und mischt mit dem alle Zutaten in der Schlüssel mit zwei- oder dreimaligem Umrühren kurz durch, spannt dann den Haken in die Küchenmaschine und hat in der Konsequenz keinerlei Sauerei auf der Arbeitsfläche.

Und noch eine sehr brauchbare Zusatzinfo habe ich aus dem Kurs mit nach Hause nehmen können – und zwar von einer der Teilnehmerinnen. Es ging darum, wie lange sich Frischhefe im Kühlschrank hält. Sie kauft die nämlich im  Großpack, friert sie ein und nimmt sie Würfel um Würfel so raus, wie sie gebraucht wird. Genial – ich mach das jetzt auch so.

Einfach & lecker: das Saatenbrot

Sauerteigbrot

Einen Sauerteig selber zu machen, gilt allgemein als Herausforderung. Ich habe das in der Vergangenheit schon gemacht. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Das Geheimnis scheint mir tatsächlich die richtige Umgebungstemperatur zu sein. Das „Anstellgut“ braucht kontinuierlich so zwischen 25 und 30 Grad. Die hab ich in der Dachwohnung nur im Sommer. Tipp der beiden Profis: Das Glas im Ofen bei Backofenbeleuchtung stehen lassen. Doch leider schaltet sich die Beleuchtung bei vielen modernen Öfen gerne automatisch aus.  So auch bei meinem.  Man kann allerdings auch Fertigsauer nehmen. Darüber rümpft der Profi zwar die Nase, aber am Ergebnis ändert das eigentlich nichts.

Für den Teig braucht man:

  • 600 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 400 Gramm Weizenmehl Type 1050 oder 550
  • 20 Gramm Salz
  • 40 Gramm Fertigsauer, trocken
  • 1 Teelöffel Brotgewürz – nach Geschmack auch mehr
  • 700 bis 750 Gramm lauwarmes Wasser
  • 1 Würfel frische Hefe oder 2 Packungen Trockenhefe

Den Teig kneten (auch hier etwa 5 Minuten), zunächst lieber weniger Wasser verwenden und nochmal nachgießen. Wie viel Wasser man braucht, kommt aufs Mehl an. Anschließend den Teig 20 Minuten ruhen lassen.  Den Teig nicht mehr kneten, sondern nur noch zusammenfalten. Aus dem Teig 2 Brote formen – egal ob rund oder lang – und in bemehlte Brotkörbchen (oder bemehlte Schüsseln) geben.  Der „Schluss“ kommt nach oben – das ist quasi die „Nahtstelle“ nach dem Zusammenfalten. Das bewirkt beim Backen eine rustikal aufgerissene Kruste.

Nochmal 20 Minuten ruhen lassen. Die Brote auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, einschneiden und in den auf 230 Grad vorgeheizten Ofen geben. 10 Minuten backen. Dann mit der Temperatur auf 200 Grad runter gehen und die Brote in weiteren 40 Minuten weiter backen. Daran arbeite ich noch: Wie ein Profi eine Tasse Wasser in den heißen Ofen schütten. Ein wirklich tolles Brot!

Mit selbst angesetztem Sauerteig würde ich gerne noch ein bisschen mehr eigene Erfahrungen sammeln, bevor ich hier davon berichte. Aber das kommt, versprochen!

Kein Hexenwerk: So backt man Sauerteigbrot

Baguette

Klingt ganz einfach, braucht aber, damit es so wird wie’s werden soll, ein erfahrenes Händchen: das Baguette.

Für den Teig braucht man:

  • 500 Gramm Mehl, Type 550
  • 2 gestrichene Teelöffel Salz
  • 1 gehäufter Esslöffel Zucker
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Würfel frischer Hefe
  • 400 Milliliter kaltes Wasser

Alle Zutaten so lange miteinander verkneten, bis sich der Teig vom Rand der Schüssel löst. Eine Stunde ruhen lassen. Den Teig in zwei Teile teilen, vorsichtig in Baguetteform bringen: Auch hier durch falten, nicht kneten! Sonst knetet man die Bläschen weg und das will man beim Baguette auf keinen Fall.

