Und noch mehr wunderbare Frühstücksideen

Pfannkuchen, Bananenbrot, Croissants,  Muffins, Müsli in allen Variationen – Ihr sprüht ja geradezu vor Frühstücksideen. Danke, dass Ihr Euch so engagiert an meiner ersten Instagramchallenge beteiligt! Ich freue mich über jedes Eurer Bilder so, so sehr!

Diese Woche war in Sachen Frühstück wieder eine sehr abwechslungsreiche für mich. Ich kann mir jetzt schon nicht mehr vorstellen, je zu meinem langweiligen Marmeladenbrot zurückzukehren! Unter anderem gab es diese Woche Kekse zum Frühstück, ungewöhnliche Pancakes mit Banane, Erdnussbutter und Bacon sowie ein leckeres Ofen-Porridge.

Bananen-Haferflocken-Cookies zum Frühstück

Wie versprochen gibt es hier heute in einer Zusammenfassung der Frühstückswoche ein paar der Rezepte. Vielleicht wollt Ihr ja am Wochenende mal etwas davon ausprobieren. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir einen Kommentar da lasst! Aber jetzt geht’s erstmal los mit den Rezepten.

Bananen-Haferflocken-Cookies

Das braucht man:

  • 2 Bananen
  • 160 Gramm zarte Haferflocken
  • Cranberries oder Rosinen nach Lust und Laune
  • Zimt

Und so wird’s gemacht:

Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken. Die restlichen Zutaten mit den Bananen vermenge. Zu Walnuss-großen Kugeln formen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen, etwas flach drücken. Bei 175 Grad für 15 Minuten backen.

Leckere Crêpes mit Nutella zum Frühstück

Leckere Crêpes

Ihr habt vielleicht schon mal Crêpes gemacht, ich stelle hier trotzdem mal dieses Rezept ein, das sich für mich als absolut gelingsicher erwiesen hat. Ich neige sonst sehr dazu, mehr so rustikal-derbe Eierpfannkuchen zu produzieren als luftig-zarte Crêpes, aber mit diesem Teig werden das sogar bei mir dünne(re) Gebilde.

Das braucht man dafür:

  • 125 Gramm Mehl
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • 2 Teelöffel Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 250 Milliliter Milch
  • 1 1/2 Esslöffel Butterschmalz

Und so wird’s gemacht:

Das Butterschmalz schmelzen lassen. Zusammen mit allen anderen Zutaten zu einem dünnen Pfannkuchenteig mixen. Kurz quellen lassen. Eine kleine beschichtete Pfanne erhitzen und wenig Pfannkuchenteig dünn in die heiße Pfanne geben. Pfanne so drehen, dass der Boden gerade eben mit Teig bedeckt ist.

Wegen des Fettes im Teig ist ein zusätzliches Einfetten der Pfanne nicht nötig. Crêpe goldbraun braten, mit Hilfe einer Palette wenden und auch die zweite Seite kurz goldbraun werden lassen. Aus dem Teig kann man etwa 18 Crêpes backen. Bei der Füllung sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, aber ich finde das Einfache am besten: Zimt und Zucker, Apfelmus oder Nutella.

Elvis-Pancakes mit Banane, Erdnussbutter und Bacon

Ungewöhnliche Kombi: Elvis-Pancakes

Das ist kein Frühstück für jeden. Mein Mann zum Beispiel war nicht so begeistert von der Kombi aus Banane und Erdnussbutter im Pancake. Ich fand sie – gerade auch noch mit dem knusprig gebratenen Bacon dazu – ganz phantastisch. Aber ich mag auch generell gerne warme Banane, mein Mann eher nicht.

Das braucht man dafür:

  • 6 Scheiben Bacon
  • 1 Banane
  • 2 Esslöffel Erdnussbutter
  • 150 Gramm Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 gehäufter Teelöffel Backpulver
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 Ei
  • 300 Milliliter Buttermilch
  • Rapsöl zum Ausbacken

Und so wird’s gemacht:

Den Speck bei 190 Grad für 10 Minuten in den Ofen geben. Die Banane mit einer Gabel zu Mus zerdrücken. Gemeinsam mit Erdnussbutter, Mehl, Salz, Backpulver, Zucker, Ei und Buttermilch zum Pancake-Teig verrühren. Den Teig kurz quellen lassen.

Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Zum Abmessen der Teigmenge für einen Pancake nehme ich meinen Saucenlöffel. Keine Ahnung, ob die Dinger genormt sind, aber bei mir ist das genau die perfekte Menge. Die Pancakes bei mittlerer Hitze herausbacken. Sie sind bereit, gewendet zu werden, wenn die Oberfläche beginnt Blasen zu werfen. Das Wenden funktioniert bei mir am besten mit einer Palette.

Pancakes zum Turm aufschichten und mit Speck garnieren. Wer möchte, kann noch Honig darüber träufeln.

Dieses Porridge wird mit Banane und Zimtzucker im Ofen überbacken

Ofen-Porridge

Wenn es draußen so eisekalt ist wie zur Zeit, dann macht warmes Frühstück richtig Spaß. Porridge mag ich im Winter sehr gerne. Das macht einfach so ein wohlig warmes Gefühl im Magen. Das Ofen-Porridge finde ich außerdem sehr praktisch, weil man es am Vorabend gut vorbereiten kann. Dann schiebt man es morgens nur noch in den Ofen und kann kurz darauf ein leckeres Frühstück genießen.

Das braucht man:

  • 120 Gramm zarte Haferflocken
  • 600 Milliliter Milch (auch Sojamilch oder Hafermilch oder sogar Wasser sind denkbar)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Banane
  • 50 Gramm Zucker
  • 1 Teelöffel Zimt
  • weiteres Obst kann, muss aber nicht

Und so wird’s gemacht:

Die Haferflocken mit der Milch und dem Salz in einem Topf zum Kochen bringen, ein paar Minuten köcheln lassen, bis das Porridge schön cremig ist. Dabei stets rühren, damit nichts anbrennt.

Das Porridge in eine Auflaufform umfüllen. eine Banane in Scheiben schneiden und darauf verteilen. Zucker und Zimt miteinander vermischen und über die Banane geben. Ofen auf 180 Grad vorheizen und das Porridge für 15 bis 20 Minuten backen. Danach nach Lust und Laune Obst dazu geben.

Morgens noch warme Rosinenbrötchen genießen

Rosinenbrötchen

Das braucht man dafür:

  • 500 Gramm Mehl
  • 1/2 Würfel Frischhefe
  • 50 Gramm Zucker
  • 80 Gramm Butter
  • 250 Milliliter plus etwas Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei (zimmerwarm)
  • 150 Gramm Rosinen

Und so wird’s gemacht:

Die Hefe in einer Tasse mit einem Teelöffel vom Zucker verrühren und zur Seite stellen. Die Butter in einer Stielkasserolle schmelzen, vom Feuer nehmen und die Milch dazugeben. Mehl, die inzwischen verflüssigte Hefe, den restlichen Zucker, Salz, Ei und das Butter-Milch-Gemisch zu einem Hefeteig kneten. Die Rosinen darunter geben. 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Oder: Den Teig am Vorabend vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Das habe ich zum ersten Mal ausprobiert: funktioniert ganz wunderbar.

Den Backofen auf 210 Grad vorheizen. Aus dem Teig 12 Kugeln formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, etwas flach drücken, kreuzweise einschneiden und mit ein bisschen Milch bepinseln. In 15 bis 20 Minuten goldbraun backen und am besten noch warm mit reichlich Butter genießen.

Mitmachen & Gewinnen

Noch bis zum 31. Januar könnt Ihr Euch auf Instagram an der Frühstückschallenge beteiligen. Folgt mir einfach auf Instagram und postet Eure Frühstücksfotos als #meinwunderbaresfrühstück. Dann nehmt Ihr automatisch mit jedem geposteten Bild an der Verlosung von vier Frühstücks-Kochbüchern teil! Ich freue mich auf Eure Fotos!

Mehr Genuss: Ein Plädoyer fürs Selberkochen

Deutschland, wie es isst. So ist der Ernährungsreport 2017 überschrieben. Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hat das Meinungsforschungsinstitut forsa rund 1.000 Bundesbürger ab 14 Jahren zu ihren Ess- und Einkaufsgewohnheiten befragt. Über die Ergebnisse dieser Befragung habe ich mit Renate Pabst gesprochen, die des Ernährungszentrums im Landratsamt Karlsruhe leitet.

