Foodblogbilanz 2018 - Mein wunderbares Chaos

So war 2018 – meine Bilanz zum Jahresende

Ihr Lieben,

das Jahr geht zu Ende und jetzt ist allgemein die Zeit, in der man Bilanz zieht und die Weichen fürs neue Jahr stellt. Wie war 2018? Was lief gut? Was könnte im nächsten Jahr besser laufen? Ich neige dazu, mir zum Jahresende (viel zu) viele Gedanken zu machen. Über einfach alles. Natürlich auch über das Chaos hier.

Im vergangenen Jahr habe ich zum ersten Mal bei der Foodbloggerbilanz mitgemacht; den entsprechenden Beitrag findet Ihr hier. Ich habe keine Ahnung, ob das für Euch wirklich interessant ist, aber mir hat es geholfen, meine Gedanken zu sammeln und entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Also mach ich das dieses Jahr einfach wieder.

Die Einladung zur traditionellen Foodblogbilanz kommt in diesem Jahr von Sina von Giftigeblonde – und ich hangele mich wieder an ihren Fragen entlang, die seit Beginn der Foodblogbilanz unverändert sind.

1. Was war 2018 dein
erfolgreichster Blogartikel?

Mein erfolgreichster Blogartikel stammt aus meiner Mein wunderbares Frühstück-Aktion aus dem Januar und ist der Beweis dafür, dass einfache und unkomplizierte Rezepte bei den Lesern am besten ankommen: Omelette mit Schinken, Käse und Tomaten.

Foodblogbilanz 2018 - Mein wunderbares Chaos

Der Pin geht bei Pinterest wie die sprichwörtliche warme Semmel – und sorgte in diesem Jahr Monat für Monat für steigende Leserzahlen auf dem Blog. Alle anderen Beiträge bleiben weit hinter diesem Omelette zurück…

2. Welche deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Überraschung: Ich mag alle meine Blogartikel. Wenn dem nicht so wäre, würde ich sie nicht schreiben. Natürlich gibt es Beiträge, in die investiert man mehr Herzblut als in andere.

So ging es mir zum Beispiel mit dem Picknick-Beitrag im Juni. Einfach, weil Picknicken tatsächlich etwas ist, das ich sehr mag. Und weil ich sehr viel Aufwand betrieben habe, um alles an einem lauen Sommerabend im benachbarten Park fotografieren zu können. Bespaßung von Passanten inklusive.

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Das Picknick war ein Beitrag für ein gemeinsames Blogevent mit den  Rhein-Neckar-Bloggern. Ich erwähne das, weil mir das immer noch der liebste Aspekt am Bloggen ist: der Austausch und die gegenseitige Unterstützung unter Bloggern. Das Bloggen wäre sonst ein sehr einsames Geschäft.

Das ist auch der Grund, aus dem ich mich sehr  gerne an regelmäßigen Events anderer Blogger beteilige, zum Beispiel am Synchronbacken von Zorra vom Kochtopf und Sandra von From Snuggs Kitchen. Mein Lieblingsrezept, das aus dem monatlichen gemeinsamen Backen entstanden ist, ist sicher dieses hier für Pain au chocolat.

Foodblogbilanz 2018 - Mein wunderbares Chaos

Und dann war da 2018 noch die kulinarische Weltreise, zu der Volker von Volker mampft eingeladen hat. Dadurch habe ich mich mit Länderküchen beschäftigt, die ich sonst wohl nicht auf dem Speiseplan gehabt hätte. Die kroatische Kremsnite hat sich auf dem Blog zu einem Renner entwickelt, mir persönlich waren aber die Mexiko-Rezepte die liebsten: die Carnitas Fajitas, die Churros aus dem Backofen und der Flan napolitano.

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3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Obwohl ich mich nicht ein einziges Mal beteiligt habe, mag ich die Aktion von Nic von Luzia Pimpinella Fünf Fragen am Fünften sehr gerne und lese dazu so viele Beiträge, wie ich nur finden kann.

Mein wunderbares Chaos ist manchmal gar nicht so wunderbar, wie ich Euch glauben machen möchte. Manchmal ist es auch einfach nur chaotisch. Und daher bin ich eigentlich immer auf der Suche nach Tipps, wie ich Ordnung ins Chaos bringen könnte. Bei Fräulein Ordnung finde ich dazu immer wieder machbare Vorschläge, wie zum Beispiel diesen hier für einen Familienordner statt Zettelwirtschaft. (Und 2019 setze ich das auch endlich für uns um, schwör!)

Ich mag das, wenn Blogger nicht nur unterhaltend, witzig und hilfreich sind, sondern auch mal Eier – oder in diesem Fall: Eierstöcke – zeigen und eine klare Haltung beziehen. Wie Vanessa aka Frau Piepenkötter in diesem Beitrag hier.