Auf einem bemehlten Geschirrtuch 15 Minuten ruhen lassen. Der Profi zieht beim Backen gleich mehrerer Baguettes das bemehlte Tuch in die Zwischenräume und sorgt so dafür, dass die Brote beim Gehen nicht zusammenkleben. Den Ofen auf 240 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Wichtig: Das Blech mit vorheizen! Die Baguette 10 Minuten lang backen und den Ofen dann auf 200 Grad runterschalten und in weiteren 15 Minuten fertig backen. Dieser Teig eignet sich auch für Baguettebrötchen, Ciabatta, Focaccia, Pizza und (wir durften testen!) Flammkuchen.

Ganz einfach Baguette selber backen

Zusätzliche Backkurse

Die nächsten Brotbackkurse in der Stettfelder Mühle sind am 28. Oktober, am 29. Oktober sowie am 4. November und am 5. November.  Sie dauern Freitags von 15 bis 18 Uhr und Samstags von 9.30 bis 12.30 Uhr.

Gar nicht so schwer: das eigene Baguette backen

Endlich: Die Woche hat ein Ende!

Endlich Freitag! Weil aber diese Woche irgendwie die Zeit knapper war als sonst, habe ich gar kein angemessenes Happy-Friday-Getränk für Euch. Also nichts selbst gemachtes halt. Stattdessen hat die Lieblingskollegin vorhin diese beiden Schätzchen hier mitgebracht: Glitter Gold Flavoured Secco.

Für mich Cranberry und für sie gibt’s Strawberry. Als künstliches Aroma halt. Cheers! Das Design gefällt uns, der Geschmack überzeugt uns eher nicht. Dafür kann man die schicken Fläschchen aber sicher noch als Blumenvase nutzen. Immer praktisch denken!

Ich wünsche Euch ein erlebnisreiches Wochenende! Schaut doch mal rein. Morgen geht der Post übers Brotbacken endlich online. Und am Sonntag berichte ich Euch von meinem Samstagstermin, auf den ich mich schon wie verrückt freue. Dieses Ausschlafen am Wochenende wird ja auch total überschätzt. Kurzer Teaser: Trödel und RTL II.  🙂

Nur die allerbesten Chaos-Grüße
Eure Conny

Endlich Freitag! Cheers!

Immer wieder sonntags…

So, das war mal ein Herbst-Sonntag ganz nach meinem Geschmack! Sonne, so weit das Auge reicht. Und dazu diese Farben. Von mir aus kann es genau so bleiben, tendenziell vielleicht ein kleines bisschen kälter werden, dann genau zu Weihnachten Schnee und anschließend gleich wieder 20 Grad und Sonne.

Da ich allerdings weiß, dass es so kaum kommen wird – das Wetter-Wünschen hat bei mir noch nie funktioniert – wärme ich mich an Erinnerungsfotos. An einem der letzten wundervollen Sommertage habe ich nämlich noch zwei Ausflüge mit Theo unternommen. Der eine führte mich mit meinem Mann ins Café Solo, für das sich meiner Meinung nach unbedingt auch die weitere Anreise lohnt. Allerdings: Am Wochenende sollte man unbedingt reservieren. Vor allem das Frühstücksbüffet am Sonntag ist heiß begehrt.

Das Café Solo in Weisenheim am Berg

Wer sich im rustikal-mediterranen Innenhof oder im Garten am Pool ein Frühstück oder Kaffee und Kuchen gönnt, der hat nicht nur etwas Leckeres auf dem Teller, sondern genießt auch ein Ambiente, für das man sonst in Urlaub fliegen muss. Pfalz trifft auf Mittelmeer trifft Asien…

Alles ist mit so viel Liebe zum Detail eingerichtet und dekoriert, da macht das Schauen ganz viel Spaß – und vielleicht nimmt man ja auch die eine oder andere Dekoidee mit nach Hause. Wer lieber etwas Handfestes einpacken will, der wird im Shop mit ausgewählten lässigen Klamotten und modischen Accessoires sowie stylischen Dekoartikeln sicher fündig.

Im Winter wird es im Café Solo ruhiger. Drinnen dominiert der „Shabby Chic“ – und der leckere Kuchen macht einen Besuch auch in der kälteren Jahreszeit absolut empfehlenswert.