??? Es gibt so ein paar Aussagen in diesem Ernährungsreport, die eher verwundern. Zum Beispiel, dass die Kochlust bei 14- bis 18-Jährigen so groß ist und dann zeigt die nächste Statistik, dass Jugendliche diesen Alters aber kaum kochen…
Renate Pabst: Wir beobachten da ebenfalls eine große Diskrepanz. Die Verbraucher beschäftigen sich viel mit Ernährung. Es gibt so viele Kochbücher und Kochzeitschriften wie nie, Kochsendungen im Fernsehen boomen nach wie vor, aber das alltägliche Kochen wie auch der Einkauf dafür werden als lästig empfunden. Der Trend geht zum „Event-Kochen“, im Alltag greift man dann gerne zu Fertig- oder Halbfertigprodukten.

Weder künstliche Aromen,
noch Konservierungsstoffe

??? Das heißt, selber kochen ist ein Aufwand, den viele scheuen?
Renate Pabst: Ja, ich habe den Eindruck, dass Kochen und Essen im Alltag nicht wichtig genommen werden, dabei geht es doch um so viel mehr als bloß um die Zubereitung von Nahrung. Beim Selberkochen wählt man Zutaten und Gewürze nach eigenem Geschmack, braucht weder künstliche Aromen noch Konservierungsstoffe und die Mahlzeit ist billiger als ein Fertigprodukt. Beim gemeinsamen Kochen mit den Kindern und dem Essen im Familienkreis werden Fertigkeiten und Esskultur weitergegeben. Die Priorisierung ist heute eine andere, nämlich die einer „Freizeitgesellschaft“. Noch in den 60er und 70er Jahren wurden pro Tag etwa zweieinhalb Stunden ins Kochen und Essen investiert, heute ist es im Schnitt unter einer Stunde. Gekauft wird, was wenig Arbeit macht: sogenannte moderne Gemüse wie Paprika und Tomaten auch im Winter sowie bereits geputzte Salate.
??? Was ist daran falsch?
Renate Pabst: Wenn wir im Hinblick auf Umweltbelastung und Qualität von Lebensmitteln einkaufen wollen, müssen wir zu regionalem und saisonalem Gemüse greifen – wie jetzt eben Kohl, Kürbis, Wirsing. Unserer Erfahrung nach wird ein Lebensmittel umso seltener genommen, je aufwendiger der Prozess vom Kauf bis zum Essen ist. Es fehlt auch die praktische Fertigkeit. Die würden wir gerne unseren unterschiedlichen Zielgruppen wie jungen Müttern, Senioren, Schülern, Lehrern und Erziehern vermitteln. Dazu bieten wir ganz unterschiedliche Veranstaltungen an, in denen aber immer die praktische Zubereitung von Gerichten in der Küche im Mittelpunkt steht. Wir wollen die Menschen mit Wissen über eine bedarfsgerechte Ernährung begeistern und sie dazu einladen, Genuss im Alltag zuzulassen.

Ernährung als Schulfach?

??? Der Ernährungsreport regt ein Schulfach „Ernährung“ an. Wäre das in Ihrem Sinne?
Renate Pabst: Wir erleben hier sehr oft Kinder, deren feinmotorische Fähigkeiten zeigen, dass sie nie in der Küche helfen dürfen. Die Ernährungspyramide kennen alle Kinder in der Theorie, aber es hapert an der Umsetzung. Es geht darum, das praktische Tun zu vermitteln. Es gibt jedoch immer weniger Schulen mit den dafür notwendigen Küchen. Und ich glaube nicht, dass die Lehrerlandschaft genügend Lehrkräfte mit Know-how hergibt. Wenn man der Ernährung einen höheren Stellenwert geben will, dann könnte man schon heute Beispiele zur Nahrungszubereitung auch sehr gut in anderen Fächern unterbringen. Auch sollte man daran denken, beide Geschlechter in alltäglichen Fähigkeiten zu schulen.
??? Wenn es darum geht, den Alltag zu bewältigen, dann ist das mehr als nur das Kochen?
Renate Pabst: Dazu gehört der ganze Haushalt von der Wäschepflege bis zur Reinigung, vom Einkauf über Abwasch bis hin zur Verwaltung des zur Verfügung stehenden Geldes. Wissen und Können in diesem Bereich erleichtern den Alltag, Nicht-Wissen und Nicht-Können bauen hingegen solche Hürden auf, dass der Alltag beschwerlich wird. Fehlende Alltagskompetenzen haben ihre Ursache auch in gesellschaftlichen Veränderungen. Früher wurde vieles von Eltern oder Großeltern weitergegeben. Die gute Nachricht ist: Die jungen Leute werden partnerschaftlicher. Möglicherweise ergeben sich künftig Lösungen, die wir noch gar nicht auf dem Schirm haben. Ich finde es aber wichtig, dass die Menschen etwa darüber nachdenken, ob sie wirklich so viele Fertigprodukte möchten. Selber kochen bedeutet Geschmacksvielfalt. Für diese Entdeckung laden wir auch gerne zu „Mutproben“ ein: Mousse au Chocolat mit gerösteten Zwiebeln und angebratenem Speck zu probieren, zum Beispiel. Es geht darum, mit dem Geschmack zu spielen, zu experimentieren.

Sind wir zu satt?

??? Laut Ernährungsreport interessiert sich der Verbraucher sehr fürs Tierwohl. Überrascht Sie das?
Renate Pabst: Der Blick des Verbrauchers geht verstärkt darauf, wie ein Tier aufwächst. Tierwohl in der Aufzucht kostet aber mehr Geld, der Verbraucher muss bereit sein, dafür zu bezahlen. Ich glaube, dass viele den Zusammenhang zwischen billigem Schnitzel beim Discounter und der Haltung des Tieres bis zur Schlachtung gar nicht herstellen. In Baden-Württemberg sind die Betriebe klein strukturiert. Viele Landwirte halten ihre Tiere so, dass sie ins Freie können. Für sie bietet sich die Chance als Direktvermarkter einen besseren Preis für ihr Produkt zu bekommen. Denn viele Verbraucher sind sehr wohl bereit, dort, wo sie sehen, wie das Tier gehalten wird, mehr zu zahlen. Damit das auch im Lebensmittelhandel funktioniert, braucht der Verbraucher eine Kennzeichnung, daher bin ich sehr für ein Tierwohl-Label.
??? Die Lust an glutenfreien oder laktosefreien Produkten steigt.
Renate Pabst: Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass die Anzahl an Lebensmittelunverträglichkeiten nicht in der Zahl zugenommen hat, wie diese Produkte gekauft werden. Ich glaube, diese Produkte fallen für viele in den Bereich „Wellness“, man glaubt, sich mit ihnen etwas Gutes zu tun. Glutenunverträglichkeit ist eine schlimme Krankheit, ich will das nicht verniedlichen. In der Häufigkeit allerdings, in der glutenfreie Produkte gekauft werden, halte ich das für eine Modeerscheinung.
??? So wie Chiasamen, Cranberries, Avocados?
Renate Pabst: Manchmal denke ich, wir sind zu satt und brauchen deshalb das Besondere. Aber so haben es immerhin die früher verpönten Linsen geschafft, zum Superfood zu werden. Und das kann ich nur befürworten, weil sie ein hervorragender Eiweißlieferant sind und viele Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe mitbringen.

Fast schon Halbzeit bei #meinwunderbaresfrühstück

Fast ist schon Halbzeit bei #meinwunderbaresfrühstück. Exakt 14 verschiedene Morgenmahlzeiten habe ich im Januar schon kredenzt, Frühstücksideen wiederentdeckt oder Unbekanntes ausprobiert. Und es steht noch jede Menge auf dem Plan. Doch heute gibt’s hier auf dem Blog erstmal die Zusammenfassung der vergangenen Woche mitsamt Rezepten.

Wer im Süden der Republik Franzbrötchen essen will, der muss sie selber backen

Das Franzbrötchen

Der Süden Deutschlands ist nicht der ureigene Lebensraum des Franzbrötchens. Franzbrötchen bekommt man anscheinend nur in Hamburg, allenfalls vielleicht noch im Umland der Hansestadt. Eine echte Schande ist das, denn wir haben uns die leckere Köstlichkeit doch wohl mindestens ebenso verdient wie die Hanseaten. Aber alles Jammern nützt nichts: Wer hier bei uns ein Franzbrötchen zum Frühstück will, der muss es sich wohl oder übel selber backen.