Ich bin kein Fan dieser #unfollowme-Aktion, aber ich verstehe, warum viele sich daran beteiligt haben. Ich bin der Meinung, dass sich Menschen, die rechten Gruppierungen angehören, eh schon in einer Informationsblase befinden – zusammen mit anderen Rechtsdenkenden – und wenn man sie weiter ausgrenzt, dann bestätigen die sich  gegenseitig nur immer weiter in  ihren Überzeugungen. Wie sollen sich Vernunft und Toleranz da durchsetzen können? (Das heißt nicht, dass man ihnen nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit widersprechen sollte. Das muss man sogar, weil ich fürchte, dass sonst Schweigen ganz schnell als Zustimmung ausgelegt wird.)

4. Welches der Rezepte, die du 2018 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Ich habe im vergangenen Jahr schon mal zu dieser Frage geschrieben, dass ich Rezepte sehr selten genau so nochmal mache. Die Ausnahme von der Regel ist dieses Brioche-Rezept hier. Der Grund: Es ist wahnsinnig wandlungsfähig und taugt als Osterzopf genauso wie als weihnachtlicher Tannenbaum.

Foodblogbilanz 2018 - Mein wunderbares Chaos

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5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2018 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Wie für alle Blogger hing für mich 2018 der verschärfte Datenschutz wie ein Damoklesschwert über der Arbeit am Blog. Dazu haben noch Abmahnungen für fehlende Werbekennzeichnungen für Unruhe unter den Bloggern gesorgt.

Bei beidem geht es gar nicht darum, konkrete rechtliche Vorgaben zu erfüllen; das wäre nicht das Problem. Leider weiß so hundert Pro niemand, wie’s denn jetzt genau richtig geht. Also wurschtele ich so vor mich hin – und hoffe das Beste.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Im Frühjahr haben wir zum ersten Mal weißen Spargel im Sous Vide-Wasserbad gegart. Ich hatte mir davon eigentlich nicht allzu viel versprochen. Was für eine krasse Fehleinschätzung! Ich habe noch nie so guten Spargel gegessen und werde ihn nie wieder anders zubereiten.

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Hm, ich hatte eine Suchanfrage “schönsten Dinge an Mutter sein”. Manchmal ist Google echt ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Ich konnte dazu vermutlich nichts Hilfreiches beisteuern, denn man landet mit dieser Suche auf meinem Beitrag 10 Dinge, die ich an meiner Mutter liebe

Auch bei der Anfrage “Busverbindungen von Oia nach A Guarda” konnte ich vermutlich nicht besonders gut weiterhelfen – vor allem, weil wir die Strecke gepilgert und nicht mit dem Bus gefahren sind. Am häufigsten landeten Leser 2018 über die Anfrage “Cremeschnitte Kroatien” beim Chaos.

Foodblogbilanz 2018 - Mein wunderbares Chaos

8. Was wünschst du dir
und deinem Blog für 2019?

Im vergangenen Jahr gab’s von mir ganz viel Mimimi zum Jahresrückblick. So unter dem Motto: Wie soll ich Blog und Leben 1.0 nur unter einen Hut bringen? Mimimi. Da bin ich rausgewachsen. Bilde ich mir zumindest ein.

Das Zauberwort heißt Slow Blogging. Obwohl ich sonst gar kein Anhänger von “weniger ist das neue Mehr” bin  – für mich hat das schon die allermeiste Zeit im Jahr 2018 gut geklappt. Ich mache weniger  – und das wenige versuche ich dann gut zu machen, anstatt irgendwas auf die Husche hin zu schludern. Klappt noch nicht immer, aber ich bleibe da auch 2019 dran.

Und auch sonst kann eigentlich alles bleiben, wie es gerade ist: der Kontakt zu netten Bloggerkollegen, wohlwollende Leser und der Spaß am Bloggen. I like.

Bleibt nur noch, Euch den Jahresausklang Eures Lebens zu wünschen, gefolgt von einem phantastischen und an Nachwehen armen Start ins Neue Jahr! Bleibt mir auch 2019 gewogen, Ihr Lieben!