Das Café Solo in Weisenheim am Berg

Frühstück im Café Solo

Schönes Ambiente im Café Solo

Schönes Ambiente im Café Solo

Schönes Ambiente im Café Solo

Händchen fürs Detail: die Deko im Café Solo

„Theo, wir fahren nach Ketsch!“  – Zwei Frauen auf einer Mission, die fast ins Straucheln gerät, als wir feststellen, dass unser Ziel, der Johanneshof, gar nicht zu Ketsch, sondern zu den Aussiedlerhöfen von Hockenheim gehört.  Egal. Schon seit Jahren schwärmt mir eine Kollegin von der Gartenwirtschaft vor. Und jetzt habe ich es gemeinsam mit Andrea hingeschafft – und das mit Sicherheit nicht zum letzten Mal!

Der Johanneshof bei Hockenheim

Das Frühstück ist tatsächlich meine allerliebste Außer-Haus-Mahlzeit. Weil Frühstücken zu gehen für mich irgendwie den maximalen Luxus verströmt – hauptsächlich den Luxus, die Zeit zur Verfügung zu haben, die Morgenmahlzeit (okay, es ging eher auf Mittag zu) in aller Ausführlichkeit zu zelebrieren.

Und das haben wir dann auch getan.  Tolles Ambiente, super Frühstück, wahnsinnig viel los. Trotzdem ging alles sehr fix, das Personal war auf zack – und dabei sehr freundlich. Und dann haben wir auch noch den Hofladen für uns entdeckt! Mit frisch gebackenem Brot, einer wahnsinnig leckeren Marmelade (ungeachtet der 60 Gläser selbst gekochten Brotaufstrichs zuhause) und einem tollen Honig haben wir uns schwer bepackt auf den Nach-Hause-Weg gemacht.

Frühstücken im Johanneshof

Also fast. Denn auf dem Weg zum Johanneshof sind wir an einem Mais-Labyrinth vorbei gekommen. Und weil wir zwar älter und älter werden, aber immer noch Kindsköpfe sind, haben wir uns dann noch einen Weg durchs Maisfeld gesucht.

Ich wäre die Sache ja wie gewohnt ohne jeglichen Plan angegangen, aber dank Andrea haben wir dieses Labyrinth mit strenger Logik und ausgefeilter Strategie in seine Grenzen gewiesen. Der guten Ordnung halber sei daher darauf hingewiesen, dass das letzte Foto mit der dem Tod durch Verdursten nahen Blondine selbstverständlich gestellt wurde. 🙂

Verloren im Mais-Labyrinth

Total am Ende. AmAusgang des Mais-Labyrinths

 

Es ist Bier Uhr am Happy Friday!

So Leute, schon wieder Freitag. Die Arbeitswoche ist rum, allerdings ist meine To-do-Liste fürs Wochenende so lang, dass ich echt überlegt habe, heute vielleicht ein bisschen länger im Büro zu bleiben. Hilft aber alles nichts, die Dinge wollen getan werden – und der Haushalt guckt auch schon wieder so komisch.

Noch kann ich mir nicht so richtig vorstellen, dass die Wetterprognose für Sonntag stimmt. Sonnige 20 Grad angeblich, dabei haben wir hier die Heizperiode offiziell bereits eröffnet. In Sachen Happy-Friday-Getränk schwanke ich also irgendwo zwischen Sex on the Beach und Glühwein. Entschieden habe ich mich letzten Endes für einen Bier-Cocktail. Vermutlich wird mein Mann mich dafür hassen, was ich seinem Hefeweizen angetan habe.

Ich sollte vielleicht vorausschicken, dass ich „richtiges“ Bier nicht mag. Ich trinke sehr gerne Radler als Durstlöscher, Pils ist mir zu bitter, Hefeweizen ist ganz okay. Ich stehe also auf „Biermixgetränke“ und hab heute mal wild drauf los gemischt. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

Ein leckerer Biercocktail zum Happy Friday

Man braucht:

  • 1 Limette
  • 6 Blätter Minze plus ein Zweig für die Dekoration
  • 11/2 Teelöffel brauner Zucker
  • Crushed Ice
  • 8cl Ananassaft
  • Hefeweizen

Die Limette in Würfel schneiden und zusammen mit der Minze und dem braunen Zucker stößeln. Mit dem Crushed Ice in einem Glas vermengen, Ananassaft drüber geben und mit Hefeweizen auffüllen. Minzzweig als Deko drauf – cheers!

Ich wünsche Euch einen Happy Friday und anschließend ein allerletztes sonnig-warmes Wochenende! Macht das Beste daraus! Schmeißt den Grill nochmal an, unternehmt eine Radtour, legt Euch an den Baggersee und geht ein Eis essen!

Eure Conny