Und das braucht man dafür:

  • 500 Gramm Mehl
  • 1 Würfel Frischhefe
  • 200 plus 50 Gramm plus 1 Esslöffel Zucker
  • 250 Milliliter Milch
  • 2 Eigelb
  • Salz
  • 200 sehr kalte plus 50 Gramm Butter
  • 2 Teelöffel Zimt

Und so habe ich es gemacht:

Die Hefe in eine kleine Schüssel geben, mit 1 Esslöffel Zucker verrühren und ein paar Minuten warten, bis die Hefe sich auflöst. Die Butter in einem Topf zerlaufen lassen, von der Flamme nehmen und mit der Milch auffüllen.  Mehl mit einer Prise Salz und 50 Gramm Zucker vermischen, die Hefe und die Butter-Milch-Mischung sowie  die beiden Eigelb dazu geben. Mit dem Knethaken durchkneten, bis der Teig sich vom Schüsselrand löst. Zugedeckt an einem warmen Ort zirka 40 Minuten gehen lassen.

200 Gramm Zucker mit dem Zimt vermischen. Den Teig von Hand kräftig durchkneten und auf wenig Mehl zu einem Rechteck von etwa 30 auf 25 Zentimeter Größe ausrollen. Die kalte Butter in dünne Scheiben schneiden und diese auf einer Hälfte des Teiges auslegen. An den Rändern ungefähr 2 Zentimeter Platz lassen. Die andere Teighälfte über die Butterhälfte klappen und an den Rändern gut andrücken.

Den Teig jetzt auf einer Fläche von etwa 30 auf 50 Zentimeter ausrollen. Dabei darauf achten, dass dünn Mehl auf der Arbeitsfläche liegt, damit der Teig nicht anklebt. Von der kurzen Seite her zur Mitte ein Drittel des Teigs einklappen. Die andere Teigseite so darüber klappen, dass 3 Lagen entstehen. 20 Minuten kalt stellen.

Den gekühlten Teig zirka 80 mal 40 Zentimeter ausrollen. Zimtzucker drauf streuen. Von der Längsseite her fest aufrollen. In zirka 4 Zentimeter breite Stücke schneiden. In der Mitte, parallel zu den Schnittflächen mit einem Kochlöffelstiel eindrücken, so dass eine „Schmetterlingsform“ entsteht. Auf mit Backpapier oder Backfolie ausgelegtes Backblech setzen.

Während die Franzbrötchen noch einmal 15 Minuten gehen, den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Franzbrötchen etwa 20 Minuten backen. Ich erwäge, mir hier künftig fürs Wochenende Teig-Rohlinge einzufrieren, die ich dann fürs Sonntagsfrühstück nur noch zu backen brauche. Ein Plan für Februar, auf den ich mich schon sehr freue.

Der perfekte Start in den Tag: mit French Toast Sticks

French Toast Sticks

Im Unterschied zu den Franzbrötchen schon fast herrlich unaufwendig sind diese French Toast Sticks, die ich mit gekauften Toastbrotscheiben gemacht habe. Warum ich das so nicht wiederholen würde? Weil die dünnen Scheiben, die ich für die Sticks gedrittelt habe, zwar ebenfalls sehr lecker schmecken, aber nicht die Stabilität mitbringen, die man von Sticks erwarten darf. Ich würde also das nächste Mal Kastenweißbrot nehmen und schöne breite Scheiben davon abschneiden.

Das braucht man also dafür:

  • 4 Scheiben Kastenweißbrot, gerne vom Vortag
  • 50 Milliliter Milch
  • 1 Ei
  • Salz
  • 2 Esslöffel Butter
  • 100 Gramm Zucker
  • 1 Teelöffel Zimt

Und so wird’s gemacht:

Wer will, schneidet die Rinde vom Weißbrot ab. Das Brot in Streifen von zirka 2 Zentimetern Breite schneiden. Zucker und Zimt in einem tiefen Teller mischen. Milch, Ei und eine Prise Salz miteinander vermengen. Butter in eine heiße Pfanne geben. Das Brot in der Milch-Ei-Mischung wenden und in der Butter von beiden Seiten bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Danach gleich im Zimtzucker wälzen. Anrichten und mit Obst und/oder Ahornsirup servieren.

Bircher Müsli - die etwas altmodischere Form der Overnight Oats

Bircher Müsli

Die etwas altmodische Version der Overnight Oats.

Das braucht man dafür:

  • 100 Gramm kernige Haferflocken
  • 25 Gramm gemahlene Haselnüsse
  • 25 Gramm gemahlene Mandeln
  • Butter
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 Apfel
  • 1 Birne
  • Zitronensaft
  • 250 Gramm Naturjoghurt
  • 30 Gramm Honig
  • 150 Gramm TK-Himbeeren

Und so habe ich es gemacht:

Am Vorabend 125 Milliliter Wasser zum Kochen bringen und zwei Drittel der kernigen Haferflocken damit übergießen. Abkühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Himbeeren auftauen.

Haselnüsse und Mandeln in einer beschichteten Pfanne bei niedriger Hitze rösten. Aus der Pfanne nehmen. Die restlichen Haferflocken mit etwas Butter in die Pfanne geben und so lange rösten, bis sie goldbraun und knusprig sind.

Apfel und Birne in eine Schüssel mit Zitronensaft raspeln. Die kalt gestellten Haferflocken, die gerösteten Nüsse, das Obst, den Joghurt und den Honig miteinander vermengen. In Schalen zusammen mit den Himbeeren anrichten und die Knusperhaferflocken darauf verteilen. Ich mag das Bircher Müsli tatsächlich am liebsten, wenn es noch eine weitere Nacht durchgezogen ist. Wer sich wundert, dass die Knusperhaferflocken auf dem Foto des Müslis gar nicht zu sehen sind: Ich möchte nicht darüber reden! 🙂

Brezel Bites zum Frühstück

Brezel-Bissen

Und noch eine Premiere: Ich habe mich noch nie an Laugengebäck heran getraut. Weil ich Laugenbrötchen & Co. zum Frühstück aber sehr gerne mag, wollte ich es einmal selber probieren. Und, siehe da, alles viel unkomplizierter als gedacht. Nicht, dass es gleich perfekt gewesen wäre, aber das Ergebnis lässt hoffen. 🙂

Das braucht man dafür:

  • 500 Gramm Mehl
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 20 Gramm Zucker
  • 300 Milliliter Wasser
  • 1 Teelöffel Salz
  • 500 Milliliter Kochwasser
  • 25 Gramm Natron
  • grobes Mehrsalz nach Geschmack
  • 2 Esslöffel zerlassene Butter

Und so wird’s gemacht:

Aus Mehl, Trockenhefe, Zucker, Salz und 300 Milliliter Wasser einen Hefeteig kneten. An einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen. Aus dem Teig mehrere Rollen formen und daraus Stücke in einer ungefähren Größe von drei auf drei Zentimeter abschneiden und zu Nuggets formen.

500 Milliliter Wasser mit dem Natron zum Kochen bringen. Die Teigstücke portionsweise in die Lauge geben, nach einigen Sekunden wenden und schließlich mit dem Schaumlöffel herausnehmen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit dem groben Salz bestreuen und schließlich bei 220 Grad in etwa 10 Minuten Laugengebäck-braun backen. Nach dem Backen mit der geschmolzenen Butter bestreichen.

Sandwich mit Camembert, Birne und Preiselbeeren

Sandwich mit Birne, Camembert & Preiselbeere

Ich habe mir vor kurzem ein Kombigerät aus Sandwichmaker und Waffeleisen geleistet. Seitdem ist kein Lebensmittel mehr vor mir sicher. Alles, was der Kühlschrank so hergibt, wandert zwischen geröstete Brotscheiben. Und das schmeckt dann meistens auch noch verdammt lecker. Für dieses Frühstücksbrot habe ich Roggenbrotscheiben mit Camembert und Birnen-Scheiben belegt und im Sandwichmaker getoastet. Dazu passen die Preiselbeeren perfekt. Hach, gutes Essen kann so einfach sein!