Herzlichst, Conny

22 Gedanken zu „So war 2018 – meine Bilanz zum Jahresende“

  1. Liebe Conny,
    Cooles Jahr :-) Ja das mit den Werbungen finde ich auch total affig… Ich schreibe jetzt immer automatisch “enthält Werbung und Links”. Denn WEHE ich habe einen Link drin und der ist nicht markiert (Augenroll-Smiley bitte vorstellen)!
    Ich habe auf jeden Fall gerne bei dir mitgelesen, wer weiß? Am Schluss schaffe ich es nächstes Jahr mal mit zu synchronbacken? Das reizt mich schon sehr! Aber wie du auch geschrieben hast: Wenn es an der Zeit fehlt und man macht dann einen halb überzeugenden Beitrag? Nicht so toll…
    Viele liebe Grüße, Izabella

    1. Liebe Izabella,
      wie lieb von Dir! An der DSGVO- und Kennzeichnungsdiskussion nervt mich vor allem, dass niemand konkret sagen kann, wie’s denn jetzt richtig geht. Also wurschtelt man auf dem Blog im luftleeren Raum so vor sich hin, immer die Angst im Nacken, dass man vielleicht doch irgendwo einen Angriffspunkt für findige Abmahner bietet. Ich möchte mich sehr gerne an alle Regeln halten, aber dazu müsste ich die erstmal kennen…
      Aber jetzt zu den schönen Dingen beim Bloggen: Back unbedingt mal synchron mit! Das macht richtig viel Spaß. Und Du musst ja anschließend gar nicht bloggen, wenn die Zeit nicht reicht.
      Komm gut ins Neue Jahr!
      Herzlichst, Conny

  2. SLOW BLOGGING ist in der Tat ein gutes Motto. Ich versuche ja auch immer, mich so wenig wie möglich unter Druck zu setzen. Das klappt mal mehr, mal weniger gut!
    Guten Rutsch & LG,
    Karin

  3. Liebe Conny, dir und deinen Lieben ein super tolles 2019, und bitte lass das Chaos einfach Chaos sein, Genies brauchen Chaos um sich, ich weiß das hehe :-)

    Ich freu mich schon auf unser Frühstücksevent hier bei dir im Blog

    lg. Sina

    1. Liebe Sina,
      aber beherrscht das Genie nicht eigentlich das Chaos? Bei mir läuft das irgendwie umgekehrt. ;)
      Danke für Deine lieben Wünsche und für die Organisation der Foodbloggerbilanz. Ich bin da so gerne dabei! Und ich freu mich schon darauf, 2019 ganz viel von Dir zu lesen.
      Herzlichst, Conny

  4. Liebe Conny,
    “weniger ist mehr” war auch schon 2018 mein Motto und ich finde den Begriff “Slow Blogging” auch super passend. So werde ich es 2019 auch halten.
    Dein Rezept für Churros sieht übrigens wirklich verführerisch aus. Das werde ich mir mal merken.
    Starte gut in das neue Jahr und liebe Grüße,
    Daniela

    1. Liebe Daniela,
      Dir auch ein wunderbares 2019! Auf dass wir da ganz langsam durch schleichen.
      Herzlichst, Conny
      PS: Die Churros könnte ich auch mal wieder machen…

  5. Liebe Conny,

    ich wünsche Dir und deinen Lieben ein wunderbares Jahr 2019. Dein Motto “slow blogging” werde ich mir dieses Jahr auch zu Herzen nehmen und mir keinen Druck mehr machen, denn manchmal spielt das Leben 1.0 einfach eine viel viel wichtigere Rolle und dann müssen Beiträge einfach warten.

    Liebe Grüße
    Jessi

    1. Liebe Jessi,
      so ist das. Man darf sich mit der Bloggerei nicht so verrückt machen. (Jetzt muss ich mich da nur noch selber dran halten! ;))
      Herzlichst, Conny

  6. Oh, großartig: Slow Blogging! Jetzt weiß ich auch, was ich tue. Wobei das womöglich eher unter Superslow Blogging fällt. :-) Jedenfalls großartig, was bei Dir hier so alles ganz slow passiert ist. Ein tolles neues Jahr wünsche ich dir!

    1. Liebe Sabine,
      schön, dass Du hier vorbeischaust – und: Dankeschön. Wer weiß, vielleicht wird’s bei mir auch noch superslow? Hab ein wunderbares 2019!
      Herzlichst, Conny

  7. Slow blogging war auch mein Motto 2018! Ein sehr schöner Jahresrückblick. Ich wünsche Dir ein gutes neues Jahr 2019, vielleicht sehen wir uns ja mal wieder beim Bloggerstammtisch!

    Viele Grüße und schöner Tag noch
    Juliane

    1. Liebe Juliane,
      Dankeschön. Über ein Wiedersehen im noch jungen Jahr würde ich mich wahnsinnig freuen! (Obwohl ich nur zwei Mal dabei war: Mir fehlt Reutlingen!)
      Schöner Tag noch! (Ich hatte Dir schon mal erzählt, dass ich die Erkenntnis, dass das grammatikalisch falsch ist, Dir verdanke, oder? Zum Glück mache ich nix mit Sprache. :))
      Herzlichst, Conny

  8. Ein schönes 2019 wünsch ich dir- und genug Zeit für‘s richtige Leben, mit der richtigen Dosis bloggen für dich- und für uns, deine Leserinnen und Leser. Das Picknick…. zu gut!

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