Toast-Muffins mit Bacon und Ei

Toastmuffins mit Ei und Bacon

Auch das ist ein Frühstück aus der Reihe „Gutes kann so einfach sein“: Die Toastmuffins sind schnell und einfach gemacht und machen auf dem Teller ordentlich was her.

Und das braucht man dafür:

  • 4 Scheiben Toastbrot
  • 4 Teelöffel Butter
  • 4 Scheiben Bacon
  • 4 Eier
  • Salz und Pfeffer
  • Öl zum Auspinseln der Form

So wird’s gemacht:

Backofen auf 160 Grad vorheizen, Muffinform mit Öl auspinseln.

Die Toastscheiben mit einem Nudelholz möglichst dünn ausrollen. Jede Scheibe mit einem Teelöffel Butter bestreichen. Die Toastscheiben vorsichtig in die Ausbuchtungen der Muffinform drücken. Jeden Muffin mit einer Baconscheibe auslegen. Vorsichtig pro Muffinmulde ein Ei hineingeben.

Die Muffinform für 25 bis 30 Minuten in den Backofen geben. Kurz ruhen lassen und dann vorsichtig die Muffins aus der Form heben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Lachsomelette mit vielen frischen Kräutern

Lachsomelette mit vielen frischen Kräutern

Unspektakulär, aber lecker!

Und das braucht man:

  • 300 Gramm Salatgurke
  • 50 Gramm Räucherlachs
  • 2 Esslöffel Mineralwasser mit Kohlensäure
  • 2 Esslöffel Buttermilch
  • 2 Esslöffel gehackten Dill
  • 2 Esslöffel gehackten Schnittlauch
  • 1 Esslöffel Rapsöl
  • 2 Esslöffel frische Kresse
  • 3 Eier
  • Salz und Pfeffer

Und so wird’s gemacht:

Salatgurke schälen, in Scheiben schneiden, auf zwei Tellern auffächern, salzen und pfeffern.

Räucherlachs in dünne Streifen schneiden. Eier mit Salz, Pfeffer, Mineralwasser und Buttermilch verquirlen. Schnittlauch und Dill zufügen.

Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und ein Omelett braten. Wenn das Omelett fast gestockt ist, die Kresse und den Lachs darüber streuen, das Omelett zusammenklappen und zu Ende backen. Omelett teilen und auf den Tellern anrichten.

Mitmachen & Gewinnen

So, das waren meine wunderbaren Frühstücksmahlzeiten der vergangenen Woche. Habt Ihr schon mitgemacht? Es ist noch nicht zu spät! Folgt mir einfach auf Instagram und zeigt mir Euer Frühstücksfoto, indem Ihr es mit dem Hashtag #meinwunderbaresfrühstück markiert. Zu gewinnen gibt es insgesamt vier ganz wunderbare Frühstücks-Kochbücher. Ich drücke Euch die Daumen!

Habt ein wundervolles Wochenende da draußen! Und macht Euch was Schönes zum Frühstück. Ist schließlich die wichtigste Mahlzeit des Tages, also zusammen mit dem Mittagessen. Und dem Abendessen. Und den Zwischenmahlzeiten! 🙂

Wunderbare Grüße
Eure Conny

Bei minus 7 Grad im Europapark

Wer sehen möchte, wie ich mich wie eine Achtjährige aufführe, der muss mit mir nur in einen Vergnügungspark gehen. Kaum durchs Tor, schwups: wieder acht Jahre alt! Ich will alles zugleich, könnte vor Ungeduld ohne Unterlass auf und ab hüpfen und habe Angst, irgendetwas Tolles zu verpassen.

Wir waren zu Dreikönig mit dem Team im Europapark in Rust. Den Ausflug haben wir bereits im Juni geplant – anstelle einer herkömmlichen Weihnachtsfeier. Wir haben uns ein Winter-Wonderland versprochen – und genau das auch vorgefunden. Lichterketten soweit das Auge schaut, Feuerschalen und Baumfeuer, von Pferden gezogene Kutschen, Weihnachtsmänner an jedem Eck. Gar nicht schlimm, dass Weihnachten eigentlich schon vorbei ist.

Die Atmosphäre passt perfekt zu diesen knackig kalten Wintertagen. Elfen servieren Cappuccino und Spritz Aperol, Jongleure und Musiker säumen all unsere Wege und für den Tischzauberer erweisen wir uns als das vermutlich schwierigste Publikum des Abends.

Riesiger Weihnachtsbaum im Foyer des Hotels Colosseo

Wir waren im Hotel Colosseo sehr gut untergebracht – und haben nur bedauert, dass wir nicht mehr Zeit hatten, um das Wellnessangebot nutzen zu können. Einziger Wermutstropfen: das instabile WLAN, aber viel Zeit fürs Internet blieb eh nicht.

Das Personal war sehr freundlich – auch im Restaurant Medici, in dem wir sehr lecker zu Abend gegessen, und das wir erst sehr, sehr spät wieder verlassen haben. Der Morgen startet früh und mit leckerem Frühstück vom Büffet. Die Achtjährige in mir wird langsam unruhig und will in den Park.

Im Hotelzimmer dreht sich alles um Leonardo da Vinci

Zu schade für nur eine Nacht: das Hotel Colosseo im Europapark

Der Park öffnet speziell für Hotelgäste bereits um 10 Uhr, das bringt allerdings nur wenig, denn die „richtigen“ Attraktionen öffnen allesamt erst um 11. Bis dahin vertreiben wir uns die Zeit auf dem historischen Weihnachtsmarkt – ohne Glühwein – beim Gruseln in der Geisterbahn und mit einer Fahrt durch die Piccolo Mondo, für die wir eigentlich wohl allesamt schon zu alt sind. Eine Kollegin kauft noch schnell ein paar Handschuhe. Eigentlich sind die Winter hier eher mild, aber wir haben es geschafft, uns ein knackig kaltes Wochenende auszusuchen. Das passt natürlich super zu unseren Winter-Wonderland-Plänen, fühlt sich allerdings ein bisschen an wie Skipiste, nur ohne sportliche Betätigung.

Merke: Bei minus 7 Grad friert man irgendwann trotz Thermostrumpfhose unter der Jeans, dickem Pullover, Winterjacke, Handschuhen, Schal und Mütze. Egal. Wir wärmen uns zwischendurch immer mal wieder auf. Im Riesenrad liegen Wolldecken, wir haben einen Mordsspaß mit der „Happy Family“ im 4D Kino und suchen beim Schlürfen eines Maronen-Kartoffelsüppchens nach Wärme von innen. Wir halten unsere Hände über jedes offene Feuer, auf das wir beim Schlendern durch den Park treffen, und geben schließlich jeden Widerstand auf: Glühwein für die Nicht-Fahrer, Früchtepunsch für die Chauffeure.

Auch nach Weihnachten herrscht hier noch weihnachtliche Stimmung

Weihnachtliche Atmosphäre im winterlich kalten Europapark

Der Weihnachtsmann bewacht auch den Eingang zum Riesenrad

Meine persönlichen Highlights dieses Besuchs – mal von der gesamten Atmosphäre im Park und der netten Gesellschaft abgesehen: die Dunkel-Achterbahn Eurosat in der silbernen Kuppel, das Riesenrad Bellevue und das 4D-Kino. Leider sind wir schlecht informiert durch den Park getrabt. Ich könnte mir in den Hintern beißen, dass wir die Möglichkeit, mit einer Virtual Reality-Brille den „Alpenexpress Coastiality“ zu befahren, verpasst haben. Fahrtwind, Fliehkräfte und Kurven der realen Fahrt zu spüren und dabei in eine animierte 3D-Welt einzutauchen, stelle ich mir super vor. Nächstes Mal dann unbedingt!

Quintessenz: Europapark im Winter – jederzeit wieder. Allerdings ist ein Tag viel zu kurz, ich muss da viel öfter hin. Und: Ich brauche einen Achterbahn-Buddy. Liebe Kolleginnen, Ihr seid ganz toll, der Ausflug mit Euch war wunderschön. Aber Ihr müsst doch auch was mitfahren, Ihr Memmen! 🙂

Wie steht’s mit Euch? Vergnügungspark: Top oder Flop? Fahrt Ihr alles mit oder leidet Ihr unter Höhenangst? Bewerbungen für die Stelle als mein Achterbahn-Buddy gerne in den Kommentaren! 🙂

Es grüßt Euch – noch ganz schwindelig
Conny

Nichts für Menschen mit Höhenangst: das Riesenrad im Europapark

Es muss nicht immer die Achterbahn sein: ein wunderschönes Nostalgie-Karussell

Eiskaltes Vergnügen: bei minus 7 Grad im Europapark

Fast wie in Frankreich, allerdings ist ein paar Meter weiter schon Skandinavien. Und Spanien. Und Russland. Der Europapark in Rust.

Die erste Woche: #meinwunderbaresfrühstück

Ihr Lieben, eine Woche ist geschafft: Es ist die erste Herausforderung des Jahres. Den Januar über will ich jeden Morgen ein anderes Frühstück zubereiten. Ich poste das täglich auf Instagram und habe hier für den Blog immer samstags eine Zusammenfassung geplant. Natürlich seid Ihr ganz herzlich dazu aufgerufen, mit zu machen. Gute Frühstücksideen sind herzlich Willkommen. Und etwas zu gewinnen gibt es außerdem, nämlich Kochbücher rund um die erste Mahlzeit des Tages.

Was Ihr dafür machen müsst? Gar nicht viel. Bitte folgt mir auf Instagram (www.instagram.com/meinwunderbareschaos) und postet Eure Frühstücksbilder dort mit dem Hashtag #meinwunderbaresfrühstück. Jedes so veröffentliche Frühstücksbild bedeutet eine Chance auf eines von vier tollen Frühstücks-Kochbüchern. In der kommenden Woche stelle ich sie Euch alle vier vor, versprochen!

Ein gesunder Start in den Tag: frischer Obstsalat

Ich hab nicht die Absicht, Euch hier Rezepte zu Obstsalat oder Rührei mit Speck zu liefern, aber für das Knuspermüsli, das es vermutlich bei uns in Zukunft häufiger zum Frühstück geben wird, schon. Also ab Februar natürlich erst. Das ist zum einen wahnsinnig lecker, lässt sich leicht variieren, aber auch ganz toll bevorraten – so geht’s morgens nämlich auch noch richtig schnell.

Granola: Müsli aus dem Backofen

Man braucht dafür:

  • 1 großes Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 300 Gramm kernige Haferflocken
  • 100 Gramm gehackte Mandeln oder andere Nüsse
  • 20 Gramm Weizenkleie
  • 15 Gramm brauner Zucker
  • 2 Teelöffel Zimt
  • 40 Milliliter Sonnenblumenöl
  • 70 Gramm Honig
  • Joghurt, frische Obst, Cranberries, Rosinen…

Granola: selbstgemachtes Knuspermüsli aus dem Ofen

Und so habe ich es gemacht:

Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Ofen auf 150 Grad vorheizen. Haferflocken, Mandeln, Weizenkleie, Zucker und Zimt in einer Schüssel miteinander mischen. Öl, Honig und Eischnee zu den trockenen Zutaten geben und alles gut mit einem Kochlöffel oder Teigschaber vermengen.
Müslimasse auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen und auf der mittleren Schiene etwa 35 bis 40 Minuten backen. Abkühlen lassen und das Knuspermüsli in Stückchen brechen. In einem luftdicht verschließbaren Behälter lagern.

Mir schmeckt das Granola am besten mit getrockneten Cranberries, frischem Obst (man nehme, was man hat) und Naturjoghurt.

Rührei mit Speck zum Frühstück

Eine ganz neue Frühstückserfahrung für mich: Schokowaffeln. Ich sag’s mal so: Sicher nicht mehr zum Frühstück, gerne aber zum Nachmittagskaffee. Sorry, Marmeladen- oder Honigbrot zum Frühstück immer gerne, aber mit den Waffeln tue ich mich ein bisschen schwer. Lecker sind sie aber!

Schokowaffeln

Und das braucht man dafür:

  • 200 Gramm Zartbitter-Schokolade
  • 200 Gramm Schlagsahne
  • 150 Gramm weiche Butter
  • 60 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillin-Zucker
  • Salz
  • 3 Eier
  • 250 Gramm Mehl
  • 1 leicht gehäufter Esslöffel Kakao
  • 2 gestrichene Teelöffel Backpulver
  • 150 Milliliter Milch
  • Rapsöl zum Fetten des Waffeleisens
  • Puderzucker zum BestäubenUnd so habe ich es gemacht:

    Die Schokolade in Stücke brechen und in der Sahne bei schwacher Hitze unter Rühren schmelzen. Ein Achtel Liter abmessen und abkühlen lassen.Butter, Zucker, Vanillin-Zucker und 1 Prise Salz cremig rühren. Eier nacheinander unterrühren. Mehl, Kakao und Backpulver mischen und im Wechsel mit dem abgekühlten Achtel Schokosoße und Milch kurz unterrühren.

    Waffeleisen vorheizen und fetten. Die Waffeln nacheinander heraus backen. Mit Puderzucker bestäuben und mit dem Rest Schokosoße, die man eventuell noch mal kurz erwärmt, servieren. Dazu schmeckt jede Art von Obst.

Hier geht's zum Rezept für knusprige Schokowaffeln

Overnight Oats

Jetzt habe ich endlich auch erste Erfahrungen mit den so gehypten Overnight Oats gemacht. Gesundes Frühstück über Nacht haben mir alle versprochen. Das stimmt auch. Ziemlich praktisch. Abends vorbereiten, alles über Nacht in den Kühlschrank geben und morgens noch kurz, während der Kaffee durchläuft, ein bisschen frisches Obst darauf schnippeln. Trotzdem muss ich sagen, dass ich ein schönes Porridge oder oben genanntes Granola vorziehe. Ich kann mich mit Aussehen und Konsistenz der Overnight Oats einfach nicht so richtig anfreunden…

Hinter dem Begriff Overnight Oats verbergen sich über Nacht eingeweichte Haferflocken. Haferflocken quellen in normaler Milch oder Joghurt genauso gut wie in Soja-, Reis-, oder Mandelmilch. Ich habe Kuhmilch verwendet. Für eine Portion nimmt man etwa  50 Gramm Haferflocken und 120 Milliliter Flüssigkeit. Gut vermengen und abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Für die Süße habe ich Banane und Blaubeeren dazu gegeben und dann noch ein paar Chiasamen mit reingepackt. Am nächsten Morgen habe ich, um die Optik zu verbessern, noch Himbeeren und Weintrauben obendrauf gepackt. Auch Nüsse, Leinsamen oder Kokosflocken passen gut zu Overnight Oats. Ich sag mal: Kann man machen, muss man aber nicht.

Wenig Zeit für Frühstück? Dann sind Overnight Oats genau das Richtige!

So, jetzt freue ich mich auf die nächste Woche voller neuer Frühstückserfahrungen. Und auf Eure Vorschläge und Bilder!

Wünsche Euch ein wunderbares Winter-Wochenende! Zieht Euch warm an und geht nicht ohne Frühstück aus dem Haus!

Eure Conny

Butternut-Ziegenkäse-Ravioli mit Brotknusper

So, Ihr Lieben, alle gut im neuen Jahr angekommen? Ich bin erstmal sehr erleichtert, dass ich Silvester gut hinter mich gebracht habe. Meine neue Strategie, um größere Traurigkeiten gar nicht erst aufkommen zu lassen: um 23 Uhr ins Bett gehen. Das hat super funktioniert. Natürlich war ich, da wir offensichtlich im Epizentrum der Knallerei schlafen, um Mitternacht wieder wach, aber das war soweit ganz in Ordnung.

Ich habe mir für 2017 wieder viel vorgenommen, allerdings brauche ich dazu eigentlich keinen Jahreswechsel. Ich nehme mir immer (zu) viel vor und hab ständig neue Pläne. Einer meiner aktuellen guten Vorsätze lautet daher: mich nicht mehr so zu verzetteln. Natürlich kann man sich das ganze Jahr über vornehmen, bestimmte Verhaltensweisen zu ändern, aber zum Jahresanfang ist es einfach am Schönsten. Das neue Jahr erinnert mich an meine Schulzeit. Wenn ich da ein neues Heft mit all seinen unbeschriebenen Seiten vor mir liegen hatte, dann habe ich mir auch immer vorgenommen, ab jetzt nur noch ganz ordentlich zu schreiben, das Datum dazu zu setzen, möglichst die Referenz zur dazugehörenden Schulbuchseite. Und natürlich sollte das Heft weder Flecken noch Eselsohren abbekommen.

Butternut-Ziegenkäse Ravioli in brauner Butter

So geht es mir mit dem neuen Jahr. Noch hat es weder Flecken noch Eselsohren. Und ich will, dass das möglichst lange so bleibt. Und wenn die Flecken und Eselsohren im Jahr 2017 dann kommen – und die Erfahrung mit meinen Schulheften sagt mir, das werden sie – dann will ich souverän mit ihnen umgehen. Und mit mir selbst nicht allzu streng sein. Ich bin nicht perfekt. Und das ist auch völlig in Ordnung so.

Bislang allerdings muss ich sagen, dass es das neue Jahr sehr gut mit mir meint. Mein Mann ist zur Zeit daheim und wir verbringen sehr viel „Quality Time“ miteinander. Was in unserem Fall ja auch immer heißt, dass viel gekocht wird. Wenn auch nicht unbedingt gemeinsam. Wer Harmonie will, der sollte nicht gemeinsam in einer Küche stehen. Zumindest nicht, wenn beide gerne das Sagen haben. Also wechseln wir uns im Sinne ehelichen Friedens lieber ab.

Butternut-Ziegenkäse-Ravioli in brauner Butter

Gestern war ich dran und das ist dabei rausgekommen: mit Butternut und Ziegenkäse gefüllte Ravioli in brauner Butter mit Parmaschinken und Brotknusper. Lecker. Und weil ich den Nudelteig nicht selbst gemacht habe – die Nudelmaschine ist verliehen – ging’s auch mit dem Aufwand und es blieb noch viel Zeit zum Lesen.

Was man dafür braucht:

  • Zirka 450 Gramm Butternut (geschält, entkernt und in Würfel geschnitten gewogen)
  • 150 Gramm Ziegenfrischkäse
  • 120 Gramm Gorgonzola
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 500 Gramm Nudelteig
  • 50 Gramm trockenes Roggenbrot (Meins war noch nicht so richtig trocken. Einfach für eine halbe Stunde bei 50 Grad in den Ofen geben. Dann abkühlen lassen.)
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 4 Thymianzweige
  • Parmesankäse am Stück zum Drüberreiben
  • 3 Esslöffel Butter
  • 5 Scheiben Parmaschinken
  • Feigen für die Deko

Und so wird’s gemacht:

Den Butternut schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech bei 180 Grad für 40 Minuten in den Ofen geben, bis der Kürbis sehr weich ist.

Zwischenzeitlich das harte Brot entweder mittels Maschine zerbröseln oder in einen Gefrierbeutel geben und mit Fleischklopfer oder Nudelholz bearbeiten. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Brot gemeinsam mit dem Thymian in die Pfanne geben und die Brösel bei mittlerer Hitze unter häufigem Wenden rösten bis sie den gewünschten Farbton angenommen haben.

Kürbis abkühlen lassen. Dann zusammen mit Ziegenfrischkäse, Gorgonzola und einem Ei pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss kräftig abwürzen. Den Nudelteig auf der mit Mehl bestäubten Arbeitsplatte aufrollen. Mit einem Glas Kreise von 6 bis 8 Zentimetern Durchmesser ausstechen. Da man den fertigen Nudelteig nicht mehr zusammenkneten und weiter verwenden kann, am besten eine Form aussuchen, bei der möglichst wenig Teigreste liegen bleiben. Einen knappen Teelöffel von der Kürbis-Käse-Masse in die Mitte des Teigkreises geben, den Rand des Kreises mit Eigelb einpinseln und die Ravioli vorsichtig zum Halbkreis zusammenklappen. Die Naht am besten mit den Fingern andrücken, wer anschließend nochmal mit einer Gabel darüber geht, erhält ein schönes Muster. Nicht zu viel Füllung in die Ravioli geben, weil diese beim Abkochen sonst ausläuft. (Notiz an mich selbst: Ich sollte mir bei Gelegenheit mal so ein Ravioli-Füll-Klapp-Dings leisten! Vorher noch rausfinden, wie das in richtig heißt.) Die fertigen Ravioli auf ein bemehltes Küchentuch geben und mit einem zweiten, feuchten Geschirrtuch abdecken, damit sie nicht austrocknen.

Butternut-Ziegenkäse-Ravioli in brauner Butter

Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Ravioli nach und nach für ein bis zwei Minuten ins kochende Wasser geben. Mit dem Schaumlöffel zum Abtropfen in ein Sieb legen. Wer einen Teil einfrieren möchte: Dazu wäre jetzt die beste Gelegenheit.

Die Butter in einer Pfanne kräftig erhitzen, so dass sie bräunt. Den Parmaschinken von beiden Seiten knusprig braten und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Die Ravioli in der braunen Butter schwenken, auf einen Teller geben. Mit dem Brotknusper, dem Parmaschinken und reichlich frisch geriebenem Parmesan anrichten und mit Feigen dekorieren.

Vielleicht habt Ihr ja Lust aufs Nachkochen? Ich freu mich auf Eure Kommentare!

Herzlichst
Conny

PS: Ich hab Euch ja noch gar nicht erzählt, was mir gleich zu Jahresanfang Positives widerfahren ist! Ich hatte mich vor Monaten mal aus einer Laune heraus für eine Kenwood-Küchenparty beworben – und dann nie wieder etwas davon gehört. Am Montag hat sich der Gastgeber bei mir gemeldet und mir mitgeteilt, dass ich am 18. Januar in Stuttgart dabei bin und mitkoche. Wir sind zu acht. Unser Thema: Desserts. Ich weiß zwar gerade noch überhaupt nicht, was mich erwartet, aber ich freue mich wie verrückt. 2017, so kannst Du weitermachen!

Nur die besten Frühstücksvorsätze für Januar

Na, habt Ihr alle schon gute Vorsätze fürs Neue Jahr gefasst? Obwohl ich – so rein vom Verstand her – durchaus weiß, dass das Quatsch ist, ertappe ich mich während meines „Jahresendzeitblues‘“ IMMER dabei, es doch wieder zu tun, mir zu überlegen, was will ich 2017 anders, besser machen.

Als könnte man solche Entscheidungen nicht das ganze Jahr über treffen! Aber die Zeit „zwischen den Jahren“ ist wohl dafür prädestiniert. Und ich habe es aufgegeben, mich dagegen zu wehren. Also fasse ich gute Vorsätze, halte sie oft sogar schriftlich fest und nenne sie „Jahresziele“. Die meisten plaudere ich aber nicht aus, weil ich mir nicht schon im Februar anhören möchte: „Wolltest Du dieses Jahr nicht…?“ Und dazu würde es zwangsläufig kommen. Glaubt mir.

Die "Fenster" in der Neujahrsbrezel mit Alufolie ausstopfen, damit sie n nicht zubacken.

Für 2017 habe ich mir nur eine einzige Sache vorgenommen, die ich hier mit Euch teilen möchte. (Fehlt ja gerade noch, dass ich Euch freiwillig in die Lage versetze, mir demnächst meine Untätigkeit vorzuwerfen. Und überhaupt, wenn ich wirklich immer Ordnung halten würde, dürfte dieses Blog dann überhaupt seinen Namen behalten? Na, seht Ihr!) Diese eine Sache betrifft auch nur den Januar. Erstmal kleine Brötchen backen. Man kennt sich ja, hüstel. Außerdem habe ich gelesen, dass Veränderungen etwa 30 Tage brauchen, um sich zu verfestigen und zur Gewohnheit zu werden. Dann müsste ab Februar alles wie von selbst laufen. Also theoretisch.

Die Frühstücks-Challenge auf Instagram

Mein Mann und ich, wir müssen beide morgens nicht so besonders früh auf der Arbeit sein. Da mein Mann in der Gastronomie arbeitet, ist das oft unsere einzige gemeinsame Mahlzeit – seine freien Tage mal ausgenommen. Früher haben wir daher dem Frühstück einen besonderen Wert beigemessen, inzwischen ist das ein bisschen eingeschlafen. Entweder es bleibt beim gemeinsamen Konsum von reichlich Kaffee oder es gibt ein – Trommelwirbel – Marmeladenbrot. Gut, die Marmelade ist selbst gemacht und höchst lecker. Gelegentlich – nicht so oft, wie ich das gerne hätte – ist auch das Brot selbst gebacken. Aber gerade bei einem Paar, bei dem Kochen und Essen so im Mittelpunkt stehen wie bei uns, finde ich das ein bisschen armselig…

Daher habe ich mir für Januar vorgenommen, jeden Tag ein anderes Frühstück für uns zu machen. Damit die erste Mahlzeit des Tages mal wirklich für einen gelungenen Start in eben diesen sorgt. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mich auf diesem Weg wohlwollend begleitet. Also: Her mit Euren Frühstücksideen! Was liegt bei Euch morgens auf dem Teller? Eher deftig? Süß? Warm? Kalt? Ich bin für alle Vorschläge offen. Und mein armer Mann muss einen Monat lang essen, was auf den Tisch kommt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich sonderlich beklagen wird. Aber warten wir’s ab.

Wer will, bestreut die Neujahrsbrezel mit Hagelzucker

Auf Instagram, wo ich mich seit September gerne rumtreibe, werde ich jeden Morgen unser Frühstück posten. Auf dem Blog will ich Euch nicht ganz so penetrant damit nerven, da gibt’s samstags eine Zusammenfassung, ein „best of“ quasi. Und bei Dingen, die nicht selbsterklärend sind, selbstverständlich auch die dazugehörigen Rezepte.

Wer selbst mitmachen möchte und über einen Instagram-Account verfügt, der kann dort unter dem Hashtag #meinwunderbaresfrühstück Bilder von seinem Frühstück posten, eine Erwähnung (@meinwunderbareschaos) wäre schön, damit ich die Bilder auch garantiert finde. Und: Folgt mir doch bitte auf Instagram! Es gibt auch was zu gewinnen. Ich bin ein bisschen aufgeregt, weil ich das als totaler Instagram-Neuling einfach mal ausprobieren werde. Drückt mir also bitte die Daumen, dass das alles auch so hinhaut, wie von mir angedacht. Möglicherweise wird das ja mein Jahresmotto für 2017: Wer nicht wagt, und so weiter… Ihr wisst Bescheid.

Und weil heute Samstag ist und morgen der Januar beginnt, teile ich schon heute meine Neujahrsbrezel mit Euch. Also nicht die Brezel an sich, nur das Rezept. Sorry, Leute!

Schmeckt am Besten noch lauwarm mit Butter und Marmelade

Neujahrsbrezel selber backen

Der Neujahrsbrezel-Brauch ist im Süden der Republik weit verbreitet. Ob es sie in Norddeutschland auch gibt? Mein Freund Norbert sagt, nein. Aber das Nordlicht lebt auch schon lange hier im Badischen. Und meine Berliner Ex-Kollegin isst in der Silvesternacht Pfannkuchen, also das, was in der restlichen Welt als Berliner bekannt ist. Brezeln findet man in Berliner Bäckereien sowieso eher selten, sagt sie. Die Neujahrsbrezel ist nicht wie üblich ein Laugengebäck, sondern wird aus Hefeteig hergestellt. Die Brezeln werden in den Familien zum Neujahrs-Frühstück gegessen, gerne natürlich auch mit Butter und Marmelade bestrichen. Die Brezel verheißt Glück und Wohlstand und ist zu Neujahr auch ein gerne gesehenes Mitbringsel.

Und das braucht man dazu:

  • 500 Gramm Mehl
  • ½ Würfel Frischhefe – gerne Bio
  • 100 Gramm Zucker plus 3 Teelöffel
  • 1 Teelöffel Salz plus ½ Teelöffel
  • 200 Milliliter Milch plus 1 Esslöffel
  • 100 Gramm Butter
  • 2 Eier
  • Hagelzucker (wer will)

Und so wird’s gemacht:

Ich bereite meinen Hefeteig so zu, wie ihn schon meine Mutter und vor ihr meine Oma gemacht haben. Die Hefe in eine Tasse krümeln und mit einem Teelöffel Zucker „anrühren“, die Hefe löst sich auf und wird flüssig. Das kann ein paar Minuten dauern. Die Butter in einem kleinen Topf zerlaufen lassen.

Während dessen Mehl, die 100 Gramm Zucker, 1 Teelöffel Salz und 1 Ei (nicht aus dem Kühlschrank, und wenn doch, dann kurz in eine Schüssel mit warmem Wasser legen) in eine Schüssel geben, die aufgelöste Hefe dazu. Die zerlassene Butter mit der Milch auffüllen – gemeinsam hat die Butter-Milch-Mischung dann die richtige Temperatur. Ist eins von beidem zu heiß, tötet die Hitze die Hefebakterien und der Teig geht nicht mehr auf.

Die Mischung in die Schüssel geben und mit dem Knethaken zu einem glatten elastischen Teig verarbeiten, der sich vom Schüsselrand löst. Gerne auch noch mal auf der Arbeitsfläche mit den Händen durchkneten und die Teigkugel dann zurück in der Schüssel mit einem Küchentuch abdecken. Achtung: Das Tuch am besten nicht einfach nur ÜBER die Schüssel legen, sondern an den Teig andrücken. An einem warmen Ort – ich stelle ihn im Winter immer auf die Fensterbank über der Heizung – gut eine Stunde stehen lassen. Der Teig sollte sein Volumen verdoppelt haben und den deutlichen Drang zeigen, die Schüssel verlassen zu wollen.

#meinwunderbaresfrühstück

Ist der Teig ordentlich aufgegangen, kommt er zurück auf die Arbeitsfläche, wo man ihn noch mal kurz durchknetet, um dann einen Strang von mindestens einem Meter Länge daraus zu formen. Den dünnen Strang mit der Mitte zuerst auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und auf dem Blech zur Brezel schlingen. Jetzt wird die Brezel nochmal mit einem Küchentuch abgedeckt und erhält erneut eine gute Stunde lang Zeit zum Aufgehen. Wer nicht möchte, dass sich die „Brezellöcher“ dabei schließen, der verhindert das, indem er Backpapier oder Alufolie zu einem Ball zerknüllt und in die Aussparungen gibt, so dass der Teig keine Möglichkeit erhält, diesen Platz einzunehmen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Aus 2 Teelöffeln Zucker, einem halben Teelöffel Salz, einem Esslöffel Milch und einem Ei einen Guss zusammenrühren, mit dem man die Brezel vor dem Backen bestreicht, damit sie angenehm Goldbraun wird. Nach Lust und Laune Hagelzucker darauf streuen. Dann kommt die Brezel für etwa 30 Minuten in den Ofen. Sie ist fertig, wenn sie den gewünschten Farbton angenommen hat. Natürlich schmeckt sie noch lauwarm am besten…

Hefebrezel mit Butter und Marmelade: lecker

Mit diesem Rezept wünsche ich Euch allen „ein gutes Neues“! Ich hoffe, 2017 kann alle Eure Erwartungen erfüllen. Und, wenn nicht, dann schraubt nicht etwa Eure Erwartungen zurück, sondern gebt einfach noch ein bisschen mehr Gas. Denn auch 2017 gilt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. (Ich schreibe das hier mal hin, damit ich mich selbst daran erinnere… :))

Fühlt Euch ganz fest von mir gedrückt.
Herzlichst
Eure Conny

Prosit Neujahr!

Keine Lust auf Silvester

Es gibt eine Frage, die fürchte ich wie keine andere. Kaum ist Weihnachten vorbei – und manchmal auch schon vorher – geht‘s los: „Und, was macht Ihr so an Silvester?“ Dieses Jahr ist es besonders schlimm, denn meine Antwort lautet: „Nichts.“ Einfach nur gar nichts.

Luftgetrocknete Wurst und Antippst zu Silvester

Mit dieser Entscheidung, die der beste aller Ehemänner mit mir gemeinsam so getroffen hat, bin ich sehr glücklich. Und muss mich doch jedes Mal wieder dafür rechtfertigen. Weil nichts zu machen ja generell in unserer Gesellschaft nicht so besonders angesehen ist, aber an Silvester gleich schon mal gar nicht zu gehen scheint. Der Plan sieht also wie folgt aus: Ich plaudere meine Gründe dafür jetzt einfach hier aus. Und verweise dann meinen kompletten Freundes- und Bekanntenkreis aufs Bog. Also alle 10. Traffic generieren – kann ich. 🙂

Ich bin eigentlich ein optimistischer Mensch. Für mich ist das Glas immer eher halb voll, ich lächle gerne und wenn ich wirklich mal schlechte Laune habe, dann versuche ich, meine Umwelt weitestgehend mit meinen Allüren zu verschonen. 364 Tage im Jahr klappt das ganz prima, dieses Jahr sogar 365 Tage. Aber an diesem letzten Tag des Jahres trifft mich der Jahresendblues mit voller Wucht. Jedes Mal.

Silvester isst jeder, wann er will

 

Dann schaue ich auf das zurückliegende Jahr, ach was, auf ALLE zurückliegenden Jahre und bin kein bisschen froh, über alles, was ich geschafft und erreicht habe, sondern sehe nur und ausschließlich, was alles nicht geklappt hat, was ich – wieder einmal – nicht geschafft habe und was in meinem Leben nicht so läuft, wie ich mir das vielleicht irgendwann mal ausgemalt habe.

Und obwohl ich rein rational weiß, wie gut es mir geht, wie sehr ich mich freuen kann, dass ich gesund bin, einen wundervollen Mann habe, phantastische Freunde und eine Familie, die mich jederzeit unterstützt – auch wenn ich allergrößten Blödsinn mache. Obwohl ich das alles weiß, kann ich nichts dagegen tun. Und ich hab wirklich schon vieles versucht: Ich war auf Partys, beim Feuerwerk, ich habe Essen gegeben, ich war im Theater, ich habe gearbeitet – es endet immer mit Tränen.

Leckere Snacks für Silvester

Also habe ich das jetzt akzeptiert, freue mich, dass ich nur einen Tag im Jahr so schlecht drauf bin und lasse mich einfach so, wie ich bin. Mein Mann wird mich in den Arm nehmen und trösten. Und an Neujahr werde ich bereits wieder Pläne für 2017 schmieden und mich fragen, was am Vorabend eigentlich mit mir los war.

Aus all diesen Gründen plane ich für Silvester auch kein tolles Essen, es gibt weder Raclette, noch Fondue oder gar ein mehrgängiges Menü. Ich richte uns ein paar kalte Dinge auf Platten und jeder isst, wann er Lust dazu hat. Wir werden den ganzen Tag auf der Couch rumliegen, bis uns der Rücken weh tut, lesen, vielleicht einen Film angucken, ein heißes Bad wäre schön. Alles, nur kein Feierzwang. Silvester, Du kannst mir gar nix!

Luftgetrocknete Wurst und Antipasti an Silvester

Aus all den angegebenen Gründen frage ich Euch jetzt auch nicht „Und, was macht Ihr so an Silvester?“, sondern ich nutze die Gelegenheit und wünsche Euch einen wundervollen Jahresausklang, genau so, wie Ihr ihn gerne verbringen möchtet! Kommt gut ins Neue Jahr und bleibt mir auch 2017 gewogen! Ich würde mich sehr freuen, auch im Neuen Jahr von Euch zu lesen.

Herzliche Grüße
Eure Conny

Brust oder Keule?

Habt Ihr Euch schon entschieden, was Ihr zu Weihnachten kochen wollt? Bei uns gibt es dieses Jahr diese leckere rosa gebratene Entenbrust mit Kürbisgnocchi und Rosenkohl. In der Vergangenheit habe ich viel mit ganzem Geflügel experimentiert, wollte unbedingt eine ganze Ente oder Gans servieren. Das Ergebnis war immer eher bescheiden und stand in keinem Verhältnis zum Aufwand. Vor allem das frühe Aufstehen, um das Geflügel zeitig in den Ofen zu bekommen, hat mich gewaltig gestört.

Enten- oder Gänsebrust finde ich da eine schöne Alternative. Zumal ich die Frage „Brust oder Keule“ immer mit „Brust“ beantworten würde. Die Zubereitungszeit ist überschaubar, das Ergebnis lecker. Natürlich müsst Ihr die Entenbrust nicht unbedingt zu Weihnachten machen. Tatsache ist doch: Wir essen das ganze Jahr über so lecker, dass Weihnachten kulinarisch nicht unbedingt herausstechen muss. Wer braucht schon einen besonderen Anlass, um mit Freunden gemütlich beisammen zu sitzen und lecker zu essen?

Entenbrust mit Kürbisgnocchi und Rosenkohl

Für 4 Personen braucht man:

  • 4 Entenbrüste
  • 3 Esslöffel Butter
  • 2 Stiele Salbei
  • 1/4 Liter trockener Rotwein
  • 100 Milliliter Orangensaft plus 4 Esslöffel
  • 100 Gramm Cranberries
  • 1 Glas Entenfond
  • 2 Esslöffel Orangenmarmelade
  • 1 Esslöffel Speisestärke
  • 1 Hokkaidokürbis von etwa 1 Kilo
  • 2 Eier
  • Salz und Pfeffer
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 110 Gramm Mehl
  • 1 Kilogramm Rosenkohl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 große Zwiebel

Leckere Kürbisgnocchi zum Festtagsbraten

Und so hab ich es gemacht:

Den Hokkaido waschen, entkernen und in grobe Würfel schneiden. Den Backofen auf 175 Grad vorheizen und die Kürbiswürfel auf ein Backblech verteilen. Im heißen Ofen zwischen 30 und 40 Minuten weich garen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Mit dem Stabmixer pürieren. Eier und Salz unterrühren. Das Mehl mit dem Knethaken unterkneten. Den Kürbisteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Strängen mit zirka zwei Zentimetern Durchmesser formen. Vom Strang zirka zwei Zentimeter große Stücke abschneiden. Diese mit einer Gabel flach drücken.

Reichlich Salzwasser in einem Topf aufkochen. Gnocchi portionsweise zirka zwei Minuten darin ziehen lassen. Sie sind durchgegart, wenn sie an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle herausheben und in einem Sieb abtropfen lassen.

Tipp: Am besten erst mal zwei oder drei Probe-Gnocchi ins Wasser geben und herausfinden, ob der Teig hält. Je nach Ergebnis der Probe muss vielleicht noch Ei oder Mehl in den Teig.

Rosa gebratene Entenbrust mit Kürbisgnocchi und Rosenkohl

Den Rosenkohl putzen, waschen und längs halbieren. In kochendem Muskatwasser zirka zehn Minuten bissfest garen. Knoblauch und Zwiebeln schälen und fein würfeln.

Für das Fleisch den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Entenbrüste waschen, trocken tupfen. Die Haut mit einem scharfen Messer kreuzweise einschneiden – dabei aber nicht ins Fleisch schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Zwei große Pfannen ohne Fett erhitzen. Die Entenbrüste zuerst auf der Hautseite fünf Minuten knusprig braun anbraten, Dann wenden und noch zirka zwei Minuten auf der Fleischseite braten. In eine ofenfeste Form geben.

Leckere Entenbrust zu Weihnachten

Im heißen Ofen zehn Minuten lang fertig braten. Vom ausgetretenen Entenfett drei Esslöffel abnehmen und mit Rosenkohl, Zwiebelwürfeln und Knoblauch in eine Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze und unter ständigem Wenden anbraten, so dass die Zwiebeln glasig sind.

Für die Sauce den Bratsatz in der Pfanne erhitzen. Mit Wein ablöschen, Entenfond, Orangensaft und Gelee einrühren, aufkochen. Die Cranberries dazu geben und ein paar Minuten mitkochen, bis die Früchte aufplatzen. Die Stärke mit vier Esslöffel Wasser glatt rühren, die Sauce damit binden und weitere zwei Minuten köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Warm halten

Die Entenbrüste aus dem Ofen nehmen, in Alufolie wickeln und etwa fünf Minuten ruhen lassen. Derweil den Salbei waschen, trocken schütteln, die Blätter abzupfen und mit der Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Gnocchi dazugeben und etwa fünf Minuten unter Wenden braten. Mit Rosenkohl, Fleisch und Sauce servieren.

Zur Entenbrust: eine leckere Canberry-Orangen-Sauce

Ich freu mich schon so auf die Feiertage! Was gibt’s bei Euch zu Weihnachten? Habt Ihr feste Traditionen oder variiert Ihr auch schon mal? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare!

Kochen – Backen – Reisen